Januar 1852: Auszüge aus Briefen des Oberst Carl August von Cohausen aus Mainz
Show full title
LLA 005/022
LLA Lindenschmit, Ludwig d. Ä.
Lindenschmit, Ludwig d. Ä. >> Notizen/Abfassungen/Entwürfe
Inhalt/Beschreibung/Darin: "Januar 1852 Auszüge aus Briefen des
Oberst Carl August v Cohausen
aus Mainz
Bei mir waren Habel u Lindenschmidt,
da wir wirklich nicht unwichtige Dinge
aus zu machen hatten. Es wurde nämlich bei
der Versammlung deutscher [Altertums....]
in Mainz, die Gründung von zwei Germanischen
Museen beschlossen. Das eine für Mittelalter
in Nürnberg, das andere für die Urzeit bis zu
Carl dem Großen in Mainz. Man hat mich
in den Ausschusss, es ins Leben zu führen und die
Festsetzung seines Bestehens und Wirkens, bearbeiten
soll, gewählt. Der Prinz Johann v Sachsen ist der
Präsident des aus allen deutschen Altertums-
vereinen zusammengesetzten Centralvereins,
und an ihn ist vorgestern unser Programm
abgegangen. Es handelt sich darum hier ein
Museum aufzustellen, vorzugsweise nur von
Modellen u.s.w. und hoffen, daß [...lichkeit]
und Schärfe in die Altertumskunde kommt
und daß die Forschung des Einen allen zu
Gute kommt. Das ist nun alles nichts ohne
mein eifriges Zutun erläuternd geschrieben
worden. – –
Im übrigen lebe ich nur in Altertümern. Als ein
von der Mainzer Versammlung erwähltes Aus-
schussmitglied für den Pfahlgraben, dergl. für
das Römisch Germanische Museum, dergl. als Vorstand
des hiesigen Altertumvereins"
Transkription: Lara Beringer
Oberst Carl August v Cohausen
aus Mainz
Bei mir waren Habel u Lindenschmidt,
da wir wirklich nicht unwichtige Dinge
aus zu machen hatten. Es wurde nämlich bei
der Versammlung deutscher [Altertums....]
in Mainz, die Gründung von zwei Germanischen
Museen beschlossen. Das eine für Mittelalter
in Nürnberg, das andere für die Urzeit bis zu
Carl dem Großen in Mainz. Man hat mich
in den Ausschusss, es ins Leben zu führen und die
Festsetzung seines Bestehens und Wirkens, bearbeiten
soll, gewählt. Der Prinz Johann v Sachsen ist der
Präsident des aus allen deutschen Altertums-
vereinen zusammengesetzten Centralvereins,
und an ihn ist vorgestern unser Programm
abgegangen. Es handelt sich darum hier ein
Museum aufzustellen, vorzugsweise nur von
Modellen u.s.w. und hoffen, daß [...lichkeit]
und Schärfe in die Altertumskunde kommt
und daß die Forschung des Einen allen zu
Gute kommt. Das ist nun alles nichts ohne
mein eifriges Zutun erläuternd geschrieben
worden. – –
Im übrigen lebe ich nur in Altertümern. Als ein
von der Mainzer Versammlung erwähltes Aus-
schussmitglied für den Pfahlgraben, dergl. für
das Römisch Germanische Museum, dergl. als Vorstand
des hiesigen Altertumvereins"
Transkription: Lara Beringer
1 Blatt
Papier
Abschrift
Deutsch
Clauß, Gisela - Verfasserin, Verfasser
Mainz - Erwähnt
Nürnberg - Erwähnt
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
13.05.2026, 11:29 AM CEST