Kommentar von Erich Rossmann zum Spruchkammerverfahren gegen Hjalmar Schacht
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 D451059/004
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949
Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949 >> Tondokumente des Jahres 1948 >> September 1948
Donnerstag, 2. September 1948
Eingruppierung des Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht in die Gruppe der "Entlasteten" durch die Berufungskammer des Internierungslagers Ludwigsburg. In der ersten Instanz wurde Schacht verurteilt. Seine Rolle im Dritten Reich. Rücktritt als Reichsbankpräsident in der Weimarer Republik. Wiederaufnahme dieser Tätigkeit im Dritten Reich. Kann nicht bestritten werden, daß er einer der Hauptschuldigen ist. Die Entlastungsmomente wurden überbewertet, Artikel 13 des Befreiungsgesetzes wurde nicht angemessen ausgelegt. Schacht gehört in die unmittelbare Nähe Hitlers. Die Besatzungsmacht hat die Freilassung Schachts angeordnet.
0:12:15
Audio-Visuelle Medien
Rossmann, Erich; Politiker, Kaufmann, Intendant, 1884-1953
Kommentar
Nationalsozialismus: Folgen: Prozess
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Audiovisuelles Archiv (Tektonik)
- Kopierte Film- und Tondokumente (Tektonik)
- Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949 (Bestand)
- Tondokumente des Jahres 1948 (Gliederung)
- September 1948 (Gliederung)