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Erzbischof Diether von Mainz (Mentze), des heiligen Römischen (Romischen) Reichs durch Germanien Erzkanzler und Kurfürst, bestätigt folgenden Vert...
Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1451 - 1500
1478 April 20
Ausfertigung, Pergament (34,0 x 55,0 cm) mit ursprünglich zwei anhängenden Siegeln (1: gut erhalten, 2: fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Aschaffenburg, am montag nach dem Sontage Cantate
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Erzbischof Diether von Mainz (Mentze), des heiligen Römischen (Romischen) Reichs durch Germanien Erzkanzler und Kurfürst, bestätigt folgenden Vertrag zwischen seinem lieben Vetter Grafen Otto zu Solms und seinem lieben Getreuen Georg Riedesel, Erbmarschall, wegen der Pfandschaft, die Graf Otto auf Schloss und Stadt Amöneburg (Ameneburg) in Amtsweise für 6.300 Silberlinge bisher innehatte : Georg Riedesel hat mit Graf Otto zu Solms wegen des Schlosses Amöneburg, Burg und Stadt, mit seinen Dörfern , Gerichten, Zugehörungen, Herrlichkeiten, Gerechtigkeiten, Nutzungen, die dieser von Erzbischof Adolf zu Mainz selbst unter Zustimmung des Domkapitels für 6.300 Silberlinge als Pfand hatte, mit Verwilligung des Erzbischofs Diether und seines Domkapitels einen Vertrag geschlossen, nach dem dieser ihm die Pfandschaft überträgt. Er hat ihm heute dafür 2.000 Silberlinge bezahlt und verpflichtet sich, die anderen 4.300 Silberlinge Frankfurter (Franckfurter) Währung ohne Jahreszinsen in vier Jahren in Hungen (Houngen) oder Braunfels, (Brunfelsch) zu bezahlen, nämlich vierzehn Tage vor oder nach Sant Martinstag 1478, 1479, 1480 je 1000 Silberlinge, 1481, 1.300 Silberlinge. Er verpfändet ihm dafür zwei Schuldbriefe und einen Rachtungsbrief, die er und sein Bruder Herman [III.] vom Stift Mainz und Erzbischof Diether haben (Nr. 813, 899, 1267), so dass Graf Otto im Falle der Säumnis die Mainzer Zahlungen fordern kann. Wenn er die Zahlung nicht erreichen und die Bürger nicht zur Leistung zwingen kann, oder sie ruhen lassen will, so kann er ihn und Hermann zur Leistung in eine offene Herberge zu Hungen oder Braunfels mit ihren eigenen Leibern und 4 reißigen Pferden schriftlich oder mündlich mahnen. Wenn sie vorher beide Todes halben abgegangen sein sollten, so kann er die Erben mahnen.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: "Consens Churfürstn Dieters zu Maintz über den Contract zw(ischen) Graff Otto von Solms und Georg Riedeseln aufgericht des Ambts Ameneburg halber 1478" "Nur ein Siegel vorhanden. 17.II.1910"
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 1288
Erzbischof Diether willigt in den Übergang der Pfandschaft auf Amöneburg (Amenenburgk) an Georg und verspricht, Graf Solms die 3 Verschreibungen zu halten. Er wird Graf Otto alles, was ihm während seiner Amtmannschaft zu Amöneburg (Amenburg) an Frucht, Schuld und anderem zugewachsen ist, folgen lassen. Berchtolt, Graf und Herr zu Henneberg, Domdechant, und Kapitel des Domstifts zu Mainz stimmen zu.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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