Lippische Regierung - Fürstliche Abteilung (Bestand)
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L 77 B
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.1. Land Lippe (bis 1947) >> 1.1.2. Verwaltung, Justiz >> 1.1.2.2. Allgemeine und innere Verwaltung >> 1.1.2.2.2. Regierung
1536-1935
Geburten, Erziehung und Vermählungen im fürstlichen Haus 1767-1906 (65); Regierung und Vormundschaft für Fürst Leopold I. zur Lippe 1782-1801 (70); Regierungsantritte und Vormundschaften 1802-1897 (8); Sterbefälle im fürstlichen Haus 1791-1897 (93); Nachlässe und Nachlassregulierungen im fürstlichen Haus 1781-1926 (161); Notifikationen 1780-1850 (104); Gräflich Augustisches Fideikommiss 1789-1875 (10); Lippische Nebenlinien 1765-1919 (44); Hofhaltung und Schlösser 1627-1918 (55); Auswärtige Beziehungen, Rheinbund 1795-1841 (38); Regierung und Landtag 1774-1854 (27); Standeserhebungen und Orden 1789-1871 (15).
Bestandsgeschichte: Regierung als zentrale Verwaltungs- und Justizbehörde im 16. Jh. erstmals unter dieser Bezeichnung nachweisbar, vgl. Bestand L 77 A. Teils zur privaten, teils zur öffentlichen Sphäre gehörende Dokumente der fürstlichen Familie gewissermaßen als Hausarchiv nach Art einer Sammlung bis 1918 geführt. Unter Kiewning ins Lippische Landesarchiv geholt, 1926 erstmals verzeichnet, durch Neuzugänge ergänzt.
Form und Inhalt: Vorwort: Der Bestand L 77 B - Lippische Regierung, Fürstliche Abteilung - umfasst im Wesentlichen die Teile der eher einer Grauzone zwischen privater und öffentlicher Sphäre gehörenden Dokumente der fürstlichen Familie. L 77 B schließt sich chronologisch an die Bestände L 7 Familienakten und L 50 Reichsständische Notifikationen an, die der Archivar Johann Ludwig Knoch 1778 rückwirkend bis ins 16. Jahrhundert angelegt hatte. Unter dem Innentitel des noch vom Archivar Hans Kiewning zu Beginn des 20. Jahrhunderts erstellten Findbuchs notierte Kiewnings Nachfolger Erich Kittel: Gewissermaßen als Hausarchiv nach Art einer Sammlung bis 1918 geführt.
Eine Ergänzung und Weiterführung vollzog Martin Sagebiel mit der Verzeichnung des Bestandes Fürstlich Lippisches Archiv - Schloss Detmold, Geheimes Zivilkabinett, Fürstliches Haus. Dabei listete er mit den Akten des Hofmarschallamtes (das im 18. Jahrhundert mit der Einstellung des Hofmarschalls von Donop neben dem Schlosshauptmann eine ständige Institution wurde) ebenfalls viele ältere private Bestände auf, die entweder Kiewning seinerzeit noch nicht für wichtig gehalten hatte oder die noch nicht von der fürstlichen Familie freigegeben worden waren. Sagebiel führte die Verzeichnung der Bestände ab 1918 weiter für die Zeit der Biesterfelder Regentschaft. Im Laufe der Zeit variieren die Ordnungskategorien für die verschiedenen Provenienzen, was zumal bei einer gesamten Laufzeit von nahezu 400 Jahren und einem Abstand von ca. 250 Jahren von der ersten Verzeichnung Johann Ludwig Knochs bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts nicht verwundern dürfte.
Im Jahr 1880 bittet der Archivrat Falkmann darum, Dokumente aus den Jahren 1785 bis 1815, die bis dahin unter Verschluss gehalten wurden, an das Archiv zu übergeben, zumal die ursprünglich als Grund für die Zurückhaltung angegebene Rücksicht auf die nun längst verstorbene Fürstin Pauline nicht mehr gelten könne (Vgl L 79 Nr. 340) . Sieben Jahre später wird sein Ersuchen immer noch abgelehnt. Die Dokumente, die mindestens zum Teil eine Zeit betroffen haben dürften, in der Fürst Leopold I. unter Kuratel stand wegen hoher Schulden, zum Teil handgreiflicher Auseinandersetzung mit den Regierungsbeamten und zuletzt wegen einer Gemütskrankheit, sollten offenbar auch Ende des 19. Jahrhunderts nicht das Ansehen der fürstlichen Familie trüben.
Hans Kiewning beschrieb in seinem Aufsatz in der Archivalischen Zeitschrift den Werdegang des Landesarchivs von den ersten Anfängen an, schilderte Missstände und Unzulänglichkeiten der Vergangenheit.1) Er erwähnt, man habe es lange Zeit - auf beiden Seiten - versäumt, die schriftlichen Nachlässe der Familie an das Archiv zu übergeben. Wie lange die Akten im Schloss blieben und wann sie schließlich ins Archiv übernommen wurden, ist heute zum Teil nur noch mit Mühe nachzuvollziehen.
Kiewning, von 1899 bis 1933 Archivar des Lippischen Landesarchivs, zeigte mit seinem kritischen Aufsatz seine eigenen Ambitionen, das Archiv offensiver und professioneller zu führen. Und so hat er auch den vorliegenden Bestand durch Neuzugänge erweitert, hat selbst außerhalb Lippes nach noch fehlenden Briefbeständen recherchiert, so die Korrespondenzen der Fürstin Pauline mit ihren Söhnen Leopold und Friedrich und mit der Prinzessin Luise oder mit dem Legationsrat Scherff; verschiedene einzelne Briefe, unter ihnen der Brief der russischen Zarin Katharina der Großen, der, so ist es im Zugangsbuch vermerkt, 1917 vom Regierungsassessor Petri an das Archiv übergeben wurde. Kiewning selbst ergänzte den Bestand durch Typoskripte von Briefen der fürstlichen Familie in anderen Nachlässen, so z. B. von den Briefen der Fürstin Pauline und des Fürsten Leopold I. an Paulines Bruder Alexius, Fürst von Anhalt-Bernburg, deren Originale heute im Landeshauptsarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Dessau liegen2), und von dem Briefwechsel der Fürstin mit dem französischen Gesandten Reinhard in Kassel aus dem Nachlass Reinhard. Bis zu Kiewnings Ausscheiden aus dem Dienst werden immer wieder noch neue Eingänge von Briefen vermerkt, die vor allem über Antiquariate wie Stargard und Salomon in Berlin ins Archiv gelangen(Vgl. D 29 Nr. 1269).
Kiewning verzeichnete den gesamten zu seiner Zeit im Archiv vorliegenden Bestand ab 1765 bis 1926. Dieser umfasst - nach der Neuverzeichnung - 142 Kartons mit insgesamt 681 Verzeichniseinheiten. Inhaltlich lässt sich der Bogen spannen von Geburts-, Trauungs- und Todesanzeigen, die nicht nur an die engeren Verwandten und Freundeskreise, sondern teilweise bis in europäische Adelshäuser versandt wurden, bis zu Nachlässen, privaten, gelegentlich sehr intimen Briefen, Briefen an die jeweiligen Kinder und Verwandten, aber auch, besonders in politisch schwierigen Zeiten, Briefwechseln mit politischen Beratern. Sehr umfangreiche Sammlungen von Schulheften der Prinzen Leopold II. und III. sowie des Prinzen Friedrich erlauben zudem einen guten Einblick in die Erziehung der Prinzen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Aufschlussreicher noch als die Reiseberichte der Prinzen dürften die äußerst detaillierten Tagebücher der Fürstin Pauline von ihrer Reise nach Paris sein, in denen sie neben dem politischen Anlass, ihr Treffen mit Napoleon, die Reisebedingungen zu jener Zeit schilderte, die Beschaffenheit der Wege und der Herbergen3).
Detmold, 9. Dezember 2008
gez. Anne Tegtmeier-Breit Fn.:
1)Hans Kiewning: Das Lippische Landesarchiv in Detmold. In: Archivalische Zeitschrift, hrsg. v. Bayrischen Hauptstaatsarchiv in München. Dritte Folge. Neunter und Zehnter Band, der ganzen Reihe 42./43. Band. München 1934. S. 281-321.
2) Signatur A 10 Nr. 16. Akteneinheit mit dem Titel "Korrespondenz Herzog Alexius Friedrich Christian von Anhalt-Bernburg mit seiner Schwester Pauline, Fürstin zur Lippe und deren Familie" aus dem Zeitraum 1796 bis 1833.
3) Veröffentlicht in: Eine Fürstin unterwegs. Reisetagebücher der Fürstin Pauline zur Lippe 1799-1818. Bearb. von Hermann Niebuhr. Detmold 1990.
Ergänzungen: Auf die Angabe der zahlreich vorhandenenen Literatur über Pauline wurde im Rahmen dieses Findbuchs verzichtet. Zu den Ereignissen um Leopold I. sei noch besonders auf die Arbeiten von Johannes Arndt hingewiesen, z.B. in den Lippischen Mitteilungen Band 60/1991. gez. Schwinger
Die Verzeichnungseinheiten L 77 B Nr. 683 und 684 wurden im Janaur 2014 aus einer Mappe gebildet, die im November 2008 von Frau Tegtmeier-Breit an die Restaurierungswerkstatt des Archivs weitergegeben wurde. Die darin enthaltenen Zeichnungen des Grafen Leopold I. zur Lippe und des Prinzen Friedrich zur Lippe sind bereits paginiert. Vermutlich gehörten sie ursprünglich zu einer bereits im Bestand verzeichneten Akte. Diese konnte jedoch nicht ermittelt werden. Detmold, 7. Januar 2008
gez. Schumacher
Bestandsgeschichte: Regierung als zentrale Verwaltungs- und Justizbehörde im 16. Jh. erstmals unter dieser Bezeichnung nachweisbar, vgl. Bestand L 77 A. Teils zur privaten, teils zur öffentlichen Sphäre gehörende Dokumente der fürstlichen Familie gewissermaßen als Hausarchiv nach Art einer Sammlung bis 1918 geführt. Unter Kiewning ins Lippische Landesarchiv geholt, 1926 erstmals verzeichnet, durch Neuzugänge ergänzt.
Form und Inhalt: Vorwort: Der Bestand L 77 B - Lippische Regierung, Fürstliche Abteilung - umfasst im Wesentlichen die Teile der eher einer Grauzone zwischen privater und öffentlicher Sphäre gehörenden Dokumente der fürstlichen Familie. L 77 B schließt sich chronologisch an die Bestände L 7 Familienakten und L 50 Reichsständische Notifikationen an, die der Archivar Johann Ludwig Knoch 1778 rückwirkend bis ins 16. Jahrhundert angelegt hatte. Unter dem Innentitel des noch vom Archivar Hans Kiewning zu Beginn des 20. Jahrhunderts erstellten Findbuchs notierte Kiewnings Nachfolger Erich Kittel: Gewissermaßen als Hausarchiv nach Art einer Sammlung bis 1918 geführt.
Eine Ergänzung und Weiterführung vollzog Martin Sagebiel mit der Verzeichnung des Bestandes Fürstlich Lippisches Archiv - Schloss Detmold, Geheimes Zivilkabinett, Fürstliches Haus. Dabei listete er mit den Akten des Hofmarschallamtes (das im 18. Jahrhundert mit der Einstellung des Hofmarschalls von Donop neben dem Schlosshauptmann eine ständige Institution wurde) ebenfalls viele ältere private Bestände auf, die entweder Kiewning seinerzeit noch nicht für wichtig gehalten hatte oder die noch nicht von der fürstlichen Familie freigegeben worden waren. Sagebiel führte die Verzeichnung der Bestände ab 1918 weiter für die Zeit der Biesterfelder Regentschaft. Im Laufe der Zeit variieren die Ordnungskategorien für die verschiedenen Provenienzen, was zumal bei einer gesamten Laufzeit von nahezu 400 Jahren und einem Abstand von ca. 250 Jahren von der ersten Verzeichnung Johann Ludwig Knochs bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts nicht verwundern dürfte.
Im Jahr 1880 bittet der Archivrat Falkmann darum, Dokumente aus den Jahren 1785 bis 1815, die bis dahin unter Verschluss gehalten wurden, an das Archiv zu übergeben, zumal die ursprünglich als Grund für die Zurückhaltung angegebene Rücksicht auf die nun längst verstorbene Fürstin Pauline nicht mehr gelten könne (Vgl L 79 Nr. 340) . Sieben Jahre später wird sein Ersuchen immer noch abgelehnt. Die Dokumente, die mindestens zum Teil eine Zeit betroffen haben dürften, in der Fürst Leopold I. unter Kuratel stand wegen hoher Schulden, zum Teil handgreiflicher Auseinandersetzung mit den Regierungsbeamten und zuletzt wegen einer Gemütskrankheit, sollten offenbar auch Ende des 19. Jahrhunderts nicht das Ansehen der fürstlichen Familie trüben.
Hans Kiewning beschrieb in seinem Aufsatz in der Archivalischen Zeitschrift den Werdegang des Landesarchivs von den ersten Anfängen an, schilderte Missstände und Unzulänglichkeiten der Vergangenheit.1) Er erwähnt, man habe es lange Zeit - auf beiden Seiten - versäumt, die schriftlichen Nachlässe der Familie an das Archiv zu übergeben. Wie lange die Akten im Schloss blieben und wann sie schließlich ins Archiv übernommen wurden, ist heute zum Teil nur noch mit Mühe nachzuvollziehen.
Kiewning, von 1899 bis 1933 Archivar des Lippischen Landesarchivs, zeigte mit seinem kritischen Aufsatz seine eigenen Ambitionen, das Archiv offensiver und professioneller zu führen. Und so hat er auch den vorliegenden Bestand durch Neuzugänge erweitert, hat selbst außerhalb Lippes nach noch fehlenden Briefbeständen recherchiert, so die Korrespondenzen der Fürstin Pauline mit ihren Söhnen Leopold und Friedrich und mit der Prinzessin Luise oder mit dem Legationsrat Scherff; verschiedene einzelne Briefe, unter ihnen der Brief der russischen Zarin Katharina der Großen, der, so ist es im Zugangsbuch vermerkt, 1917 vom Regierungsassessor Petri an das Archiv übergeben wurde. Kiewning selbst ergänzte den Bestand durch Typoskripte von Briefen der fürstlichen Familie in anderen Nachlässen, so z. B. von den Briefen der Fürstin Pauline und des Fürsten Leopold I. an Paulines Bruder Alexius, Fürst von Anhalt-Bernburg, deren Originale heute im Landeshauptsarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Dessau liegen2), und von dem Briefwechsel der Fürstin mit dem französischen Gesandten Reinhard in Kassel aus dem Nachlass Reinhard. Bis zu Kiewnings Ausscheiden aus dem Dienst werden immer wieder noch neue Eingänge von Briefen vermerkt, die vor allem über Antiquariate wie Stargard und Salomon in Berlin ins Archiv gelangen(Vgl. D 29 Nr. 1269).
Kiewning verzeichnete den gesamten zu seiner Zeit im Archiv vorliegenden Bestand ab 1765 bis 1926. Dieser umfasst - nach der Neuverzeichnung - 142 Kartons mit insgesamt 681 Verzeichniseinheiten. Inhaltlich lässt sich der Bogen spannen von Geburts-, Trauungs- und Todesanzeigen, die nicht nur an die engeren Verwandten und Freundeskreise, sondern teilweise bis in europäische Adelshäuser versandt wurden, bis zu Nachlässen, privaten, gelegentlich sehr intimen Briefen, Briefen an die jeweiligen Kinder und Verwandten, aber auch, besonders in politisch schwierigen Zeiten, Briefwechseln mit politischen Beratern. Sehr umfangreiche Sammlungen von Schulheften der Prinzen Leopold II. und III. sowie des Prinzen Friedrich erlauben zudem einen guten Einblick in die Erziehung der Prinzen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Aufschlussreicher noch als die Reiseberichte der Prinzen dürften die äußerst detaillierten Tagebücher der Fürstin Pauline von ihrer Reise nach Paris sein, in denen sie neben dem politischen Anlass, ihr Treffen mit Napoleon, die Reisebedingungen zu jener Zeit schilderte, die Beschaffenheit der Wege und der Herbergen3).
Detmold, 9. Dezember 2008
gez. Anne Tegtmeier-Breit Fn.:
1)Hans Kiewning: Das Lippische Landesarchiv in Detmold. In: Archivalische Zeitschrift, hrsg. v. Bayrischen Hauptstaatsarchiv in München. Dritte Folge. Neunter und Zehnter Band, der ganzen Reihe 42./43. Band. München 1934. S. 281-321.
2) Signatur A 10 Nr. 16. Akteneinheit mit dem Titel "Korrespondenz Herzog Alexius Friedrich Christian von Anhalt-Bernburg mit seiner Schwester Pauline, Fürstin zur Lippe und deren Familie" aus dem Zeitraum 1796 bis 1833.
3) Veröffentlicht in: Eine Fürstin unterwegs. Reisetagebücher der Fürstin Pauline zur Lippe 1799-1818. Bearb. von Hermann Niebuhr. Detmold 1990.
Ergänzungen: Auf die Angabe der zahlreich vorhandenenen Literatur über Pauline wurde im Rahmen dieses Findbuchs verzichtet. Zu den Ereignissen um Leopold I. sei noch besonders auf die Arbeiten von Johannes Arndt hingewiesen, z.B. in den Lippischen Mitteilungen Band 60/1991. gez. Schwinger
Die Verzeichnungseinheiten L 77 B Nr. 683 und 684 wurden im Janaur 2014 aus einer Mappe gebildet, die im November 2008 von Frau Tegtmeier-Breit an die Restaurierungswerkstatt des Archivs weitergegeben wurde. Die darin enthaltenen Zeichnungen des Grafen Leopold I. zur Lippe und des Prinzen Friedrich zur Lippe sind bereits paginiert. Vermutlich gehörten sie ursprünglich zu einer bereits im Bestand verzeichneten Akte. Diese konnte jedoch nicht ermittelt werden. Detmold, 7. Januar 2008
gez. Schumacher
142 Kartons = 685 Archivbände 1536-1935. - Findbuch: L 77 B.
Bestand
German
Kittel, Erich, Heimatchronik des Kreises Lippe, 2. Auflage, Köln 1978; Kiewning, Hans, Fürstin Pauline zur Lippe 1769-1820, Detmold 1930; Prieur, Jutta (Hg.), Frauenzimmer, Regentin Reformerin, Fürstin Pauline zur Lippe 1802-1820 (Sonderveröff. des NHV, Bd. 69), Detmold 2002.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
- Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)
- 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archival tectonics)
- 1.1. Land Lippe (bis 1947) (Archival tectonics)
- 1.1.2. Verwaltung, Justiz (Archival tectonics)
- 1.1.2.2. Allgemeine und innere Verwaltung (Archival tectonics)
- 1.1.2.2.2. Regierung (Archival tectonics)
- Lippische Regierung - Fürstliche Abteilung (Archival holding)