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Tektonik >> TERRITORIALÜBERLIEFERUNGEN, PROVINZIAL- UND LOKALBEHÖRDEN >> Westpreußen >> Die preußische Provinz bis 1920 >> Verkehrsverwaltung
Laufzeit: 1908 - 1919
Findmittel: Datenbank; Sammelfindbuch, 1 Bd.
Vorwort
1 Behördengeschichte
Eisenbahndirektionen hatten die Kompetenz von Provinzialbehörden und waren dem Ressortminister unmittelbar unterstellt. Sie beschäftigten sich mit juristischen, organisatorischen, technischen, wirtschaftlichen und finanziellen Problemen des Baus und Betriebes von Eisenbahnen sowie des Güter- und Personenverkehrs. Für die Ausführung und Überwachung des örtlichen Dienstes nach den Anordnungen der Eisenbahndirektionen sind an verschiedenen Orten Betriebs-, Maschinen-, Verkehrs-, Werkstätten- und Telegrafeninspektionen und für die Leitung der Neubauausführungen Bauabteilungen eingerichtet worden.
Für die Provinz Westpreußen war zunächst nur die Eisenbahndirektion Bromberg zuständig. Durch Allerhöchsten Erlass vom 24. November 1894 erfolgte im Zuge einer erneuten Umgestaltung der Eisenbahnbehörden die Gründung der Königlichen Eisenbahndirektion Danzig zum 01. April 1895 (mit dem Ende der Monarchie 1918 fortan Eisenbahndirektion Danzig).
Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurden die Eisenbahnen im Gebiet der Freien Stadt Danzig unter die Verwaltung der Polnischen Staatsbahnen gestellt. Die für ganz Pommerellen, einschließlich der Freien Stadt, zuständige Eisenbahndirektion ressortierte zunächst in Danzig, seit 1933 in Thorn. In Danzig verblieb nur das Danziger Büro der Polnischen Staatsbahnen, das die Eisenbahn im Bereich der Freien Stadt leitete. Die Durchführung des Versailler Vertrages bedingte die Bildung eines Eisenbahndirektionsbezirkes für die Verwaltung der Strecken in den beim Reich verbliebenen Teilen der bisherigen Direktionsbezirke Posen, Bromberg und Danzig. Daraufhin wurde zum 10. Januar 1920 die Eisenbahndirektion Danzig aufgelöst und die Eisenbahndirektion Osten in Berlin-Charlottenburg durch Verfügung des Ministers der öffentlichen Arbeiten vom 24. Januar 1920 errichtet.
2 Bestandsgeschichte
Die wechselnde staatliche Zugehörigkeit des Gebietes der Provinz Westpreußen spiegelt sich auch in der Geschichte des Schriftguts der dortigen Behörden und seiner archivalischen Quellen wieder. Die sich bereits 1918 anbahnende und im Versailler Vertrag ein Jahr später beschlossene Eingliederung des Territoriums in den wiedererstandenen polnischen Staat bzw. die neubegründete Freie Stadt Danzig führte zu einer Verlagerung sowohl von archivischen (Teil-) Beständen als auch laufenden Behördenschriftguts auf preußisches Gebiet vor allem nach Königsberg und Berlin; ein Prozess, der sich zum Ende der erneuten Zugehörigkeit des Territoriums zum Deutschen Reich 1939-1944 wiederholen sollte.
Wann konkret und auf welchem Wege die vorliegende Überlieferung der Eisenbahndirektion Danzig in das Geheime Staatsarchiv gelangte, ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu beantworten. Die hier vorhandenen Akten - lediglich Sommer- bzw. Winterfahrpläne verschiedener Eisenbahnstrecken der Eisenbahndirektion Danzig - wurden vermutlich in der Zwischenkriegszeit an das GStA PK abgegeben. In einem 1912 publizierten Überblick des damaligen Archivdirektors Max Bär zu den Beständen des Staatsarchivs Danzig wurde der Bestand unter der Registraturnummer 238 aufgeführt. Anhand der Altregistratur ließ sich zumindest feststellen, dass im Juni 1938 das entsprechende Repertorium aus Danzig an das Geheime Staatsarchiv gesandt wurde; die Akten lagerten zu diesem Zeitpunkt bereits in Dahlem. Eine anschließende Bestandsrevision bestätigte, dass die nach dem Danziger Findmittel aufgeführten Akten der Repositur 238 E Eisenbahndirektion Danzig (16 Akten) sämtlich in Berlin vorhanden waren.
Wie insgesamt bei den ursprünglich aus dem Staatsarchiv Danzig bzw. aus dem Registraturgut der Behörden der Provinz Westpreußen stammenden Unterlagen wurde auch diese Eisenbahnüberlieferung im Geheimen Staatsarchiv als Repositur innerhalb der XIV. Hauptabteilung unter Übernahme der Danziger Repositurnummer aufgestellt.
Für das vorliegende Findbuch wurde die bestehende Verzeichnung überarbeitet und der Bestand indexiert. Auf eine Bestandsklassifizierung wurde aufgrund der geringen Aktenanzahl verzichtet. Die im Danziger Archiv vergebenen Signaturen wurden als Altsignaturen mit aufgenommen. Parallel zu den Erschließungsarbeiten erfolgte die magazintechnische Bearbeitung. Die Akten wurden umsigniert, mit neuen Signaturschildern versehen sowie in Archivkartons verpackt.
Die hauptsächliche Überlieferung der Eisenbahndirektion Danzig - 1.960 Verzeichnungseinheiten (60 lfm) Akten sowie 4.841 Pläne aus dem Zeitraum von 1840 bis 1944 - wird im Staatsarchiv in Danzig (Archiwum Panstwowe, PL- 80-958 Gdansk, skr. poczt. 401, ul. Waly Piastowskie 5) unter der Signatur: APG 1081 verwahrt.
Bestandsumfang: 16 Verzeichnungseinheiten; ca. 0,3 lfm
Laufzeit: 1908 - 1919
Letzte vergebene Nummer:
Bestell- und Zitierweise
Die hier verzeichneten Archivalien werden im Magazin Dahlem verwahrt. Es sind daher die rosafarbenen Bestellscheine zu benutzen.
Die Akten sind wie folgt
zu bestellen: XIV. HA Rep. 238 E, Nr. #
zu zitieren: GStA PK, XIV. HA Westpreußen, Rep. 238 E Eisenbahndirektion
Danzig, Nr. #
Verweis auf andere Akten bzw. Bestände des GStA PK
- GStA PK, I. HA Rep. 178 B Preußisches Geheimes Staatsarchiv,
Nr. 700 Aufteilung der Akten des Danziger Staatsarchivs, 1932 - 1941
- GStA PK, I. HA Rep. 178 Generaldirektion der Staatsarchive,
Nr. 2199 Aufteilung der Bestände des Staatsarchivs Danzig, 1919 - 1940
- GStA PK, XIV. HA Westpreußen, Rep. 180 Regierung zu Danzig,
Nr. 15562 Verwaltung der Eisenbahnen im Direktionsbezirk Danzig. Voll- und Sekundärbahnen, 1891 - 1916
Nr. 13484 Wünsche auf Änderung der Eisenbahnfahrpläne, 1907 - 1920
- GStA PK, I. HA Rep. 89 Geheimes Zivilkabinett,
Nr. 29670 Direktionsbezirk Danzig, 1896-1915
- GStA PK, I. HA Rep. 93 E Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Eisenbahnabteilung,
Nr. 803 Anlagekapital für die Eisenbahnstrecken im Direktionsbezirk Danzig, 1895 - 1920
Nr. 810 - Nr. 811 Betriebsfinanzergebnisse im Direktionsbezirk Danzig, 1910 - 1922
Nr. 812 Betriebsleistungen im Direktionsbezirk Danzig, 1909 - 1922
Nr. 6394 Ausbau der Bahnanlagen im Direktionsbezirk Danzig, 1913 - 1918
Literaturauswahl
- Bär, Max: Die Behördenverfassung in Westpreußen seit der Ordenszeit. Mit einem Geleitwort von Bernhart Jähnig (Sonderschriften des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V., Nr. 62). Danzig 1912. Nachdruck Hamburg 1989
- Bär, Max: Das K. Staatsarchiv zu Danzig, seine Begründung, seine Einrichtungen und seine Bestände. Leipzig 1912
- Bahr, Ernst: Die Entwicklung des westpreußischen Eisenbahnnetzes bis zum Ausgang des Ersten Weltkrieges. In: Westpreußen Jahrbuch 1959. Hrsg. von der Landsmannschaft Westpreußen. Leer
- Bufe, Siegfried: Eisenbahnen in West- und Ostpreußen. Egglham und München 1986
- Letkemann, Peter: Archivalien zur Geschichte Westpreußens im Geheimen Staatsarchiv Berlin. In: Beiträge zur Geschichte Westpreußens. Zeitschrift der Coppernicus-Vereinigung zur Pflege der Heimatkunde und Geschichte Westpreußens e.V. Nr. 3. 1970, S. 138-153
- Schmidt, Helmut: Deutsche Eisenbahndirektionen. Grundlage I. Entwicklung der Direktionen 1835 - 1945. Berlin 2008
- Staatsarchiv Danzig - Wegweiser durch die Bestände bis zum Jahr 1945. Generaldirektion der Staatlichen Archive Polens. Bearb. v. Czeslaw Biernat. aus dem Polnischen übers. v. Stephan Niedermeier (Schriften des Bundesinstituts für ostdeutsche Kultur und Geschichte. Bd. 16). München 2000
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.