Martha Marschalkin, Äbtissin, und der Konvent des Klosters Nidern Schonfeld geben dem Ritter Hr. Partziual von Aichperg und dessen Erben, nachdem dessen Sohn Hanns von Aichpergk zum Moss in der vergangenen Sonntagnacht (= 22. Aug.) im Kloster gestorben und im Klosterkreuzgang bestattet worden ist, einen Revers bezüglich der Durchführung der Stiftung für dessen Seelenheil und dem aller Vorfahren und Nachkommen der Familie Aichperg, nämlich 1) ein ewiges Gedenken von der Kanzel im Kloster alle Sonntage und dazu ein Paternoster für Hanns von Aichperg und alle Aichperger und Aichpergerinnen, 2) einen ewigen Jahrtag am Montag vor Bartholomä oder am Tag danach mit Vigil, gesungenem Seelamt und 4 gesprochenen Messen, wobei zur Vigil Bahre und 4 aufgesteckte Kerzen zu verwenden sind, dabei hat der Priester und jede Ordensfrau zum Jahrtag 1 Maß Wein und 1 Semmel im Wert von 1 Pfennig zu erhalten und jeder von ihnen am Jahrtag 7 Psalmen zu lesen oder zu sprechen, der Priester hat beim Amt das öffentliche Gedenken für alle lebenden und toten Aichperger durchzuführen, 3) ist der 7. und 30. sowie der 1. Tag zu halten; dafür hat Hr. Partziual 53 Pfund Pfennig gestiftet und die 7 Pfund Pfennig bezahlt, die sein Sohn bei seinem Lebensende Unser lieben Frau an die Kirche stiftete, ferner ein Messgewand aus blauem Samt gegeben. Wird die Stiftung nicht im vorgeschriebenen Maß eingehalten, so sind dem Stifter oder sienen Erben 40 Pfund Pfennig als Buße vom Kloster zu leisten und die Stiftung kann anderswohin vergeben werden; S 1 und 2: die Ausst.