Der Ulmer Bürger Ulrich Linder und seine Ehefrau Margarete haben mit dem Spitalmeister Konrad eine Vereinbarung getroffen. Sie überlassen dem Heiliggeistspital in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] ihr altes Haus vor dem Spital und erhalten es von diesem zu lebenslänglicher Nutzung zurück. Außerdem übergeben sie dem Spital ihr neben dem vorigen gelegenes Haus, das derzeit der Magister Heinrich von Weißenhorn ("Wissenhorn") [Lkr. Neu-Ulm] bewohnt. Dieses soll nach dessen Tod an das Spital fallen. Dafür hat ihnen der Spitalmeister die folgenden Äcker zu lebenslänglicher Nutznießung überlassen: 1 Jauchert am Spitalberg, 2 Jauchert am Leberg bei der Steingrube, 2 Jauchert im Krugtal [heute Ruhetal], den Anwander auf den Söflinger Brunnen, 2 darauf stoßende Jauchert, 2 Jauchert am Hochsträß ("Hochstrezze") in dem Esch gegen Grimmelfingen [Stadt Ulm] und 2 Jauchert im Alber ("Albrach") [heute Gemarkung Neu-Ulm]. Nach dem Tod der Eheleute fallen diese Äcker wieder an das Spital zurück.