Fürstentum Ansbach, Amt Goldbach (Bestand)
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Fürstentum Ansbach, Amt Goldbach
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1708-1798, 1826
Vorwort: Goldbach gehörte seit 1409 als hohenlohisches Lehen den Geyer von Giebelstadt. Der letzte Geyer von Giebelstadt, der 1685 Reichsgraf geworden war, stellte seine Besitzungen Goldbach, Neunkirchen [...], Reinsbronn [...], Giebelstadt und Ingolstadt [...] im pfälzischen Krieg 1694 und im Spanischen Erbfolgekrieg 1704 unter preußischen Schutz. Preußen richtete (vermutlich 1704) in Goldbach eine Kanzlei ein; diese bestand wenigstens ausweislich der hiernach verzeichneten Akten bereits 1706, also schon bevor nach dem Ableben des Grafen Geyer (20. August 1708) Preußen das Lehen an sich zog und Hohenlohe für seine Lehensrechte entschädigte. Die "Königlich Preußische Administrationskanzlei Goldbach" hieß sodann noch ab 1708 "Königlich preußische Grafschaft-Geyerische Kanzlei Goldbach". Sie war zuständig für den gesamten vormals Geyerischen Besitz; ihr unterstanden die Amtsvogteien Goldbach, Neunkirchen [...], Reinsbronn und Giebelstadt-Ingolstadt. Ihre Weisungen erhielt die Kanzlei Goldbach von den preußischen Regierungsbehörden in Oranienburg und von der preußischen Rentei Obernzenn bei Ansbach. 1729 kam die vormalige Grafschaft Geyer als Heiratsgut der Prinzessin Luise von Preußen, Tochter Konig Friedrich Wilhelms I., an Markgraf Carl Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach. In ansbachischer Zeit wurde die zentrale Oberleitung der vormals Geyerschen Besitzungen aufgegeben; in Goldbach verblieb nurmehr ein Rentei-Verwalteramt mit örtlicher Zuständigkeit. Nachdem die Markgrafschaft [recte: das Markgraftum] Ansbach-Bayreuth 1792 an Preußen gefallen war, wurde das Verwalteramt 1798 dem Oberamt [recte: Justiz- bzw. Kammeralamt] Crailsheim einverleibt. [1945 wurde der Ort stark zerstört, die Reste des ehemaligen Wasserschlosses 1947/49 abgetragen. - Nachtrag lt. Landeskunde Baden-Württemberg online, gez. DB] Die hiernach verzeichneten Akten sind teils 1923 vom Finanzamt Crailsheim, teils vom Hauptstaatsarchiv Stuttgart (aus dem Bestand B 550, Stift Neumünster in Würzburg) an das Staatsarchiv Ludwigsburg gelangt. Bei der Verzeichnung durch den Unterzeichneten 1966 diente teilweise ein vorläufiges handschriftliches Repertorium von Dr. K. O. Müller (über 11 Büschel) als Vorlage. Der Bestand umfaßt jetzt 18 Büschel [d.h. Akten, Nr. 1-6, 11-22] in 0,2 lfm. Eine große Reihe Goldbacher Amtsrechnungen von der Geyerschen bis in die zweite preußische Zeit (1631/32 - 1796/97) findet sich in dem Ludwigsburger Bestand B 65 (Brandenburg-Ansbacher Rechnungen [nunmehr im StA Nürnberg!]). Vorakten aus von Geyerscher Zeit (Amtsprotokolle 1664-1671) sind in dem Stuttgarter Repertorium BG 89 a (Geyer von Giebelstadt 1604-1708) verzeichnet. Ludwigsburg, Februar 1967 W[alter] Bürkle Hinweis: Bestellnr. 7-10 sind nicht belegt! Nachtrag: Im Zuge der Retrokonversion im September/Oktober 2021 durch Archivinspektor Benjamin Blumenthal wurden die Register neu erstellt (die 1967 durch den Ludwigsburger Archivar Berwanger verfassten Register spiegelten noch die Verwaltungseinteilung vor der Gebietsreform wider und waren daher veraltet). Nürnberg, im September 2021 Daniel Burger
Fürstentum Ansbach, Amt Goldbach
18
Bestand
Akten
ger
Ergänzende Hinweise: in EDV komplett erfasst; Online-Findmittel in Bearbeitung
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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