Prior und Konvent des Klosters Groß-Frankenthal (Franckentale) des regulierten Ordens der Augustiner im Wormser Bistum bekunden, dass sie aufgrund merklicher Schuldenlast mit Zustimmung des Bischofs Reinhard von Worms dem Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz, Landesfürst und Schirmherr des Klosters, 32 Mannsmahd Wiesen um 900 Gulden verkauft haben. Die Wiesen liegen zwischen dem Lampertheimer Bach und Kirschgartshausen und grenzen an die Bischofsau, die dem Ritter Friedrich von Montfort (+) gehört hatte. Die Aussteller quittieren dem Pfalzgrafen für die vor der Übergabe des Briefes wie folgt ausgerichtete Kaufsumme: die Hütte und Herberge beim Kloster Frankenthal hat ihnen der Pfalzgraf für einen Nachlass von 400 Gulden überstellt, die anderen 500 Gulden an barem Geld ausgerichtet. Die 500 Gulden Bargeld hat das Kloster sodann zur Ablösung von 5%-igen Gültverschreibungen verwendet, nämlich 120 Gulden an Johann Lubeck, Altarist zu St. Johann und St. Paul zu Kirn (Kyrn), 120 Gulden an den Wormser Bürger genannt Tuchkauff sowie 400 Pfund Heller an Peter Gross, den Bäcker "uff der Icher bach" [Eisbach] zu Worms, gezahlt. Das Kloster überantwortet die Wiesen auf ewig als freies und unbeschwertes Eigengut an den Pfalzgrafen und will ihn von etwaigen Grundlasten schadlos halten.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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