Kgl. Eisenbahndirektion Hannover betr. Regierungsbezirk Stade (Bestand)
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NLA ST, Rep. 105
Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche und kommunale Bestände >> 1.1 Akten >> 1.1.4 Fachbehörden (bis heute) >> 1.1.4.7 Verkehr und Kommunikation
1845-1962
Bestandsgeschichte: Behördengeschichte
Nachdem 1841 das Staatsministerium mit den Vorarbeiten für den staatlichen Eisenbahnbau begonnen hatte, wurde 1843 für die Bauleitung und den Betrieb der Staatseisenbahnen eine Hannoversche Eisenbahndirektion unter Leitung des Ministers des Innern gegründet (Gesetz-Sammlung, I. Abt. S. 151). 1842 war bereits eine Eisenbahn-Kommission in Hannover errichtet worden. Die Behörde trug später den Namen "Generaldirektion der Eisenbahnen".
Mit der Einverleibung des Königreichs Hannover in Preußen wurde auch die hannoversche Staatsbahn am 15.12.1865 von Preußen übernommen und die hannoversche Generaldirektion als preußische Eisenbahndirektion Hannover fortgeführt. Sie ressortierte beim Berliner Ministerium für Handel (später: für öffentliche Arbeiten).
Den königlich preußischen Eisenbahndirektionen oblag als Mittelinstanz der preußischen Staatsbahn die oberste Leitung der Verwaltung aller zu ihrem Gebiet gehörenden, im Bau und im Betrieb befindlichen Staatsbahnen und Privatbahnen unter staatlicher Verwaltung. Für die preußischen Direktionsbezirke hatte sich bis 1895 das Rutensystem durchgesetzt, d.h. dass einzelne Linien mit ihrer gesamten Länge einer einzelnen Direktion zugeordnet wurden. Doch wurden die Direktionsbezirke in der Folgezeit in sich abgerundet und flächendeckend nach dem Territorialsystem gebildet (d.h. die verwaltete Linien liegen konzentrisch um einen Direktionssitz; größere Strecken wurden dabei oft von mehreren Direktionen verwaltet).
Die Aufgaben liegen im einzelnen zum einen auf dem Gebiet des Betriebes, das die Zusammenstellung, Beförderung und Auflösung der Züge sowie die Bedienung der Ladestellen umfasst, zum anderen auf dem Gebiet des eigentlichen Verkehrs, d.h. der Verwaltungstätigkeit, durch die die Benutzung dieser Beförderungsmöglichkeit vermittelt wird sowie dem Maschinenwesen, das der Unterhaltung, der Erneuerung
Bestandsgeschichte: und der Ergänzung der Betriebsmittel und der maschinellen Anlagen dient. Eine der größten Aufgaben ist ferner das Bauwesen, dem die Unterhaltung, Erneuerung und Ergänzung der Bahnanlagen sowie die Ausführung von Neubauten obliegt, und schließlich das Personalwesen, das die Bearbeitung der Beamten-, Angestellten- und Arbeiterfragen zu erledigen hat.
Am 21.2.1880 wurde mit Wirkung vom 1. April eine Eisenbahndirektion in Münster aufgelöst und der Bezirk der von ihr verwalteten Westfälischen Eisenbahn mit dem Verwaltungsbezirk der Eisenbahndirektion Hannover vereinigt. Ihr Netz wurde in die "Betriebsämter" Münster, Paderborn und Dortmund aufgeteilt, die Strecken wurden zum Teil der ED Essen, zum anderen Teil der ED Hannover zugewiesen. Als der gewaltige Aufschwung der deutschen Wirtschaft Anfang der neunziger Jahre die Eisenbahn vor immer größerer Aufgaben stellte und damit eine umfassende Neuordnung der preußischen Staatsbahnverwaltung notwendig machte, erfolgte mittels einer "Verwaltungsordnung für die Preuß. Staatsbahnen" vom 1. April 1895 eine Umorganisation der Eisenbahnverwaltungsbehörden und die Wiedereinrichtung einer Eisenbahndirektion in Münster zu diesem Datum. (vgl. ZGS 2/1 Nr. 335) (der Bestand liegt im StA Münster). Die 1880 hinzugewonnenen Gebiete schieden also 1895 wiederum aus.
Der Bezirk und das Streckennetz der Direktion Hannover änderten sich bis 1891 außer der bereits erwähnten zeitweiligen Angliederung des Direktionsbereichs Münster durch
- Auflösung der Main-Weser-Bahn in Kassel
- Aufösung der Direktion der Braunschweigischen Eisenbahnen
- Übernahme der Strecke Uelzen - Langwedel von der Direktion Magdeburg
- Übernahme der Unterelbeschen Eisenbahn Harburg-Cuxhaven
(vgl. Streckennetz "Strecken der Direktion Hannover" 1899")
Am 1.4.1905 ging das Reichsbahn-Betriebsamt Salzwedel und mit ihm die Strecke Uelzen - Salzwedel an die
Bestandsgeschichte: Eisenbahndirektion Hannover.
Die Auflösung der RBD Magdeburg zum 1.10.1931 bedeutete für die RBD Hannover einen Zugewinn an Strecken. Nach der Übernahme der meisten Strecken des früheren Direktionsbezirks Magdeburg reichte der Bezirk Hannover von der Nordsee bis zum Harz, von der Elbe bis an das Ruhrgebiet. Das Gebiet überschritt bei weitem die Grenzen des gleichnamigen Regierungsbezirks sowohl nach Westen und Osten wie auch sehr weit nach Norden. Andererseits ragte von Nordwesten ein Gebiet der Reichsbahndirektion Münster tief bis an die Weser in den Regierungsbezirk Hannover hinein. Der Bezirk Hannover umfasst die Gebiete zwischen Weser und Elbe mit Einschluss der Nordseehäfen Cuxhaven und Wesermünde-Bremerhaven. Nach Süden hin verläuft die Grenze etwa in der Linie Stendal-Hildesheim-Hameln-Bielefeld. Ein Ausläufer erstreckt sich bis in das westfälische Industriegebiet, in die Gegend von Hamm.
Die RBD Hannover gewann durch Angliederung der Magdeburger Strecken, gab im Gegenzug aber verschiedene Teile ab: die RBD Altona erhielt die Teilstrecke Emmendorf (Uelzen) - Harburg der Strecke Hamburg - Hannover, die Strecken Lüneburg - Buchholz - Bremervörde, Soltau - Buchholz, Bremervörde - Rotenburg, Rotenburg - Visselhövede, Stade - Hesedorf, Uelzen - Dannenberg und Wittenberge - Stendal. Die Strecke Lüneburg - Wittenberge gehörte bereits zu Altona. Das gesamte Gebiet der Elbmündung lag nun in der Hand einer einzigen Direktion, während dafür bisher drei verschiedene Direktion zuständig waren. Die RBD Berlin bekam das Stück von Berlin bis zur Elbbrücke kurz vor Stendal. Die Nordgrenze der Direktion Hannover bildete künftig die Strecke Bremen - Uelzen - Stendal (vgl. ZGS 2/1 Nr. 335). 1934 erhielt die RBD Hannover durch Auflösung der RBD Oldenburg nur die Verwaltung der Strecke Bremen - Hude - Blexen und Delmenhorst - Lemwerder hinzu (der Rest der RBD Oldenburg fiel
Bestandsgeschichte: an die RBD Münster und gelangte erst nach deren Auflösung 1975 an den Bezirk Hannover).
Bestandsgeschichte
Im Zuge einer Bewertung des in Leinhausen bei Hannover vorhandenen 'Bahnarchivs', das die Altakten der ehemaligen Reichsbahn- bzw. Bundesbahndirektionen Hannover, Oldenburg (1935 aufgelöst) und Münster (1968 aufgelöst) verwaltete, wurden am 1. Oktober 2002 von Frau Dr. Graf für den Sprengel des ehemaligen Regierungsbezirks Stade, die dort vorhandenen Strecken- und Grunderwerbsakten durchgesehen und bewertet. Während die wenigen Streckenakten komplett übernommen wurden (ein Großteil der in Frage kommenden Strecken unterstand allerdings der Reichsbahndirektion Hamburg, siehe Bestände 374-14 und 374-15 des Staatsarchivs Hamburg, hier im Findbuch einsehbar unter Signatur FA 7/14!), mußte bei den nach Gemarkungen vorliegenden Grunderwerbsakten im Umfang von rund 15 lfdm. eine Auswahl vollzogen werden. Die vorliegenden Akten sind das Ergebnis dieser Bewertung, die vor allem Gemarkungen berücksichtigte, aus deren Landratsämterbeständen (Signatur: Rep. 174...) bisher keine derartigen Akten überliefert sind. Von den betroffenen Kreisen Cuxhaven, Osterholz-Scharmbeck, Rotenburg und Verden wurden eine Auswahl von rund 1,7 lfdm. übernommen, die neben dem eigentlichen Grunderwerb vor allem Verkoppelungen sowie Enteignungen und ihre Entschädigung berücksichtigen. Die Akten sind rund ein Jahr später über Pattensen nach Stade gelangt und wurden hier unter der Acc. Nr. 2003/038 vereinnahmt und vom U. im Juni 2008 verzeichnet. Ein Duplikat der Datensätze ist auch in dem Sonderfindbuch Eisenbahninventar Stade abgelegt, auf das hiermit ausdrücklich hingewiesen werden soll.
Stade, im Juni 2008
Thomas
Bestandsgeschichte: Bardelle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Nachdem 1841 das Staatsministerium mit den Vorarbeiten für den staatlichen Eisenbahnbau begonnen hatte, wurde 1843 für die Bauleitung und den Betrieb der Staatseisenbahnen eine Hannoversche Eisenbahndirektion unter Leitung des Ministers des Innern gegründet (Gesetz-Sammlung, I. Abt. S. 151). 1842 war bereits eine Eisenbahn-Kommission in Hannover errichtet worden. Die Behörde trug später den Namen "Generaldirektion der Eisenbahnen".
Mit der Einverleibung des Königreichs Hannover in Preußen wurde auch die hannoversche Staatsbahn am 15.12.1865 von Preußen übernommen und die hannoversche Generaldirektion als preußische Eisenbahndirektion Hannover fortgeführt. Sie ressortierte beim Berliner Ministerium für Handel (später: für öffentliche Arbeiten).
Den königlich preußischen Eisenbahndirektionen oblag als Mittelinstanz der preußischen Staatsbahn die oberste Leitung der Verwaltung aller zu ihrem Gebiet gehörenden, im Bau und im Betrieb befindlichen Staatsbahnen und Privatbahnen unter staatlicher Verwaltung. Für die preußischen Direktionsbezirke hatte sich bis 1895 das Rutensystem durchgesetzt, d.h. dass einzelne Linien mit ihrer gesamten Länge einer einzelnen Direktion zugeordnet wurden. Doch wurden die Direktionsbezirke in der Folgezeit in sich abgerundet und flächendeckend nach dem Territorialsystem gebildet (d.h. die verwaltete Linien liegen konzentrisch um einen Direktionssitz; größere Strecken wurden dabei oft von mehreren Direktionen verwaltet).
Die Aufgaben liegen im einzelnen zum einen auf dem Gebiet des Betriebes, das die Zusammenstellung, Beförderung und Auflösung der Züge sowie die Bedienung der Ladestellen umfasst, zum anderen auf dem Gebiet des eigentlichen Verkehrs, d.h. der Verwaltungstätigkeit, durch die die Benutzung dieser Beförderungsmöglichkeit vermittelt wird sowie dem Maschinenwesen, das der Unterhaltung, der Erneuerung
Bestandsgeschichte: und der Ergänzung der Betriebsmittel und der maschinellen Anlagen dient. Eine der größten Aufgaben ist ferner das Bauwesen, dem die Unterhaltung, Erneuerung und Ergänzung der Bahnanlagen sowie die Ausführung von Neubauten obliegt, und schließlich das Personalwesen, das die Bearbeitung der Beamten-, Angestellten- und Arbeiterfragen zu erledigen hat.
Am 21.2.1880 wurde mit Wirkung vom 1. April eine Eisenbahndirektion in Münster aufgelöst und der Bezirk der von ihr verwalteten Westfälischen Eisenbahn mit dem Verwaltungsbezirk der Eisenbahndirektion Hannover vereinigt. Ihr Netz wurde in die "Betriebsämter" Münster, Paderborn und Dortmund aufgeteilt, die Strecken wurden zum Teil der ED Essen, zum anderen Teil der ED Hannover zugewiesen. Als der gewaltige Aufschwung der deutschen Wirtschaft Anfang der neunziger Jahre die Eisenbahn vor immer größerer Aufgaben stellte und damit eine umfassende Neuordnung der preußischen Staatsbahnverwaltung notwendig machte, erfolgte mittels einer "Verwaltungsordnung für die Preuß. Staatsbahnen" vom 1. April 1895 eine Umorganisation der Eisenbahnverwaltungsbehörden und die Wiedereinrichtung einer Eisenbahndirektion in Münster zu diesem Datum. (vgl. ZGS 2/1 Nr. 335) (der Bestand liegt im StA Münster). Die 1880 hinzugewonnenen Gebiete schieden also 1895 wiederum aus.
Der Bezirk und das Streckennetz der Direktion Hannover änderten sich bis 1891 außer der bereits erwähnten zeitweiligen Angliederung des Direktionsbereichs Münster durch
- Auflösung der Main-Weser-Bahn in Kassel
- Aufösung der Direktion der Braunschweigischen Eisenbahnen
- Übernahme der Strecke Uelzen - Langwedel von der Direktion Magdeburg
- Übernahme der Unterelbeschen Eisenbahn Harburg-Cuxhaven
(vgl. Streckennetz "Strecken der Direktion Hannover" 1899")
Am 1.4.1905 ging das Reichsbahn-Betriebsamt Salzwedel und mit ihm die Strecke Uelzen - Salzwedel an die
Bestandsgeschichte: Eisenbahndirektion Hannover.
Die Auflösung der RBD Magdeburg zum 1.10.1931 bedeutete für die RBD Hannover einen Zugewinn an Strecken. Nach der Übernahme der meisten Strecken des früheren Direktionsbezirks Magdeburg reichte der Bezirk Hannover von der Nordsee bis zum Harz, von der Elbe bis an das Ruhrgebiet. Das Gebiet überschritt bei weitem die Grenzen des gleichnamigen Regierungsbezirks sowohl nach Westen und Osten wie auch sehr weit nach Norden. Andererseits ragte von Nordwesten ein Gebiet der Reichsbahndirektion Münster tief bis an die Weser in den Regierungsbezirk Hannover hinein. Der Bezirk Hannover umfasst die Gebiete zwischen Weser und Elbe mit Einschluss der Nordseehäfen Cuxhaven und Wesermünde-Bremerhaven. Nach Süden hin verläuft die Grenze etwa in der Linie Stendal-Hildesheim-Hameln-Bielefeld. Ein Ausläufer erstreckt sich bis in das westfälische Industriegebiet, in die Gegend von Hamm.
Die RBD Hannover gewann durch Angliederung der Magdeburger Strecken, gab im Gegenzug aber verschiedene Teile ab: die RBD Altona erhielt die Teilstrecke Emmendorf (Uelzen) - Harburg der Strecke Hamburg - Hannover, die Strecken Lüneburg - Buchholz - Bremervörde, Soltau - Buchholz, Bremervörde - Rotenburg, Rotenburg - Visselhövede, Stade - Hesedorf, Uelzen - Dannenberg und Wittenberge - Stendal. Die Strecke Lüneburg - Wittenberge gehörte bereits zu Altona. Das gesamte Gebiet der Elbmündung lag nun in der Hand einer einzigen Direktion, während dafür bisher drei verschiedene Direktion zuständig waren. Die RBD Berlin bekam das Stück von Berlin bis zur Elbbrücke kurz vor Stendal. Die Nordgrenze der Direktion Hannover bildete künftig die Strecke Bremen - Uelzen - Stendal (vgl. ZGS 2/1 Nr. 335). 1934 erhielt die RBD Hannover durch Auflösung der RBD Oldenburg nur die Verwaltung der Strecke Bremen - Hude - Blexen und Delmenhorst - Lemwerder hinzu (der Rest der RBD Oldenburg fiel
Bestandsgeschichte: an die RBD Münster und gelangte erst nach deren Auflösung 1975 an den Bezirk Hannover).
Bestandsgeschichte
Im Zuge einer Bewertung des in Leinhausen bei Hannover vorhandenen 'Bahnarchivs', das die Altakten der ehemaligen Reichsbahn- bzw. Bundesbahndirektionen Hannover, Oldenburg (1935 aufgelöst) und Münster (1968 aufgelöst) verwaltete, wurden am 1. Oktober 2002 von Frau Dr. Graf für den Sprengel des ehemaligen Regierungsbezirks Stade, die dort vorhandenen Strecken- und Grunderwerbsakten durchgesehen und bewertet. Während die wenigen Streckenakten komplett übernommen wurden (ein Großteil der in Frage kommenden Strecken unterstand allerdings der Reichsbahndirektion Hamburg, siehe Bestände 374-14 und 374-15 des Staatsarchivs Hamburg, hier im Findbuch einsehbar unter Signatur FA 7/14!), mußte bei den nach Gemarkungen vorliegenden Grunderwerbsakten im Umfang von rund 15 lfdm. eine Auswahl vollzogen werden. Die vorliegenden Akten sind das Ergebnis dieser Bewertung, die vor allem Gemarkungen berücksichtigte, aus deren Landratsämterbeständen (Signatur: Rep. 174...) bisher keine derartigen Akten überliefert sind. Von den betroffenen Kreisen Cuxhaven, Osterholz-Scharmbeck, Rotenburg und Verden wurden eine Auswahl von rund 1,7 lfdm. übernommen, die neben dem eigentlichen Grunderwerb vor allem Verkoppelungen sowie Enteignungen und ihre Entschädigung berücksichtigen. Die Akten sind rund ein Jahr später über Pattensen nach Stade gelangt und wurden hier unter der Acc. Nr. 2003/038 vereinnahmt und vom U. im Juni 2008 verzeichnet. Ein Duplikat der Datensätze ist auch in dem Sonderfindbuch Eisenbahninventar Stade abgelegt, auf das hiermit ausdrücklich hingewiesen werden soll.
Stade, im Juni 2008
Thomas
Bestandsgeschichte: Bardelle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST