Vertrag zwischen Erzherzog Maximilian, Administrator des Hochmeistertums in Preußen, Deutschordensmeister in Deutschen und Welschen Landen, einerseits und Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm andererseits über die schwebenden Jurisdiktionsstreitigkeiten: Darin erkennt Pfalz-Neuburg den Anspruch des Deutschordens auf Steuerfreiheit seiner Untertanen an, teilen die Parteien die obrigkeitlichen Befugnisse in der Zöschinger Markung, vereinigen sie sich bezüglich der Bestrafung der Holzfrevler, der Nachsteuer, des Zolls, der Weide der Deutschordens-Bauern zu Marbach im Gebiet von Guntzenheim, der Jurisdiktion auf dem Hof zu Sibenaich oder Simmach und auf dem Uhlberg und a. m. Unentschieden bleiben die Fragen wegen der Obrigkeit über das Dorf Ro{e}ttenbach, Ober- und Nieder-Mauckh und Aiczenach und wegen der Geäcker zu Schwartzbach. Die Vorverhandlungen bis zu dem Rezess vom 6. Oktober 1615 wurden geführt von: Joh. Eus. von Westernach, Statthalter zu Mergentheim und Komtur zu Kapfenburg, Carll Freiherr zu Wolckenstein, Komtur zu Hailberg und Speyer, Dr. Joh. Jak. Cappelberkh, Rat des Deutschen Ordens, Dr. Joh. Zo{e}schlin, Kanzler zu Neuburg und Pfleger zu Gundelfingen, Dr. Andreas Vorstenheuser, Landschaftsadvokat, Dr. Matthäus Stürtzel. Orte mit Deutschordensuntertanen: Engelreuth, Aytzenach, Seelgenstatt, Roggenriedt, Ebenriedt, Mu{e]ßdorff, Appersdorff, O{e}ttelhausen, Schweighausen, zum Schellenberg, Zirgesheim, Erlingshoven, Sundernheim, Undergla{e}heim, Mörßlingen, Teysenhoven, Landtshausen, Burckhhagel, Dattenhausen, Memmingen, Stauffen, Buchhagell, Mettenfeldt. Namen von Deutschordens-Untertanen: Georg Karg, Thomas Widenman.
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Vertrag zwischen Erzherzog Maximilian, Administrator des Hochmeistertums in Preußen, Deutschordensmeister in Deutschen und Welschen Landen, einerseits und Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm andererseits über die schwebenden Jurisdiktionsstreitigkeiten: Darin erkennt Pfalz-Neuburg den Anspruch des Deutschordens auf Steuerfreiheit seiner Untertanen an, teilen die Parteien die obrigkeitlichen Befugnisse in der Zöschinger Markung, vereinigen sie sich bezüglich der Bestrafung der Holzfrevler, der Nachsteuer, des Zolls, der Weide der Deutschordens-Bauern zu Marbach im Gebiet von Guntzenheim, der Jurisdiktion auf dem Hof zu Sibenaich oder Simmach und auf dem Uhlberg und a. m. Unentschieden bleiben die Fragen wegen der Obrigkeit über das Dorf Ro{e}ttenbach, Ober- und Nieder-Mauckh und Aiczenach und wegen der Geäcker zu Schwartzbach. Die Vorverhandlungen bis zu dem Rezess vom 6. Oktober 1615 wurden geführt von: Joh. Eus. von Westernach, Statthalter zu Mergentheim und Komtur zu Kapfenburg, Carll Freiherr zu Wolckenstein, Komtur zu Hailberg und Speyer, Dr. Joh. Jak. Cappelberkh, Rat des Deutschen Ordens, Dr. Joh. Zo{e}schlin, Kanzler zu Neuburg und Pfleger zu Gundelfingen, Dr. Andreas Vorstenheuser, Landschaftsadvokat, Dr. Matthäus Stürtzel. Orte mit Deutschordensuntertanen: Engelreuth, Aytzenach, Seelgenstatt, Roggenriedt, Ebenriedt, Mu{e]ßdorff, Appersdorff, O{e}ttelhausen, Schweighausen, zum Schellenberg, Zirgesheim, Erlingshoven, Sundernheim, Undergla{e}heim, Mörßlingen, Teysenhoven, Landtshausen, Burckhhagel, Dattenhausen, Memmingen, Stauffen, Buchhagell, Mettenfeldt. Namen von Deutschordens-Untertanen: Georg Karg, Thomas Widenman.
Ritterorden, Urkunden 1045
Zusatzklassifikation: Vertrag
Ritterorden, Urkunden
Ritterorden, Urkunden >> Ritterorden, Urkunden >> 1. Deutscher Orden überhaupt
1616 Januar 27
Urkunden
ger
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: a) Ausf., dt., Perg.libell, mit 2 Sg. und 2 Unterschriften. [Provenienz: Meistertum]; d) Abschrift, notariell beglaubigt von Franz Simon Molitor, Mergentheim 9. Mai 1700. [Provenienz: Landkommende Ellingen?]
Äußere Beschreibung: a) Ausf., dt., Perg.libell, mit 2 Sg. und 2 Unterschriften. [Provenienz: Meistertum]; d) Abschrift, notariell beglaubigt von Franz Simon Molitor, Mergentheim 9. Mai 1700. [Provenienz: Landkommende Ellingen?]
Die Ausfertigung für Pfalz-Neuburg (b) befindet sich im BayHStA, ebenso eine weitere Abschrift auf Papier (c).
Maximilian, Erzherzog (Administrator des Deutschordenshochmeistertums)
Pfalz-Neuburg, Wolfgang-Wilhelm Pfalzgraf v.
Westernach, Johann Eustachius v.
Wolkenstein, Karl v.
Kappelberg, Johann Jakob, Dr.
Zöschlin, Johann, Dr.
Vorstenhäuser, Andreas, Dr.
Stürtzel, Matthäus, Dr.
Karg, Georg
Widenmann, Thomas
Molitor, Franz Simon
Zöschingen (Lkr. Dillingen a. d. Donau)
Marbach (Gde. Harburg (Schwaben), Lkr. Donau-Ries)
Gunzenheim (Gde. Kaisheim, Lkr. Donau-Ries)
Siebeneichhöfe (Gde. Treuchtlingen, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen)
Uhlberg (bei Treuchtlingen, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen)
Röttenbach (Lkr. Roth)
Obermauk (Gde. Georgensgmünd, Lkr. Roth)
Niedermauck (Gde. Röttenbach, Lkr. Roth)
Atzeneich (abgeg. südwestl. Altenheideck, Gde. Heideck, Lkr. Roth)
Schwarzbach (unklar)
Engelreuth (Gde. Pleinfeld, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen)
Selingstadt (Gde. Heideck, Lkr. Roth)
Roggenried (unklar)
Ebenried (Gde. Allersberg, Lkr. Roth)
Mußdorf (unklar)
Eppersdorf (Gde. Allersberg, Lkr. Roth)
Öttelhausen (unklar)
Schweighausen (unklar)
Schellenberg (wohl heute Ortsteil Donauwörth, Lkr. Donau-Ries)
Zirgesheim (Gde. Donauwörth, Lkr. Donau-Ries)
Erlingshofen (Gde. Kinding, Lkr. Eichstätt oder Gde. Tapfheim, Lkr. Donau-Ries)
Sundernheim (unklar)
Unterglauheim (Gde. Blindheim, Lkr. Dillingen a. d. Donau)
Mörslingen (Gde. Finningen, Lkr. Dillingen a. d. Donau)
Deisenhofen (Gde. Höchstadt a. d. Donau, Lkr. Dillingen a. d. Donau)
Landshausen (Gde. Syrgenstein, Lkr. Dillingen a. d. Donau)
Burghagel (Gde. Bachhagel, Lkr. Dillingen a. d. Donau)
Dattenhausen (unklar)
Memmingen (Lkr. Memmingen?)
Staufen (Gde. Syrgenstein, Lkr. Dillingen a. d. Donau)
Bachhagel (Lkr. Dillingen a. d. Donau)
Mettenfeld (unklar, bei Stauffen)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 11:52 MESZ
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