Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg bestätigt, daß er von Johann Friedrich Graf zu Hohenlohe und Gleichen, zu den bereits geliehenen 10 000 fl nochmal 30 000 fl geliehen hat. Er bescheinigt, die Summe in die Kirchengutskasse erhalten zu haben, und verpflichtet sich, das geliehene Geld mit 5 % zu verzinsen und die Zinsen von 1500 fl jährlich an Georgii [Apr. 23] nach Öhringen oder Weikersheim zu liefern. Die geliehene Summe ist nach 6 Jahren, auf Georgii 1700, mit einer vierteljährigen Frist kündbar, doch kann sie dann im Notfall in jährlichen Raten von 10 000 fl abgestattet werden. Die Summe wird zur Auslösung von Oberräten, Prälaten und anderen Geiseln benötigt, die von den Franzosen als Sicherung für eine Brandschatzungssumme in Straßburg festgehalten werden. Zur Sicherung dienen die Einnahmen des Klosters Lichtenstern, auf das mit den früheren 10 000 fl jetzt 40 000 fl aufgenommen sind. Bei Zahlungsverzug von Zins oder Hauptgut kann auf das Pfand zurückgegriffen werden. Der Klosterhofmeister von Lichtenstern, Johann Jacob Breuner, hat die Zinsen jährlich an den Gläubiger zu liefern.
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Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg bestätigt, daß er von Johann Friedrich Graf zu Hohenlohe und Gleichen, zu den bereits geliehenen 10 000 fl nochmal 30 000 fl geliehen hat. Er bescheinigt, die Summe in die Kirchengutskasse erhalten zu haben, und verpflichtet sich, das geliehene Geld mit 5 % zu verzinsen und die Zinsen von 1500 fl jährlich an Georgii [Apr. 23] nach Öhringen oder Weikersheim zu liefern. Die geliehene Summe ist nach 6 Jahren, auf Georgii 1700, mit einer vierteljährigen Frist kündbar, doch kann sie dann im Notfall in jährlichen Raten von 10 000 fl abgestattet werden. Die Summe wird zur Auslösung von Oberräten, Prälaten und anderen Geiseln benötigt, die von den Franzosen als Sicherung für eine Brandschatzungssumme in Straßburg festgehalten werden. Zur Sicherung dienen die Einnahmen des Klosters Lichtenstern, auf das mit den früheren 10 000 fl jetzt 40 000 fl aufgenommen sind. Bei Zahlungsverzug von Zins oder Hauptgut kann auf das Pfand zurückgegriffen werden. Der Klosterhofmeister von Lichtenstern, Johann Jacob Breuner, hat die Zinsen jährlich an den Gläubiger zu liefern.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 249 a U 63
Aus: A 248 Bü 1064
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 249 a Rentkammer: Urkunden
Rentkammer: Urkunden >> Urkunden
1694 April 23 (Georg)
Quart (Höhe x Breite)
Urkunden
Siegler: A.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Vermerke: Rv.: Von 1700 Mai 29 über die vollständige Ablösung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Unterschrift des A.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Vermerke: Rv.: Von 1700 Mai 29 über die vollständige Ablösung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Unterschrift des A.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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21.11.2025, 3:27 PM CET
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