Urfehde Nr. 114
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7189
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 19 Urfehden
1531 März 29
Regest: Caspar Hass von Mundelsheim, Stoffel von Altheim und Georg Birscher vom Rain bekennen, dass sie im Gefängnis von Bürgermeister und Rat der Stadt Reutlingen gelegen sind wegen etlicher Misshandlungen (= Vergehen), die sie zu Reutlingen am letzten Fasten-Jahrmarkt begangen haben. Über die bisher erlittene Straf sind sie den Herren von Reutlingen noch hinterstellig (= im Rückstand) geblieben mit 18 fl rhein. Diese sollen und wollen sie bei ihren Eiden bezahlen, nämlich auf nächste Pfingsten 9 fl und die übrigen 9 fl auf nächsten St. Michels-Tag, und zwar nach Reutlingen ohne allen Kosten für die Reutlinger. Wenn sie das nicht täten und auf die Ziele (= Termine) säumig wären, so sollen und wollen sie heissen und sein treulose, meineidige und verurteilte Leut, die die Herren von Reutlingen richten oder richten lassen mögen, wo sie sie immer betreten (= erreichen). Davor soll sie nichts schützen.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Siegler: Wendel von Beckingen, Bürger zu Reutlingen
Siegel (Erhaltung): Papiersiegel vorhanden
Genetisches Stadium: Or.
Siegel (Erhaltung): Papiersiegel vorhanden
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ