Vor dem Notar Heinrich Petri von Krefeld (Creveldia) sind erschienen der Profeßmönch Helmstedts Ludger von Blekenstede, der Pastor von Selm (Zelhem) Heinrich de Leen, beide Priester, der Vikar im Kloster Werden Johann von Xanten (Xancten), Wenemar dei Quade, Hermann then Horne und haben ausgesagt, sie hätten am letzten 6. Dezember in der Collen gen. Kammer gehört, daß der Abt gegenüber Hermann Horster, dem Fischer des Knappen Heinrich von Oefte, folgende Erklärung abgegeben hat in deutschen Worten, die hier ins Lateinische übersetzt worden sind: Ich verbiete dir, Hermann Horster, daß du in dem Wasser und der Fischerei Bickendelle [Picken-] fischst. Die Bickendelle gehört voll und ganz dem Abt von Werden und niemand anderem. Du hast neulich ein einziges Mai mit unseren Fischern und Familiaren dort gefischt, doch ist das aus Gunst und nicht aus Recht geschehen. Die frischen und großen Fische, die du gefangen hast, sollen der Klostervogt, der Herzog von Kleve, und dessen Gemahlin erhalten. Der Abt hat den Notar gebeten, darüber ein öffentliches Intrument anzufertigen. - Geschehen in der Abtei Werden in Gegenwart des Mönches Johann Steck, Telos Egelstein und Noltkins then Sipen. - Der Notar Heinrich Petri, Kölner Kleriker, macht bekannt, daß er mit den Zeugen bei der Verhandlung anwesend war, das Instrument mit eigener Hand geschrieben und mit seinem Namen und seinem Signet versehen hat.