Alffart von Plettenberg (-bert), Äbtissin zu Welver (Welueren), und der Konvent zu Welver bekunden, sie hätten vom Propst Johan Ffrigdage, der Priorin Margrete und dem Konvent zu Oelinghausen (Olinckhusen) deren eigenhörige Greiten, die Tochter des Hinrich zum Steinwerk (Steynwercke) [südöstlich von Scheidingen], die sich mit einem Eigenhörigen des Klosters Welver namens Herman Sterreman im Dorf Flerke (to dorp Flederke) [wohl Schulte im Dorf (vergl. Koske, Bördekataster, S. 169)] bzw. auf den dortigen Hof verheiratet hatte, erhalten. Bevor sie dem Kloster Oelinghausen eine andere Eigenhörige im Tausch überlassen konnten, sei Greite verstorben und habe drei eheliche Kinder zurückgelassen. Die Aussteller erklären, daß diese drei Kinder Eigenhörige des Klosters Welver bleiben sollen. Dafür überlassen sie dem Kloster Oelinghausen ihre Eigenhörige Engelen, die Tochter des Hermann Sterreman, die sich mit dem Eigenhörigen des Klosters Oelinghausen Johann von dem Steinwerke verheiratet hat. Diese haben zusammen vier Kinder. Von diesen erhält Welver die beiden ältesten Johan und Drudeken, während Oelinghausen die genannte Engelen und ihre zwei jüngsten Kinder, Katerine und Johan, bzw. auch die Kinder, die noch von der Engelen geboren werden, bekommt. Ankündigung des Abteisiegels durch die Äbtissin auch im Namen des Konvents. Datum 1481 März 16 (up ffriidaich na dem sundage Invocavit).