(Erwerb Alt/1) (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
05.5 Hach (Familienarchiv)
Archiv der Hansestadt Lübeck (Archivtektonik) >> 05 Private Archive >> 05.5 Familienarchive und Nachlässe
1289-1973
Erschließungszustand, Umfang: 12 lfm
Vorwort: Der vorliegende Bestand 05.5 Hach Familienarchiv umfasst Aufzeichnungen zu verwandtschaftlichen Beziehungen, beruflichen und persönlichen Belangen einzelner Familienmitglieder und näherer Verwandtschaft der bedeutenden Lübecker Familie Hach.
Die Aufzeichnungen wurden durch einzelne Familienmitglieder über Jahrhunderte fortgeführt und bestehen zu einem großen Teil aus den Briefwechseln der Familienmitglieder mit Verwandten, Bekannten, Freunden und Kollegen. Die verwandtschaftlichen Beziehungen sind von Karl Eduard Hach (* 1907) durch Stammtafeln dargelegt. (Siehe hierzu auch das Bildfeld unter Signatur 001)
Besonders zu erwähnen sind in diesen Aufzeichnungen die Juristen Dr. jur. Ernst Wilhelm Eduard Hach (* 1841 - † 1917), Dr. jur. Arnold Henrich Theodor Hach (* 1846 - † 1910) und Dr. jur. Friedrich Adolph Hach (* 1832 - † 1869), die drei Söhne des Juristen und Senators Hermann Wilhelm Hach (* 1800 - † 1867), Enkel des Oberappellationsgerichtsmitglieds Johann Friedrich Hach (* 1769 - † 1851). Ihre Mutter Johanna Ernestine Hach, geb. Heise (* 1811 - † 1889) war Tochter des Oberappellationsgerichtsgerichtspräsidenten G. A. Heise. Die Brüder machten sich nach dem Besuch des Katharineums in Lübeck und ihrer Studienzeit an den Universitäten in Göttingen, Jena, Bonn und Berlin durch ihre Arbeit und ehrenamtlichen Tätigkeiten in Politik, Verwaltung, Vereinen und durch wissenschaftliche Forschungen um ihre Heimatstadt verdient.
Friedrich Adolph Hach war Verwaltungsjurist und Historiker, Prokurator am Oberappellationsgericht, Amtsverwalter in Travemünde, erster Beamter der Polizeibehörde, u. a. Mitglied der Lübecker Bürgerschaft und der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit. Er verfasste schon als Schüler einen juristischen Bandkatalog für die Stadtbibliothek. Als Vorsitzender des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde begründete er die Mitteilungen des Vereins. In den Mitteilungen des Vereins sowie in den Lübeckischen Blättern veröffentlichte er zahlreiche Artikel. Seine private Vorliebe galt der Musik, auch hier war er in verschiedenen Organisationen tätig.
Ernst Wilhelm Eduard Hach war Verwaltungsjurist, Lokalhistoriker, Archivar und Heimatforscher. Er arbeitete in der Stadtverwaltung, als Senatssekretär, führte das Zivilstandsregister. Nebenamtlich wirkte er im Archiv der Hansestadt Lübeck und veröffentlichte hierüber Artikel in der Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde, dessen Ehrenmitglied er war. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten gehören die Ordnung der Lübecker Stiftungen, die Regesten der Bürgertestamente und seine Sammlung Lübecker Personalia und Berufe (1600 - 19. Jh.). Auch er war Mitglied in der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit. Wie sein Bruder Friedrich Adolph beschäftigte er sich mit der Musik und hinterließ einige von ihm verfasste Kompositionen.
Arnold Henrich Theodor Hach war Jurist und Kunsthistoriker. Die Tätigkeit als Jurist gab er auf und richtete sein Augenmerk auf die Kunst- und Kulturgeschichte Lübecks. Er wurde Mitarbeiter von Carl Julius Milde bei der Ordnung der kulturhistorischen Sammlungen der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit. Er arbeitete mit verschiedenen deutschen Museen und wurde Spezialist auf dem Fachgebiet der Glockenkunde (Campanologie). Er wirkte am Museum am Dom, im Lübecker Staatsarchiv und forderte ein Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, welches erst nach seinem Tod entstand. Viele seiner Abhandlungen wurden in den Lübeckischen Blättern veröffentlicht. Weitere wissenschaftliche Arbeiten sind in den Nachlässen von Ernst Wilhelm Eduard und Arnold Henrich Theodor Hach zu finden.
1916/17 erwarb das Archiv der Hansestadt Lübeck den Bestand Familienarchiv Hach (1993 Verfilmung unter Neg.-Nr. 5472). Der Bestand wurde 2015 unter Heranziehung eines von Dr. jur. Ernst Wilhelm Eduard Hach (*1841 - † 1917) angelegten Registranten einer Revision unterzogen. Eine Neuordnung bzw. Aufteilung zu umfangreicher Akten wurde bei gleichzeitiger Umverpackung vorgenommen. Der Inhalt der Akten wurde ausführlich gesichtet, die Verzeichnung der Akten erfolgte digital, ein umfassender Personen-, Orts- und Sachindex erleichtert die Benutzung. Spezielle Inhalte z. B. Fotos, Stammbäume wurden gesondert aufgeführt. Alle Akten wurden mit einer Signatur versehen, eine Altsignatur war nicht vorhanden. Eine Systematik wurde basierend auf dem vorhandenen Registranten erstellt. Nach Verzeichnung und Verpackung fand die Arbeit ihren Abschluss in der Erstellung eines Findbuchs. Die Akten sind nun unter laufender Signatur zu finden.
Der Bestand wurde unter der Bezeichnung "05.5 Hach Familienarchiv" in die Tektonik der Bestände des Archivs der Hansestadt Lübeck eingegliedert. Er umfasst 12 laufende Meter und einen Zeitraum von 1289 - 1973. Somit steht das Findbuch zum Bestand Familienarchiv Hach digital und gedruckt zur Verfügung.
Die Überarbeitung erfolgte 2015 durch Frau Carmen Rave im Rahmen eines Werkvertrages.
Lübeck, März 2015
Carmen Rave
Quellen:
Akten des Bestandes 05.5 Familienarchiv Hach: Signatur 214, 217, 221 - 224 (Adolph Hach), 235, 237, 238 ff. (Eduard Hach), 255 - 261 (Theodor Hach)
Alken Bruns: Biographisches Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck, Band 10
Vorwort: Der vorliegende Bestand 05.5 Hach Familienarchiv umfasst Aufzeichnungen zu verwandtschaftlichen Beziehungen, beruflichen und persönlichen Belangen einzelner Familienmitglieder und näherer Verwandtschaft der bedeutenden Lübecker Familie Hach.
Die Aufzeichnungen wurden durch einzelne Familienmitglieder über Jahrhunderte fortgeführt und bestehen zu einem großen Teil aus den Briefwechseln der Familienmitglieder mit Verwandten, Bekannten, Freunden und Kollegen. Die verwandtschaftlichen Beziehungen sind von Karl Eduard Hach (* 1907) durch Stammtafeln dargelegt. (Siehe hierzu auch das Bildfeld unter Signatur 001)
Besonders zu erwähnen sind in diesen Aufzeichnungen die Juristen Dr. jur. Ernst Wilhelm Eduard Hach (* 1841 - † 1917), Dr. jur. Arnold Henrich Theodor Hach (* 1846 - † 1910) und Dr. jur. Friedrich Adolph Hach (* 1832 - † 1869), die drei Söhne des Juristen und Senators Hermann Wilhelm Hach (* 1800 - † 1867), Enkel des Oberappellationsgerichtsmitglieds Johann Friedrich Hach (* 1769 - † 1851). Ihre Mutter Johanna Ernestine Hach, geb. Heise (* 1811 - † 1889) war Tochter des Oberappellationsgerichtsgerichtspräsidenten G. A. Heise. Die Brüder machten sich nach dem Besuch des Katharineums in Lübeck und ihrer Studienzeit an den Universitäten in Göttingen, Jena, Bonn und Berlin durch ihre Arbeit und ehrenamtlichen Tätigkeiten in Politik, Verwaltung, Vereinen und durch wissenschaftliche Forschungen um ihre Heimatstadt verdient.
Friedrich Adolph Hach war Verwaltungsjurist und Historiker, Prokurator am Oberappellationsgericht, Amtsverwalter in Travemünde, erster Beamter der Polizeibehörde, u. a. Mitglied der Lübecker Bürgerschaft und der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit. Er verfasste schon als Schüler einen juristischen Bandkatalog für die Stadtbibliothek. Als Vorsitzender des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde begründete er die Mitteilungen des Vereins. In den Mitteilungen des Vereins sowie in den Lübeckischen Blättern veröffentlichte er zahlreiche Artikel. Seine private Vorliebe galt der Musik, auch hier war er in verschiedenen Organisationen tätig.
Ernst Wilhelm Eduard Hach war Verwaltungsjurist, Lokalhistoriker, Archivar und Heimatforscher. Er arbeitete in der Stadtverwaltung, als Senatssekretär, führte das Zivilstandsregister. Nebenamtlich wirkte er im Archiv der Hansestadt Lübeck und veröffentlichte hierüber Artikel in der Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde, dessen Ehrenmitglied er war. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten gehören die Ordnung der Lübecker Stiftungen, die Regesten der Bürgertestamente und seine Sammlung Lübecker Personalia und Berufe (1600 - 19. Jh.). Auch er war Mitglied in der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit. Wie sein Bruder Friedrich Adolph beschäftigte er sich mit der Musik und hinterließ einige von ihm verfasste Kompositionen.
Arnold Henrich Theodor Hach war Jurist und Kunsthistoriker. Die Tätigkeit als Jurist gab er auf und richtete sein Augenmerk auf die Kunst- und Kulturgeschichte Lübecks. Er wurde Mitarbeiter von Carl Julius Milde bei der Ordnung der kulturhistorischen Sammlungen der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit. Er arbeitete mit verschiedenen deutschen Museen und wurde Spezialist auf dem Fachgebiet der Glockenkunde (Campanologie). Er wirkte am Museum am Dom, im Lübecker Staatsarchiv und forderte ein Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, welches erst nach seinem Tod entstand. Viele seiner Abhandlungen wurden in den Lübeckischen Blättern veröffentlicht. Weitere wissenschaftliche Arbeiten sind in den Nachlässen von Ernst Wilhelm Eduard und Arnold Henrich Theodor Hach zu finden.
1916/17 erwarb das Archiv der Hansestadt Lübeck den Bestand Familienarchiv Hach (1993 Verfilmung unter Neg.-Nr. 5472). Der Bestand wurde 2015 unter Heranziehung eines von Dr. jur. Ernst Wilhelm Eduard Hach (*1841 - † 1917) angelegten Registranten einer Revision unterzogen. Eine Neuordnung bzw. Aufteilung zu umfangreicher Akten wurde bei gleichzeitiger Umverpackung vorgenommen. Der Inhalt der Akten wurde ausführlich gesichtet, die Verzeichnung der Akten erfolgte digital, ein umfassender Personen-, Orts- und Sachindex erleichtert die Benutzung. Spezielle Inhalte z. B. Fotos, Stammbäume wurden gesondert aufgeführt. Alle Akten wurden mit einer Signatur versehen, eine Altsignatur war nicht vorhanden. Eine Systematik wurde basierend auf dem vorhandenen Registranten erstellt. Nach Verzeichnung und Verpackung fand die Arbeit ihren Abschluss in der Erstellung eines Findbuchs. Die Akten sind nun unter laufender Signatur zu finden.
Der Bestand wurde unter der Bezeichnung "05.5 Hach Familienarchiv" in die Tektonik der Bestände des Archivs der Hansestadt Lübeck eingegliedert. Er umfasst 12 laufende Meter und einen Zeitraum von 1289 - 1973. Somit steht das Findbuch zum Bestand Familienarchiv Hach digital und gedruckt zur Verfügung.
Die Überarbeitung erfolgte 2015 durch Frau Carmen Rave im Rahmen eines Werkvertrages.
Lübeck, März 2015
Carmen Rave
Quellen:
Akten des Bestandes 05.5 Familienarchiv Hach: Signatur 214, 217, 221 - 224 (Adolph Hach), 235, 237, 238 ff. (Eduard Hach), 255 - 261 (Theodor Hach)
Alken Bruns: Biographisches Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck, Band 10
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 10:12 MESZ