Supplicationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
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(1) 3243
Wismar S 293, Nr. 19 (W S 8 n. 293, Nr. 19)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 05. 1. Kläger E
(1733-1738) 06.06.1743-18.03.1744; 22.01.1774-
Kläger: (2) Maria Elers Witwe des Albert Elers, Weinhändler zu Hamburg
Beklagter: Dr. Carl Christoph Gröning als gemeinsamer Anwalt des Strahlenheimschen Konkurses
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (A & P), seit 1774: Johann Franz von Palthen (A & P)
Fallbeschreibung: Die Kl.in erbittet Bezahlung einer Schuld des schwedischen Residenten im Niedersächsischen Reichskreis Carl Christoph von Strahlenheim, der ihrem Ehemann seit 1738 400 Mk. hamb. für Weinlieferungen schuldet. Das Tribunal beauftragt den Bekl. am 08.06., sich binnen 14 Tagen zu der Forderung zu äußern. Am 08.08. und 23.09. erbittet die Kl.in Fristverlängerung und erhält diese am 17.08. und 25.09. Am 04.10. erbittet die Kl.in ein Subsidial an den Hamburger Rat, das Handelsbuch ihres Mannes zu prüfen. Das Tribunal erlegt der Kl.in am 08.10. auf, eine ausführliche Rechnung einzureichen und erhält diese am 14.11. Daraufhin erläßt das Tribunal am 15.11.1743 die Subsidialien an den Hamburger Rat. Dieser sendet seinen Bericht am 17.02.1744 ein, der vom Tribunal am 17.03. zu den Akten genommen wird. Am 22.01.1774 bittet Palthen, die Forderung der Kl.in anzuerkennen und an ihn abzutreten und erreicht am 09.02. ein entsprechendes Urteil des Tribunals, das Palthen auffordert, dies den anderen Gläubigern mitzuteilen. Am 17.07.1775 beweist Palthen, daß er seiner Mitteilungspflicht nachgekommen ist, das Tribunal nimmt die Belege am 20.07.1775 zu den Akten. Am 21.01.1785 erbittet Palthen die Auszahlung der Konkursforderung, erhält jedoch keine Antwort.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1743-1785
Prozessbeilagen: (7) Rechnung Elers über Weinlieferungen an Strahlenheim vom 07.01.1733-05.04.1738; Prozeßvollmacht der Kl.in für Dr. Gerdes vom 05.07.1743; von Notar Christian Gottlieb Ebersbach aus Hamburg bestätigte Weinrechnungen Elers vom 01. und 25.10.1743; Protokoll der Eidesleistung der Kl.in über die Forderung ihres Mannes vom 05.03.1744; Empfangsbestätigungen für ein Tribunalsmandat vom 09.02.1774 des Maximilian August Stoltzenberg namens der Witwe des Fähnrich Jochim Wesche vom 06.09.1774, des Justizrates Beck (o.D.), des Friedrich Wilhelm Sander als Bevollmächtigter der Gripenkerlschen Erben vom 02.09.1774, der Anna Sophia Margaretha, Witwe Hackmann vom 13.09.1774, des H.G. v. Böckel vom 23.08.1774, des Paul Johann Bielfeld (o.D.); Schreiben der Witwe des Jürgen Schultz an Palthen vom 02.09.1774
Beklagter: Dr. Carl Christoph Gröning als gemeinsamer Anwalt des Strahlenheimschen Konkurses
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (A & P), seit 1774: Johann Franz von Palthen (A & P)
Fallbeschreibung: Die Kl.in erbittet Bezahlung einer Schuld des schwedischen Residenten im Niedersächsischen Reichskreis Carl Christoph von Strahlenheim, der ihrem Ehemann seit 1738 400 Mk. hamb. für Weinlieferungen schuldet. Das Tribunal beauftragt den Bekl. am 08.06., sich binnen 14 Tagen zu der Forderung zu äußern. Am 08.08. und 23.09. erbittet die Kl.in Fristverlängerung und erhält diese am 17.08. und 25.09. Am 04.10. erbittet die Kl.in ein Subsidial an den Hamburger Rat, das Handelsbuch ihres Mannes zu prüfen. Das Tribunal erlegt der Kl.in am 08.10. auf, eine ausführliche Rechnung einzureichen und erhält diese am 14.11. Daraufhin erläßt das Tribunal am 15.11.1743 die Subsidialien an den Hamburger Rat. Dieser sendet seinen Bericht am 17.02.1744 ein, der vom Tribunal am 17.03. zu den Akten genommen wird. Am 22.01.1774 bittet Palthen, die Forderung der Kl.in anzuerkennen und an ihn abzutreten und erreicht am 09.02. ein entsprechendes Urteil des Tribunals, das Palthen auffordert, dies den anderen Gläubigern mitzuteilen. Am 17.07.1775 beweist Palthen, daß er seiner Mitteilungspflicht nachgekommen ist, das Tribunal nimmt die Belege am 20.07.1775 zu den Akten. Am 21.01.1785 erbittet Palthen die Auszahlung der Konkursforderung, erhält jedoch keine Antwort.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1743-1785
Prozessbeilagen: (7) Rechnung Elers über Weinlieferungen an Strahlenheim vom 07.01.1733-05.04.1738; Prozeßvollmacht der Kl.in für Dr. Gerdes vom 05.07.1743; von Notar Christian Gottlieb Ebersbach aus Hamburg bestätigte Weinrechnungen Elers vom 01. und 25.10.1743; Protokoll der Eidesleistung der Kl.in über die Forderung ihres Mannes vom 05.03.1744; Empfangsbestätigungen für ein Tribunalsmandat vom 09.02.1774 des Maximilian August Stoltzenberg namens der Witwe des Fähnrich Jochim Wesche vom 06.09.1774, des Justizrates Beck (o.D.), des Friedrich Wilhelm Sander als Bevollmächtigter der Gripenkerlschen Erben vom 02.09.1774, der Anna Sophia Margaretha, Witwe Hackmann vom 13.09.1774, des H.G. v. Böckel vom 23.08.1774, des Paul Johann Bielfeld (o.D.); Schreiben der Witwe des Jürgen Schultz an Palthen vom 02.09.1774
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:29 MEZ