Guts- und Familienarchiv von Ilten zu Gestorf (Bestand)
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NLA HA, Dep. 146
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.2 Familien- und Gutsarchive
1618-1993
Bestandsgeschichte: Mit den 2014 in das Niedersächsische Landesarchiv gelangten Akten wurde auch ein Findbuch abgegeben in dem fast alle Unterlagen unter Angabe einer Signatur enthalten waren. Dieses Findbuch wurde 1979/80 vermutlich von Jobst Hermann von Ilten erstellt, da sich die Initialen "J. H. v. I. 1979" auf vielen Akten finden. Darüber hinaus befinden sich auf einer Vielzahl von Akten weitere Informationen zum Akteninhalt bzw. zu familiären Zusammenhängen, die im Zuge der Neuordnung 1979/80 vermerkt wurden. Dem Findbuch ist auch eine bestandsgeschichtliche Einleitung vorangestellt, sowie ein Auflistung von Unterlagen der Gutsverwaltung nach 1945, die keine Signatur erhalten haben.
Das Haus der Familie von Ilten in Gestorf brannte 1881 ab und damit verbrannten auch alle älteren Schriftstücke (Urkunden, Akten etc.). Eine Anzahl von Unterlagen, insbesondere aus dem 19. Jahrhundert erhielt sich aber, da sie entweder im Arbeitszimmer des damaligen Gutsbesitzers Otto von Ilten oder außerhalb in Bearbeitung gewesen waren. Otto von Ilten nahm nach dem Brand eine Neuordnung der noch vorhanden Unterlagen vor. Nach dem Verkauf des Schlosses Gestorf 1954 wurde das Archiv im "Raum unterhalb des Herrenzimmers" eingerichtet. Diesen Raum teilte sich das Archiv mit dem Verein der Baltendeutschen. Aufgrund von Platzmangel erfolgte ein erneuter Umzug des Archivs Ende der 1970er Jahre in andere Räumlichkeiten. Im Rahmen der Umlagerung nahm vermutlich Jobst Hermann von Ilten eine Neuordnung der Unterlagen vor, deren Ordnung durcheinander geraten war. Ein Verzeichnis über die vorhandenen Akten war nach seiner Aussage nicht vorhanden gewesen. Ziel dieser Neuordnung sollte es sein, dass die Akten ohne große Umstände zur Verfügung stehen sollten. Im Zuge der Neuordnung erstellte von Ilten eine neue Ordnung nach Sachgruppen und vergab Signaturen (z.B. für die Rubrik Familie "Fam" mit fortlaufender Nummer). Seines Erachtens nicht erhaltenswerte Unterlage wurden von ihm aussortiert und wohl kassiert. Dies betraf ganze Akten, aber auch einzelne Schriftstücke in Akten, die er bei seiner Durchsicht entfernte. Wie bereits erwähnt, vermerkte von Ilten, Hinweise zur Familiengeschichte oder verwandtschaftlichen Beziehungen bzw. zum Akteninhalt direkt auf der Akte oder auf einem beiliegenden Zettel in der Akte. Die Akten wurden anschließend einzeln mit Packpapier verpackt und die Signatur mit Hilfe eines aufgeklebten Zettels auf dem Stück vermerkt.
Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde im Februar und März 2016 verzeichnet. Das bereits vorhandene Findbuch sowie die Anmerkungen und Notizen auf bzw. in den Akten boten eine gute Orientierung bei den Verzeichnungsarbeiten. Darüber hinaus wurden auch Unterlagen der jüngeren Zeit (ab ca. 1945) abgegeben, die zwar wie erwähnt, keine Signatur erhalten hatten, zu denen sich aber Listen im Findbuch befanden und somit auch hier die Zuordnung der Akten erleichtert wurde.
Die von Jobst Hermann von Ilten vergebenen Signaturen wurden in das Feld "Organisations- und Aktenzeichen" eingepflegt, damit eine Bereitstellung von Unterlagen des Bestands, insbesondere für Mitglieder der Familie von Ilten, die diese Signaturen möglicherweise verwenden, problemlos möglich ist. Die vorhandene sachthematische Gliederung, bei der einzelnen Punkten oft nur wenige Akten zugeordnet waren, wurde nicht übernommen. Stattdessen wurden drei neue Gliederungspunkte "Gutsarchiv", "Familienarchiv" und "Varia" gebildet und die Akten entspechend zugeordnet. Bei der Verzeichnung fiel auf, dass die Nr. 26 (Bau 7b), Nr. 114 (Fam 4) und Nr. 155 (Priv 2) fehlten. Bei Nr. 155 fand sich der Hinweis, dass die Akte entnommen wurde, bei den anderen beiden Akten ist deren Verbleib nicht bekannt.
Bestandsgeschichte: Der Erhaltungszustand der Unterlagen ist gut. Jedoch weist eine Vielzahl von Aktendeckeln Stockflecken und/oder Verschmutzungen auf, leichter Schimmelbefall findet sich ebenfalls bei ein paar Akten. Durch die Verpackung der Unterlagen in Packpapier konnte aber wohl weiterer Schaden (u.a. durch Schmutz, Licht) abgewendet werden.
Bearbeiter: S. Günteroth (2016)
Das Haus der Familie von Ilten in Gestorf brannte 1881 ab und damit verbrannten auch alle älteren Schriftstücke (Urkunden, Akten etc.). Eine Anzahl von Unterlagen, insbesondere aus dem 19. Jahrhundert erhielt sich aber, da sie entweder im Arbeitszimmer des damaligen Gutsbesitzers Otto von Ilten oder außerhalb in Bearbeitung gewesen waren. Otto von Ilten nahm nach dem Brand eine Neuordnung der noch vorhanden Unterlagen vor. Nach dem Verkauf des Schlosses Gestorf 1954 wurde das Archiv im "Raum unterhalb des Herrenzimmers" eingerichtet. Diesen Raum teilte sich das Archiv mit dem Verein der Baltendeutschen. Aufgrund von Platzmangel erfolgte ein erneuter Umzug des Archivs Ende der 1970er Jahre in andere Räumlichkeiten. Im Rahmen der Umlagerung nahm vermutlich Jobst Hermann von Ilten eine Neuordnung der Unterlagen vor, deren Ordnung durcheinander geraten war. Ein Verzeichnis über die vorhandenen Akten war nach seiner Aussage nicht vorhanden gewesen. Ziel dieser Neuordnung sollte es sein, dass die Akten ohne große Umstände zur Verfügung stehen sollten. Im Zuge der Neuordnung erstellte von Ilten eine neue Ordnung nach Sachgruppen und vergab Signaturen (z.B. für die Rubrik Familie "Fam" mit fortlaufender Nummer). Seines Erachtens nicht erhaltenswerte Unterlage wurden von ihm aussortiert und wohl kassiert. Dies betraf ganze Akten, aber auch einzelne Schriftstücke in Akten, die er bei seiner Durchsicht entfernte. Wie bereits erwähnt, vermerkte von Ilten, Hinweise zur Familiengeschichte oder verwandtschaftlichen Beziehungen bzw. zum Akteninhalt direkt auf der Akte oder auf einem beiliegenden Zettel in der Akte. Die Akten wurden anschließend einzeln mit Packpapier verpackt und die Signatur mit Hilfe eines aufgeklebten Zettels auf dem Stück vermerkt.
Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde im Februar und März 2016 verzeichnet. Das bereits vorhandene Findbuch sowie die Anmerkungen und Notizen auf bzw. in den Akten boten eine gute Orientierung bei den Verzeichnungsarbeiten. Darüber hinaus wurden auch Unterlagen der jüngeren Zeit (ab ca. 1945) abgegeben, die zwar wie erwähnt, keine Signatur erhalten hatten, zu denen sich aber Listen im Findbuch befanden und somit auch hier die Zuordnung der Akten erleichtert wurde.
Die von Jobst Hermann von Ilten vergebenen Signaturen wurden in das Feld "Organisations- und Aktenzeichen" eingepflegt, damit eine Bereitstellung von Unterlagen des Bestands, insbesondere für Mitglieder der Familie von Ilten, die diese Signaturen möglicherweise verwenden, problemlos möglich ist. Die vorhandene sachthematische Gliederung, bei der einzelnen Punkten oft nur wenige Akten zugeordnet waren, wurde nicht übernommen. Stattdessen wurden drei neue Gliederungspunkte "Gutsarchiv", "Familienarchiv" und "Varia" gebildet und die Akten entspechend zugeordnet. Bei der Verzeichnung fiel auf, dass die Nr. 26 (Bau 7b), Nr. 114 (Fam 4) und Nr. 155 (Priv 2) fehlten. Bei Nr. 155 fand sich der Hinweis, dass die Akte entnommen wurde, bei den anderen beiden Akten ist deren Verbleib nicht bekannt.
Bestandsgeschichte: Der Erhaltungszustand der Unterlagen ist gut. Jedoch weist eine Vielzahl von Aktendeckeln Stockflecken und/oder Verschmutzungen auf, leichter Schimmelbefall findet sich ebenfalls bei ein paar Akten. Durch die Verpackung der Unterlagen in Packpapier konnte aber wohl weiterer Schaden (u.a. durch Schmutz, Licht) abgewendet werden.
Bearbeiter: S. Günteroth (2016)
6,6 lfdm
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST