B 3.3 Katholischer Arbeiterverein St. Josef (Bestand)
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B 3.3
Stadtarchiv Amberg (Archivtektonik) >> B Abteilung Archivgut nichtstädtischer Herkunft >> B 3 Vereine
Der katholische Arbeiterverein ist nach dem Schutzpatron, dem Heiligen Josef, benannt. Er wurde 1879 als „Christlicher Arbeiterverein“ gegründet, um in Not Geratenen zu helfen. Am 15.04.1894 weihte der Verein seine erste Fahne und nannte sich ab diesem Zeitpunkt offiziell „Katholischer Arbeiterverein St. Josef“. Die Mitglieder waren gegen Krankheit und Tod versichert, sie erhielten vom Verein Kranken- und Sterbegeld. Das Sterbegeld betrug beispielsweise 1885 umgerechnet 15,00 DM und wurde nach 1891 auf umgerechnet 100,00 DM erhöht. Ab dem Jahr 2004 gab es für alle Mitglieder, die mindestens ein Jahr beim Verein waren, 1.050,00 Euro Sterbegeld. Der Sterbekassenverein hat sich 2006 aufgelöst, bereits am 06.01.2005 hat sich der Verein mit den gleichen Mitgliedern unter dem Namen „Katholischer Arbeiterverein St. Josef e.V.“ neu gegründet. Der Verein zählte wenige Jahre nach seiner Gründung 500 Mitglieder. Nach der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und dem Ersten Weltkrieg wuchs der Stand der Mitglieder auf 1000. Die Generalversammlung wählte in diesen Jahren Vertreter der Arbeiter aus verschiedenen Firmen, u. a. der Baumannfabrik und der Gewehrfabrik, dem Bergbau, dem Hochofen usw. 1932 kaufte der Verein den ehemaligen „Volksgarten“ (später: „Mikes Bierhaus“) an der Regensburger Straße 16. Hier schlug er sein neues Domizil im Hintergebäude auf, in dem er bis 2009 blieb. Bis zum Jahr 1942 war der Verein sehr aktiv, danach wurde seine Tätigkeit jedoch stark eingeschränkt. Das führte zu einer Zwangspause, die bis 1948 dauerte. Danach wurde der Verein neu gegründet und lehnte, um selbstständig zu bleiben - die vorgeschlagene Verschmelzung mit dem katholischen Arbeiterverein Dreifaltigkeit ab. Der Verein hatte im Juli 2009 noch 49 Mitglieder.
"Archivierungsgeschichte": Das Schriftgut des Vereins wurde im Juni 2010 von der bisherigen Vorsitzenden, Frau Rosa Tischner, dem Stadtarchiv Amberg zu vollem Eigentum übereignet. Der Bestand trägt die Bezeichnung „Schenkung Katholischer Arbeiterverein St. Josef“. Das Repertorium schrieb Christine Widder.
"Archivierungsgeschichte": Das Schriftgut des Vereins wurde im Juni 2010 von der bisherigen Vorsitzenden, Frau Rosa Tischner, dem Stadtarchiv Amberg zu vollem Eigentum übereignet. Der Bestand trägt die Bezeichnung „Schenkung Katholischer Arbeiterverein St. Josef“. Das Repertorium schrieb Christine Widder.
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.05.2026, 13:19 MESZ