Der Notar Heinrich Wideghe bescheinigt, daß der Dekan Ludolf und die
Kanonici zu s. Blasii, Hermann de Zusa, Joh. de Tzerstidde, Hinr. Zenep,
Joh. de Barem, Joh. Goltsmet, Hinr. de Scheninghe, Ludolf und Joh. Groteian
und Hinr. Spanghe vor ihm mit Harneyt de Olvenstidde alias dict. Paschedach
erschienen seien, und dieser seinen Hof in Herkesbuttele, welcher cum
omnibus mansionibus et attinentiis suis mansis, agris cultis etc. von dem
Knappen Ottraven de Wenden und dessen Erben ihm und seinem Bruder Joh.
Paschedach, als "eghenvrigut" (al: "vrieghentgut"), in dem, goding genannten
Gerichte vor dem gogravio, dem Richter und den Dingluden aufgelassen worden,
dem Dekan und Kapitel zu s. Blasii übertragen, und denselben, ad
corroborandam civilem naturalem et realem possessionem, den darüber
sprechenden Schenkungsbrief effectualiter tradirt, auf sich verpflichtet
habe, diese Überweisung des Besitzes vor den Herzogen von Br. u. Lüneb., als
Landherren, und vor den geistlichen und weltlichen Richtern auf Verlangen zu
wiederholen: wogegen ihm von dem ged. Dekan und Kapitel als, "antidoton"
eine jährliche Rente von 6 Mark Br. W. u. W. nebst der Kanonicalcurie,
welche zuvor der Kanonikus Konrad Soltau, solange er lebte, bewohnte, mit
der Zusicherung verliehen worden, daß für den Herzog Magnus den Jüngeren und
dessen Sohn Friedrich, sowie die Herzoge Bernhard und Heinr. von
Braunschweig, desgleichen für Otraven und Baldewin de Wenden, seinen Bruder
Johannes und alle übrigen in dem Treffen apud Tzellis "pro defensione
dominorum patrie" Gefallenen alljährlich Memorien gefeiert werden sollen.
Acta sunt hec in superiori estuario dominorum s. Blasii a. 1403 ind.
undecima, m. Julii die octava presentibus Johanne de Elze, magistro Nicolao
Borchardi medico, Hinrico Morsen, Wyllekino Crevet et Bertoldo Bokelem
vicarius et camerario ecclesie s. Blasii. Druck: Z Harz V 12, 1879, S.
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