Vor Kuno von Sterzelnheim, Kämmerer, Schultheiß Wasmud, und den weltlichen Richtern Konrad, Johan von Nesen, Peter zum Ungefugen und Peter zum Mulbaum, 1395 "off den nesthen myttewochen nach dem achtzehenden dage", im ungebotenen Ding auf dem erzbischöflichen Hof zu Mainz: gewinnt Clas Blume, Meister des Spitals zum hl. Geist "off dem Ryne", für das Spital und die armen Siechen daselbst den dritten Bann über folgende Ewiggülten: 1) 1 fl (übergeben von Katherin Pergemendern in der Scheffergasse), aus einem Haus in der Scheffergasse gen. zum Neuenhaus und aus einem unmittelbar daran gelegenen Haus zwischen dem Neuenhaus und dem Backhaus - zinsen voraus 1 fl. [Vgl. U / 1393 Juli 11 / I]. 2) 1 Pfd. Heller (übergeben von Else, Wygands des Fürsprechers Witwe, und ihrem Sohn Diele), aus dem Haus zu der Rusen in dem Kirschgarten, zwischen Getze von Frankfurt und dem Eckhaus ("orthuse") gegenüber Grunewald, dem Bäcker, und Peter Stegenbach, dem Schuhmacher - zinst voraus 2 Pfd. Heller Mariagreden. 3) 1/2 fl (übergeben von Peter von Wonnecke dem Burggrafen am weltlichen Gericht), aus zwei Häusern gegenüber dem Widenhof, die Beyerchin, der Söldner ("Soldener"), besessen hat - das Vorderhaus ist freieigen, das andere zinst voraus 18 Schillinge Heller dem Heiliggeistspital und einen Kappen Siegel Lenes und seinen Erben auf Martini. [Vgl. U / 1392 Mai 24 / II]. 4) 1 fl (übergeben von Henne, Grunewalds Sohn, und seiner Frau Else), aus dem Backhaus in dem Kirschgarten gegenüber dem Vater des genannten Vorbesitzers und bei Rulen Budelers Backhaus - zinst voraus 29 Schillinge Heller Katherine, Witwe des Richters Konrad. 5) 30 Schillinge Heller (übergeben von Hans Hertzesfelt), aus dem Steinhaus zur Scheren auf dem Steinweg, an "Crehen sones huse" gegenüber dem großen Steinhaus - zinst voraus je 30 Schillinge Heller der Pfarrei St. Emmeran ("St. Heylrame") zum Heiligkreuzaltar und dem Heiliggeistspital. 6) 1 Pfd. Heller (übergeben von Conze Kruse, dem Schneider), aus dem Haus zum Snorrenmule gegenüber der Abtei von St. Alban, und ist an "ein hus das orthus" - zinst voraus 30 junge Heller Heinz Aptecker und seinen Erben - das andere daran gelegene Haus zinst 30 Schillinge Heller St. Alban, wofür beide Häuser zu Unterpfand liegen, so dass bei Zinsversäumnis Conze Kruse oder seine Erben das zweite Haus gegen Zinsleistung an sich zu nehmen verpflichtet sind. [Vgl. U / 1389 September 1]. 7) 2 fl (übergeben von Peter Scherer, gegenüber den Nieder-Scharn wohnend, und seiner Frau Grede), aus dem Haus zur Rindsklaue ("zum Rindesklahen") unter den Nieder-Scharn, unmittelbar an Setzephands Haus oben gelegen. Die vorgenannten Zinsen [1-7] hat Orte zur Eiche dem Spital aus dem Nachlass Peter Hasenbachs, Stiftsherrn zu St. Johannes, zu einem Seelgedächtnis gekauft; von dem Geld soll den armen Siechen Speise gekauft werden. 8) 2 Pfd. Heller Grundzins (übergeben von Clese Wilbrechtes Eidam), aus dem Backhaus in dem Kappelhof, mit dem Rücken gegen den Rhein. [Vgl. U / 1392 Dezember 20]. 9) 30 Schillinge Heller (übergeben von Henne Gerung), aus dem Haus gegenüber der kleinen Pforte, unter den Oberfischern - zinst voraus 2 Kappen Jeckel zu Schenckenberg und seinen Erben und 1 Turnose St. Agnes. [Vgl. U / 1393 Januar 4 / II]. 10) 6 fl Grundzins (übergeben von Henne Dasperg zu Falkenburg und seiner Ehefrau Katherin), aus zwei Krämen ("kremen") zwischen dem Erbe zum Giselmar und dem Erbe zum Spiegel, mit den zwei Stuben und den zwei Aborten ("profeyen") und aller Zugehörung. 11) 1 fl (übergeben von Getze, Witwe Konzichin Mynnen Sohns des Schneiders), aus den vier an einander gelegenen Häusern, "da man get in Odemonster pharre in den Haelegarthen zu der rechten hand und gein dem Ringrefen uber", mit dem Garten und aller Zugehörung, - zinsen voraus 15 Schillinge Heller Grundzins der Bruderschaft der vier Frauenklöster je zur Hälfte auf Mariä Himmelfahrt und Lichtmeß ("kertzewyhe"), und 1 Pfd. Heller dem Konvent von der dritten Regel in den vier Frohnfasten. [Vgl. U / 1391 Mai 10]. 12) 1 fl (übergeben von Conze Holtzenkop, dem Weinsager, und seiner Frau Grede), aus dem Haus Knoppesberg, gelegen auf dem Steinweg, und aus den zwei hinten daran gelegenen Häusern - diese Häuser stoßen auff den Hunesbaum und zinsen 2 Pfd. 4 Schillinge Heller. 13) 1 fl (übergeben von Henne Kremer, dem Oleyer, und seiner Frau Getze), aus dem Eckhaus ("orthuse") zu Vilzbach gegenüber St. Katharinen Tor ("thare, dore"), - zinst voraus 6 Schillinge Heller St. Gangolf. 14) 1 Mark (übergeben von Maghenne, dem Weißgerber, und seiner Frau Else), aus dem Haus unter den Weißgerbern, neben Clesichin Weißgerber, das jetzt Hanman Malx Sohn besitzt - zinst voraus 7 Schillinge weniger 3 Heller und 1 Mark. [Vgl. U / 1393 September 27]. 15) 1 fl (übergeben von Conze Snurewercker und seiner Frau Else und ihrem Sohn Jeckel und seiner Frau Pauline) aus dem Haus und Erbe zum Kölner, auf der Rosen, und 1 fl aus dem unmittelbar daran gelegenen Haus, das Henne Krasse besitzt, "und liget auch gein Herteln Brymeler uber, und gefellet der selbe gulden geldes jerlichen in daz vorgen[ant] hus und erbe zum Kolner dem selben huse und [!] zu holfe und zu sture" - und zinst das vorgenannte Haus und Erbe zum Kölner voraus 2 Mark. [Vgl. U / 1393 Juni 13 / I]. 16) 2 fl (übergeben von Johan Glatz d.A. und seiner Frau Ele), aus zwei Häusern in dem Kirschgarten, hinten an dem Hof zum Hanhof und auch an dem Haus genant zum Borne, das Heinz Kegeler und seine Frau Gudichin bewohnen, auf der einen Seite, und auf der andern Seite an ein Haus "an Ruprechts selegen erbe" des Schneiders, mit dem Höfchen und aller Zugehörung, wie sie Meister Konrad in dem "Blydehofe", der Zimmermann, besessen hat - und zinst das nächste Haus gegen dem Borne, das Henne Nalde bewohnt, zuvor 12 Schillinge Heller und 1 Kappen dem Domstift auf Martini, das andere Haus gegen Sankt Blasius wert 12 Schillinge Heller den Deutschherrn zu Mainz auf Bartholomäi. 17) 22 Schillinge Heller (übergeben von Reinhart zu Wartenberg), aus dem Haus in dem Kirschgarten, unmittelbar an dem Backhaus gegenüber Grunewald, das Hauwenschilt besessen hat und das jetzt der Häckertrinkhaus ist - zinst zuvor 3 Pfd. 6 Schillinge Heller Mariagreden und 4 Schillinge Heller den Erben Wigands des Fürsprechers. [Vgl. U / 1392 Mai 17]. 18) 1 Mark (übergeben von Johan Glatz und seiner Frau Else), aus dem Haus in der Scheffergasse, hinten an dem Erbe zum Brunstein - reicht voraus 8 Schillinge und 3 junge Heller Grundzins St. Agnes auf Martini, 3 Schillinge und 3 junge Heller St. Theonest ("St. Dymest"). [Vgl. U / 1394 März 13]. 19) 1 fl (übergeben von Henne Gerhard, dem Kürschner, und seiner Frau Drude), aus dem freieigenen Haus unterhalb Trudeln, Krebis Witwe, mit dem Gang auf die "profeye" und allen bisherigen Rechten. [Vgl. U / 1393 Dezember 31 / II]. 20) 2 Pfd. Heller (übergeben von Heinz, Sohn des + Herbord von Hexheim), aus dem Haus und Erbe in der Lumpengasse, das Henne von Seligenstadt besitzt - zinst voraus 5 Schillinge Heller St. Ignaz. Alle vorgenannten Gülten fallen je zur Hälfte an Johanni B. und Ev. 21) 1 Pfd. Heller (übergeben von Henne Gerung), fällig dem Vikar des im Spital neugestifteten Altars zu Ehren U. L. Fr., St. Antons, St. Josts und St. Katharinä, aus dem Haus "in des aptyes gasse an ein hus off dem orte an der fheren porten", zwischen Görgen und Bertz Hillen, gen. zu dem Alten Heinrich - zinst voraus 15 junge Heller und 1/2 Kappen St. Alban. [Vgl. U / 1391 August 30]. 22) 3 Pfd. Heller (übergeben von Gabel, dem Schneider) und zwar: a) 2 Pfd., fällig auf Martini aus 1 Zweitel Krautgarten in dem Leimen, zwischen Peter Gebure und Figen Panckuchen, das Katherine Dielmenschen und ihr Sohn Clesichin besessen haben - damit liegt zu Unterpfand 1 Morgen Acker daselbst (Vorbesitzer: Stephan Gärtner +) [gleiche Klausel wie unter Nr. 6]; b) 1 Pfd., fällig wie vorhin aus Gobel Schneiders Haus, zwischen Wenzen Oleyer (Besitzer früher Heinz von "Nydenauwe", jetzt Peter von Stege). [Vgl. U / 1393 Januar 23 / II]. 23) 3 Pfd. Heller Grundzins (übergeben von Craft Afterding vor dem weltlichen Gericht), fällig je zur Hälfte auf Petri Stuhlfeier und Kettenfeier aus einem Haus unter den Seilern, gen. vormals der "Kelbin hus", jetzt der Schusselern hus, das jetzt Gelchin besitzt. [Vgl. U / 1391 August 4]. 24) 3 Pfd. Heller (übergeben von Nese, Witwe Helfmans, des Metzgers, zu beider Seelenheheil den armen Siechen in den Mund), fällig je zur Hälfte auf Walburgis und Martini aus Metzen der Frielen Haus und aus Jeckeln Roden Haus, die vorzeiten ein Haus gewesen sind, unter den obern Scharn, "ane ein hus nesthe an dem borne"; der Domvikar Johan Remeben ließ als Vertreter der Dompräsenz, die 1 Mark Vorzins auf Martini aus beiden Häusern erhält, dem Spitalmeister den Bann "follen geen, als er yeme den virsprochen hatte." [Vgl. U / 1390 Januar 9]. Ebenso ließen die Richter Konrad und Peter zum Ungefugen dem Spitalmeister den Bann durchgehen über die [in Nr. 4] genannte Gült aus einem Backhaus in dem Kirschgarten, da sie aus diesem und dem daran gelegenen Backhaus, mit dem Gang und aller Zugehörung, 1 Mark Zins beziehen. 6 S.: Kämmerer, Schultheiß und Richter.