Stefan Straub von Hagen [bei Beimerstetten] reversiert den Vettern Hans Eberhard Krafft und Hans Konrad Krafft, Räte, Oberrichter und Stadtrechner zu Ulm, den Verwaltern der Krafft'schen Stiftung, über die Verleihung eines Hofs zu Lehr, den zuvor Jakob Zoller als Erblehen bewirtschaftet hatte, mit allem Zubehör als leibfälliges Lehen. Der Hof besteht aus Haus, Hofraite, Hof, Stadel und Garten, und liegt zwischen den Gütern von Hans Schrem und Peter Schech. Zum Hofgut gehören etwa 60 Jauchert Äcker und 6 Tagwerk Mahd, davon 4 Tagwerk am Weißenhorner Steg am Brunnen und 2 Tagwerk am Eylendsweg beim Kreuz, sowie 10 Jauchert Holz am Eselsberg. Dafür zahlt der A. ein Bestandgeld von 170 fl. Die niedere Obrigkeit besitzen die Krafft, die auch die jährlichen Abgaben von 8 Imi Roggen, 10 Imi Vesen, 18 Imi Hafer, 3 Pfd. Schilling Heller Heugeld, 1 Schilling Weisat, 24 Käsen, 150 Eiern, 12 Hühnern und einer Fastnachtshenne erhalten. Außerdem ist der A. jederzeit zur Fron verpflichtet und besitzt nur eingeschränkte Rechte am Holz.