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Deppe Meier zu Milse, Vogtei Oerlinghausen, für seine eheliche Tochter Geseke gegen Jobst Alderogge (Altrogge, Oltrogge, Olrogge) im Kirchspiel Oerlinghausen, wegen einer Eheklage
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Deppe Meier zu Milse, Vogtei Oerlinghausen, für seine eheliche Tochter Geseke gegen Jobst Alderogge (Altrogge, Oltrogge, Olrogge) im Kirchspiel Oerlinghausen, wegen einer Eheklage
Geistliches Gericht in Lippe >> 6. Nr. 1001 - 1200
1587-1591
Enthaeltvermerke: Enthält auch: Diderich Cottmann, Gottschalcks seligen Soene [Sohn], Bürgermeister; Johann Groten zu Lemgo, gräflich lippischer Kommissar; Alexander Grothe, Richter zu Lemgo; Schweder Steinhauß (Steinhaus), Gograf zu Beilfelde [Bielefeld]; Die Zeugen: 1) Die Braunische (Brunische) Stine, ungefähr 40 Jahre alt, frei, ernährt sich von ihrem Meiergut; 2) Die alte Meiyersche zu Evenhausen (Vogtei Oerlinghausen), Beatha, ungefähr 70 Jahre alt, eigen, Schwägerin des Meiers zu Milse (seine erste Frau war ihre Schwester); 3) Netke zu Milse, ungefähr 20 Jahre alt, eigen, ehelich geboren, Jungfrau, Tochter des Meiers zu Milse; 4) Jost zu Milse, ungefähr 22 Jahre alt, eigen, dient bei seinem Vater dem Meier zu Milse, ehelich geboren; 5) Strus (Strauß, Stracks) Jost (hat 1 oder 2 unechte Kinder), ungefähr 35 Jahre alt, frei, Zimmerknecht, ehelich geboren; 6) Strus Gerke, ungefähr 25 Jahre alt, frei, Schweppen Knecht, ist jetzt bei seinem Bruder; 7) Strus Ilse, ungefähr 43 Jahre alt, freier Geburt, ehelich geboren, hat von 2 Vätern 3 Kinder außerhalb der Ehe; 8) Deppe im Struße (Struis Deppe), ungefähr über 30 Jahre alt, frei, Kleinschnitker und Müller, ehelich geboren, Deppe im Struß hat Silemans Tochter zu Bronkesenn beschlafen; 9) seine Frau Ilse (hat 1 unechtes Kind), ungefähr 40 Jahre, frei, ernährt sich mit Spillen und Werffenn, ehelich geboren; 10) Jacob Schneider in der Wese (Wiese), ungefähr 50 Jahre alt, frei, Schneider, ehelich geboren; 11) seine Ehefrau, ungefähr 42 Jahre alt, eigen dem Bernd von Exter zu Herberhausen, ernährt sich mit Spillenn und Weruenn, echt geboren, Frau Schneider hat ein unechtes Kind. Jakob Schneider hat keine Kinder außerhalb der Ehe, hat 6 eheliche Kinder mit seiner jetzigen Frau; 12) Henrich in der Wese (Wiese), ungefähr 3 Stiege Jahre alt, frei geboren, Taglöhner und Radmacher, ehelich geboren, hat außerhalb der Ehe 1 Kind; 13) Henrich Valtmann zu Ehrdissen, ungefähr 22 Jahre alt, frei, ist Valtmanns Sohn tut seines Vaters Arbeit, ehelich geboren; 14) Bartels Anneke in der Wese (hat 1 unechtes Kind), ungefähr 36 oder 37 Jahre, frei, ernährt sich mit Spillenn und Weruenn, nicht ehelich geboren, ist dem Meier zu Milse im 3. Grad schwägerlich verwandt; 15) Anneken Bartels Bruder Deppe im Milserbroich, ungefähr 25 Jahre alt, frei, Schneider 16) Die Wrambsche (Wrampische, Wrampe), ungefähr 24 Jahre alt, eigen dem Herrn von der Lippe, ernährt sich von dem Meyergut
Geistliches Gericht
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.