Fürststift Kempten, Altkemptische Landschaft Bände (Bestand)
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Fürststift Kempten, Altkemptische Landschaft Bände
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1524-1792
Vorwort: Aus der im Band 1 abschriftlich enthaltenen Urkunde der Reichsstadt Kempten vom 3. Juni 1531 geht hervor, daß die Untertanen des Stifts Kempten damals beim Rat der Reichsstadt Kempten eine mit vier Schlüsseln verschlossene Truhe hinterlegten, die den [1.] Memminger Vertrag von 1492 (Original heute nicht mehr erhalten), den [2.] Memminger Vertrag von 1526 mit der erläuternden Deklaration von 1527 und verschiedene Prozeßschriften und Beschwerdelibelle aus dem Jahr 1525 enthielt. Zugleich wurde vereinbart, daß die vier Schlüssel jeweils einem von den Gemeinden der damals vier stiftischen Märkte Obergünzburg, Unterthingau, Buchenberg und Legau erwählten Mann anvertraut werden sollten. 1666 wurde anläßlich der Streitigkeiten zwischen dem Stift und seinen Untertanen die Truhe geöffnet.
Nachdem durch den Vertrag von 1667 (Urkunde 5) die Landschaftskasse errichtet worden war, entwickelte sich aus dem bei früheren Anlässen punktuell greifbaren korporativen Zusammenschluß der Untertanen eine institutionalisierte Landschaft. Diese besaß ein eigenes Archiv. Daß dieses noch im 18. Jahrhundert in der schon 1531 verwendeten eisernen Truhe verwahrt wurde, belegt ein Vermerk auf dem Umschlag von Akt A 3:
"... so Hans Geörg Mayer, alter Ausschusß im Stifft Kempten in das Eiserne Trüehlin gelifert."
Zur Geschichte der Landschaft vgl. insbesondere: Peter Blickle, Die Landstandschaft der Kemptener Bauern (Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 30) 1966, S. 201-241.
Als eigene Provenienzstelle zu betrachten ist die vom Fürststift und der Altkemptischen Landschaft gemeinsam verwaltete Landschaftskasse.
Dr. Gerhard Immler 1997
Nachdem durch den Vertrag von 1667 (Urkunde 5) die Landschaftskasse errichtet worden war, entwickelte sich aus dem bei früheren Anlässen punktuell greifbaren korporativen Zusammenschluß der Untertanen eine institutionalisierte Landschaft. Diese besaß ein eigenes Archiv. Daß dieses noch im 18. Jahrhundert in der schon 1531 verwendeten eisernen Truhe verwahrt wurde, belegt ein Vermerk auf dem Umschlag von Akt A 3:
"... so Hans Geörg Mayer, alter Ausschusß im Stifft Kempten in das Eiserne Trüehlin gelifert."
Zur Geschichte der Landschaft vgl. insbesondere: Peter Blickle, Die Landstandschaft der Kemptener Bauern (Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 30) 1966, S. 201-241.
Als eigene Provenienzstelle zu betrachten ist die vom Fürststift und der Altkemptischen Landschaft gemeinsam verwaltete Landschaftskasse.
Dr. Gerhard Immler 1997
Fürststift Kempten, Altkemptische Landschaft Bände
7
Amtsbücher, Register und Grundbücher
deutsch
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29.04.2025, 13:24 MESZ
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