Familien: von Baumbach-Nentershausen [ehemals X 5 von Baumbach-Nentershausen] (Bestand)
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Urk. 102
Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> Urkunden >> Sonstige kleinere Urkundenbestände >> Deposita >> Familien
1283-1840
Enthält: Güter- und Lehensgeschäfte, Vergleiche, Bündnisse, Familien- und Eheverträge
Lehenurkunden für die Familien von Baumbach (betreffend Amönau, Binsförth, Eschwege, Gilsenhausen, Homberg, Hommershausen, Nentershausen, Oberhasel/Weissenhasel, Pfaffenhausen, Ropperhausen, Schlagsuhl, Schloss Tannenberg, Sontra, Ulfen, Wenigenholzhausen), von Boyneburg gen. von Honstein (betreffend Cappell, Dautenhausen, Schloss Boyneburg, Sontra), von Eschwege (betreffend Au, Hesele, Wippenrode, Völkershausen, Oberholunde) und Keudell (betreffend Heldra, Treffurt, Zell, Lengenfeld).
Bestandsgeschichte: Das Archiv der Familie von Baumbach-Nentershausen wurde seit dem Jahr 1893 gemäß dem Vertrag desselben Jahres mit dem Landesforstmeister und wald. Oberjägermeister Ludwig von Baumbach als Generalbevollmächtigten der Familie in insgesamt 8 Akzessionen als Depositum in das Staatsarchiv Marburg überführt, wo es geordnet und verzeichnet wurde. Die Akzessionen der Jahre 1893, 1894 und 1914 beinhalteten die Urkunden des Archivs.
In den Jahren 2007-2016 wurden die einzelnen Überlieferungen vereinzelt und umverpackt, die Siegel wurden mit Siegeltaschen versehen und die Signaturen wurden auf Numerus Currens umgestellt.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Familie von Baumbach ist ein altes hessisches Adelsgeschlecht und Mitglied der Althessischen Ritterschaft, das 1246 zum ersten Mal erwähnt wurde. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts bildeten sich zwei Linien, eine zu Tannenberg und eine zu Bebra. Die Linie zu Bebra erlosch aber schon im 15. Jahrhundert. Die Linie zu Tannenberg teilte sich im 14. Jahrhundert in zwei weitere, nach ihren Begründern Helmrich und Ludwig benannte Äste, die sich im Laufe der Zeit stark ausbreiten konnten. Zum Helmrichschen Ast gehörten die Häuser zu Nentershausen, Kirchheim, Freudenthal-Gilserhof, Amönau und Gemünden, zum Ludwigschen Ast die Häuser Nassenerfurth, Kopperhausen, Lenderscheid und Siebertshausen. Zu den bedeutendsten Besitzungen der Familie gehört die Burg Tannenberg zwischen Rotenburg und Gerstungen.
Findmittel: Repertorium von Baumbach-Nentershausen, angelegt zwischen 1890 und 1920, handschriftlich, 1 Band (Signatur: R 1968).
Findmittel: Arcinsys-Datenbank
Lehenurkunden für die Familien von Baumbach (betreffend Amönau, Binsförth, Eschwege, Gilsenhausen, Homberg, Hommershausen, Nentershausen, Oberhasel/Weissenhasel, Pfaffenhausen, Ropperhausen, Schlagsuhl, Schloss Tannenberg, Sontra, Ulfen, Wenigenholzhausen), von Boyneburg gen. von Honstein (betreffend Cappell, Dautenhausen, Schloss Boyneburg, Sontra), von Eschwege (betreffend Au, Hesele, Wippenrode, Völkershausen, Oberholunde) und Keudell (betreffend Heldra, Treffurt, Zell, Lengenfeld).
Bestandsgeschichte: Das Archiv der Familie von Baumbach-Nentershausen wurde seit dem Jahr 1893 gemäß dem Vertrag desselben Jahres mit dem Landesforstmeister und wald. Oberjägermeister Ludwig von Baumbach als Generalbevollmächtigten der Familie in insgesamt 8 Akzessionen als Depositum in das Staatsarchiv Marburg überführt, wo es geordnet und verzeichnet wurde. Die Akzessionen der Jahre 1893, 1894 und 1914 beinhalteten die Urkunden des Archivs.
In den Jahren 2007-2016 wurden die einzelnen Überlieferungen vereinzelt und umverpackt, die Siegel wurden mit Siegeltaschen versehen und die Signaturen wurden auf Numerus Currens umgestellt.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Familie von Baumbach ist ein altes hessisches Adelsgeschlecht und Mitglied der Althessischen Ritterschaft, das 1246 zum ersten Mal erwähnt wurde. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts bildeten sich zwei Linien, eine zu Tannenberg und eine zu Bebra. Die Linie zu Bebra erlosch aber schon im 15. Jahrhundert. Die Linie zu Tannenberg teilte sich im 14. Jahrhundert in zwei weitere, nach ihren Begründern Helmrich und Ludwig benannte Äste, die sich im Laufe der Zeit stark ausbreiten konnten. Zum Helmrichschen Ast gehörten die Häuser zu Nentershausen, Kirchheim, Freudenthal-Gilserhof, Amönau und Gemünden, zum Ludwigschen Ast die Häuser Nassenerfurth, Kopperhausen, Lenderscheid und Siebertshausen. Zu den bedeutendsten Besitzungen der Familie gehört die Burg Tannenberg zwischen Rotenburg und Gerstungen.
Findmittel: Repertorium von Baumbach-Nentershausen, angelegt zwischen 1890 und 1920, handschriftlich, 1 Band (Signatur: R 1968).
Findmittel: Arcinsys-Datenbank
460 Urkunden
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Urk. 13 Generalrepertorium [ehemals Urk. A I t]; Urk. 14 Landgräfliche Aktiv- und Passivlehen [ehemals Urk. A I u]; Urk. 49 Hessische Adels- und Bürgerfamilien [ehemals Urk. A VI]; Urk. 67 Hanau Aktiv- und Passivlehen [ehemals Urk. O I q, r]; Urk. 72 Hanau, Adel [ehemals Urk. O II e]; Urk. 76 Fulda, Lehnreverse [ehemals Urk. R I b]; Urk. 77 Fulda, Klöster [ehemals Urk. R II]; Urk. 80 Fulda, Adelsarchive [ehemals Urk. R IX]; Urk. 101 von Baumbach-Kirchheim [ehemals Urk. X 5]; Urk. 103 von Baumbach-Nassenerfurth [ehemals Urk. X 5]; Best. 17 c Regierung Kassel Lehnhof; Best. 17d Regierung Kassel Familienrepositur; Best. 340 von Baumbach-Nentershausen; S 492-495, 498-499.
Literatur: M. Ludwig, Der Adel im Altkreis Rotenburg - die Familie von Baumbach, in: Rund um den Alheimer 26, 2005, S. 11-13; S. Frhr. von Dörnberg, Stammtafeln der Althessischen Ritterschaft [...], Bad Hersfeld 1958; A. v. Baumbach, Geschichte der zur althessischen Ritterschaft gehörenden Familie von Baumbach: Mit fünf Stammtafeln, Marburg 1886; E. H. Kneschke, Neues allgemeines deutsches Adelslexikon, 9 Bände, Leipzig 1859-1870.
Literatur: M. Ludwig, Der Adel im Altkreis Rotenburg - die Familie von Baumbach, in: Rund um den Alheimer 26, 2005, S. 11-13; S. Frhr. von Dörnberg, Stammtafeln der Althessischen Ritterschaft [...], Bad Hersfeld 1958; A. v. Baumbach, Geschichte der zur althessischen Ritterschaft gehörenden Familie von Baumbach: Mit fünf Stammtafeln, Marburg 1886; E. H. Kneschke, Neues allgemeines deutsches Adelslexikon, 9 Bände, Leipzig 1859-1870.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 08:12 MESZ