Appellation gegen das Urteil der Vorinstanz vom 24. Nov. 1740, wonach der Appellant zur privaten Zahlung der von Francis Dorst eingeklagten Schuldforderung über 142 Rtlr. 34 Albus samt Zinsen vorbehaltlich des appellantischen Regreßanspruches gegen den Freiherrn von Dehlen verurteilt worden ist. Der Appellant wendet ein, es handle sich um Erbschulden, so daß der Miterbe von Dehlen die Hälfte der Schulden tragen müsse. Von Dehlen behauptet, der Appellant hätte die Schulden selbst verursacht. Hintergrund des Streites sind die belasteten jül. Erbgüter der Juliana Bernhardina Wilhelmina von Calcum gen. Lohausen und der Maria Polixenia Henrietta von Gehlen, Töchter des kaiserl. Generalfeldmarschalleutnants und kurpfälz. Generalfeldzeugmeisterobristen sowie Gouverneurs der Festung Mannheim Freiherr Johann Christian Zobel (gest. Sept. 1739) und der Agneta Elisabetha geb. Freiin von Be(e)ck (gest. Jan. 1734), nämlich der Rittersitz Hückelhoven, der Hof „Heidmühle“ (Thomasmühle in Hückelhoven ?), der Rittersitz „Berg“ und das freiadelige Haus Groß-Künckel. Trotz der Appellation ans RKG wird der Prozeß an der Vorinstanz weiterverhandelt. Offenbar hatten verschiedene Gläubiger an den Gerichten Wassenberg und Heinsberg Klage gegen den Freiherrn von Calcum gen. Lohausen erhoben, wovon dieser an den Hofrat zu Düsseldorf appellierte.
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Appellation gegen das Urteil der Vorinstanz vom 24. Nov. 1740, wonach der Appellant zur privaten Zahlung der von Francis Dorst eingeklagten Schuldforderung über 142 Rtlr. 34 Albus samt Zinsen vorbehaltlich des appellantischen Regreßanspruches gegen den Freiherrn von Dehlen verurteilt worden ist. Der Appellant wendet ein, es handle sich um Erbschulden, so daß der Miterbe von Dehlen die Hälfte der Schulden tragen müsse. Von Dehlen behauptet, der Appellant hätte die Schulden selbst verursacht. Hintergrund des Streites sind die belasteten jül. Erbgüter der Juliana Bernhardina Wilhelmina von Calcum gen. Lohausen und der Maria Polixenia Henrietta von Gehlen, Töchter des kaiserl. Generalfeldmarschalleutnants und kurpfälz. Generalfeldzeugmeisterobristen sowie Gouverneurs der Festung Mannheim Freiherr Johann Christian Zobel (gest. Sept. 1739) und der Agneta Elisabetha geb. Freiin von Be(e)ck (gest. Jan. 1734), nämlich der Rittersitz Hückelhoven, der Hof „Heidmühle“ (Thomasmühle in Hückelhoven ?), der Rittersitz „Berg“ und das freiadelige Haus Groß-Künckel. Trotz der Appellation ans RKG wird der Prozeß an der Vorinstanz weiterverhandelt. Offenbar hatten verschiedene Gläubiger an den Gerichten Wassenberg und Heinsberg Klage gegen den Freiherrn von Calcum gen. Lohausen erhoben, wovon dieser an den Hofrat zu Düsseldorf appellierte.
AA 0627, 834 - C 46/63
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 1. Buchstabe C
1742 - 1745 (1730 - 1746)
Enthaeltvermerke: Kläger: Obristleutnant Freiherr Friedrich Wilhelm Gumbrecht von Calcum (Calckum) gen. Lohausen, Herr zu Hückelhoven (Kr. Erkelenz), Lauvenburg („alten Lauvenberg“, „Altlovenburg“, Kr. Grevenbroich) und Blech (Bergisch- Gladbach), Kapitän der Ballei des Deutschen Ordens zu Utrecht, namens seiner Frau Juliana Bernhardina Wilhelmina von Zobel, (Bekl.: Calcum und Interessent Dehlen) Beklagter: Hofrat Francis Dorst zu Ratheim (Kr. Erkelenz), Freiherr Stephan von Dehlen zu Groß-Künkel (Gem. Doveren, Kr. Erkelenz), Mitglied der Ritterschaft des Landes Nymwegen, namens seiner Frau Maria Polixenia Henrietta von Zobel und andere Interessenten: die Kölner Handelsleute Abraham Peltzer zu Wassenberg (Selfkantkr. Geilenkirchen-Heinsberg), N. Balckhaus und Schüller compag., (Kl.: Dorst) Prokuratoren (Kl.): Lic. Simon Heinrich Gondela 1742 - Subst.: Lic. Johann Werner Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Hermann Scheurer 1742 - Subst.: Dr. Georg Melchior Hofmann - Dr. J(ohann) Goy (für Dorst) (1742) - Lic. Deuren (1742) - Lic. J(ohann) A(ndreas) Dietz (für Dehlen) (1742) - Dr. Seipp 1742 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat zu Düsseldorf (Präsident und Räte) (1740 - 1741) - 2. RKG 1742 - 1745 (1730 - 1746) Beweismittel: Urteil der 1. Instanz vom 24. Nov. 1740 (34). Ehevertrag zwischen von Calcum gen. Lohausen und von Zobel vom 24. Feb. 1730 (65 - 68). Ehevertrag zwischen von Dehlen und von Zobel vom 20. Mai 1736 (68 - 72). Erbteilungsvertrag vom 3. Dez. 1739 (75f.). Inventar über Schuldenlasten auf den Zobelschen Erbgütern (79f.). Gerichtliches Verfahren vor dem Vogt von Wassenberg 1741 in Sachen Dorst ./. von Calcum gen. Lohausen (158 - 162). Schuldforderungen der Kaufhändler Balckhausen und Schuller compag. von 1724 - 1739 (163). Schuldforderungen des Abraham Peltzer von 1739 (164). Auszug aus Prozeßakten (Sentenzen) des Hofratsdicasteriums zu Düsseldorf 1742 - 1744 in Sachen von Calcum gen. Lohausen ./. Dorst, von Gehlen, Peltzer u. a. (212). Auflistung der Splitterschulden (253). Korrespondenz zwischen dem Frhr. Johann Christian von Zobel von 1736 - 1738 und seinen Töchtern und Schwiegersöhnen von 1736 - 1738, teils in französischer Sprache (298 - 312). Gerichtskostenrechnung der Witwe des Juden Moyses Lippman zu Linnich in Sachen Witwe Lippman ./. von Calcum zu Lohausen vor dem Hofrat zu Düsseldorf (314 - 320). Beschreibung: 6 cm, 325 Bl., lose; Q 1 - 12, 14 - 42, Q 13 (Vollmacht Dr. Goy) fehlt; 2 Beilagen (Littera XX und YY) prod. 3. Dez. 1745 und 26. Aug. 1746.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:16 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 1. Buchstabe C (Gliederung)