Klage der Ursula Schilling, Frau Jost von Essen in Tecklenburg ./. Prokurator und Notar Johan Niehus. Jürgen Lütke-Schweinhorst in Telgte, Eigenhöriger des Dompropstes Otto von Dorgelo in M., nimmt 1615 vom Beklagten ein Darlehen von 100 Rth. auf. Der Beklagte und seine Frau Agnes Nagels treten diese Forderung später ab an Niklas Nagel, Sohn der Gertrud Schilling, der Schwester der Klägerin. Jetzt ist die Klägerin Inhaberin der Forderung, die aber nicht beizutreiben ist. Der Beklagte soll zahlen, weil er bei der Abtretung Gewähr für den Eingang des Geldes übernommen hat.
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Klage der Ursula Schilling, Frau Jost von Essen in Tecklenburg ./. Prokurator und Notar Johan Niehus. Jürgen Lütke-Schweinhorst in Telgte, Eigenhöriger des Dompropstes Otto von Dorgelo in M., nimmt 1615 vom Beklagten ein Darlehen von 100 Rth. auf. Der Beklagte und seine Frau Agnes Nagels treten diese Forderung später ab an Niklas Nagel, Sohn der Gertrud Schilling, der Schwester der Klägerin. Jetzt ist die Klägerin Inhaberin der Forderung, die aber nicht beizutreiben ist. Der Beklagte soll zahlen, weil er bei der Abtretung Gewähr für den Eingang des Geldes übernommen hat.
B-C Civ, 1431
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
1630
Enthält: Erwähnt werden Domkapitelsekretär Henrich Holthausen; Domvikar Bernhard von Büren; Stabträger Bernhard Strick; Anton Keller; ferner aus Tecklenburg: Droste Adolf Kaspar Ledebur, Dr. Arnold Hausbrant, Notar Gerhard Weitbusch.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:27 MEZ