Erbvertrag
Vollständigen Titel anzeigen
N 095 Luster-Haggeney, 1
N 095 Luster-Haggeney Luster-Haggeney
Luster-Haggeney
1709 Dezember 31
Regest: Heinrich Diederich von Ketteler, Herr auf Haus Middelburg, bestätigt, dass am Tag der Ausstellung die Eheleute Johan Kasper Haggeney angezeigt haben, dass sie ihr Haggeney-Erbde ihrer Nichte Elisabeth Korff und Johann Niggehaus überlassen wollen. Die Eheleute Haggeney wollen jedoch als Besitzer, die Empfänger als "Knecht und Magdt" auf dem Hof leben. Die jungen Leute sollen den Sterbfall und die Auffahrtsgelder zahlen. Die Summe hat Hermann Suermann aus Göttingen ausgehandelt: zwei Sterbekühe und 125 Rtlr., von denen 50 sofort, weitere 50 zu Ostern des kommenden Jahres 1710, der Rest binnen Jahresfrist zu zahlen sind. Weder alte noch neue Bauern dürfen ohne Kenntnis des Grundherrn Nutzholz schlagen und Schulden aufnehmen. Die beiden jungen Leute sind laut vorliegender Freibriefe frei, geben sich aber wieder dem Hause Middelburg zu eigen. Daher werden künftig zwei ihrer Kinder ebenfalls wieder frei sein. Siegelankündigung. Unterschrift des Ausstellers.
Urkunden
Siegelbeschreibung: Aussteller, Lacksiegel, aufgedrückt
Rechtsstatus: Schenkung;Depositum;Amtliche Abgabe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:41 MEZ