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Sammlung Kirchenkampf (Bestand)
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Bestandsbeschreibung: Noch kein Korrekturdurchgang!!!
Noch zu prüfen: wer gehörte wirklich zur Bekennenden Kirche, wer nicht, Zweifelsfälle klären, ggf. Klassifikation ändern!!!
Notizen für das Vorwort
- Der Bestand setzt sich aus 40 Provenienzen zusammen. Die Zusammenstellung erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte, beginnend im Landeskirchenamt in Kassel und im fortigen Archiv, fortgeführt bis heute im landeskirchlichen Archiv.
- Das Schriftgut ist heterogen: es reicht von persönlichen Erinnerungen über Briefwechsel, Geschäftspost, Druckschriften, Rundschreiben, behördliche Mitteilunge, Zeitungsausschnittsammlungen und nachträglich angefertigte Materialsammlungen bis zu Manuskripten und den Vorarbeiten dazu. In der Masse überwiegen Druckschriften und Rundschreiben, die insbesondre von Mitgliedern der Bekennenden Kirche gesammelt und aufbewahrt wurden.
- Kriterium für die Zuordnung einer Sammlung oder eines Nachlasses zum Bestand "Kirchenkampf" war das Vorhandensein von Materialien, die die Situation der Kirche, insbesondere in Kurhessen und Waldeck, im Nationalsozialismus reflektieren.
- Der Bestand war zum Zeitpunkt der Neuverzeichnung (Oktober/ November 1999) vorsortiert; vorhanden waren ein Gliederungsschema von Martin Hein (ca. 1990) und eine Teilverzeichnung von Ramona Göbel (ca. 1994). Auf dieser Grundlage wurde die inhaltliche Erschließung vertieft.
- Wegen der Anwendung des Provenienzprinzips, d. h. der Beibehaltung der Einzelsammlungen, konnte die oft mehrfach vorhandene Überlieferung nicht insgesamt systematisiert werden. Das bedeutet, daß sich nicht nur die dieselben Betreffe in mehreren Teilbeständen wiederfinden, sondern häufig auch gleiche Schriftstücke in Kopie oder Druck. Für die Benutzung kann daher die Klassfikation, die sich an den Provenienzen orientiert, nur ein Überblick sein. Die Stichwortsuche per EDV ist für die meisten Fragestellungen ebenso wichtig.
- Als Ausgleich für die "unsystematisch" beibehaltenen Teilbestände wurde versucht, mit Hilfe der Enthält- und Intus-Vermerke möglichst viele Einzelthemen und -schriftstücke zu erfassen. Vollständigkeit konnte dabei nicht angestrebt wrden, sondern nur eine größtmögliche Bandbreite für die Orientierung per Stichwortsuche.
Kassationen: Wenn mehr als drei Durchschläge derselben Druckschrift vorhanden waren, wurden die überzähligen kassiert.
Wünschenswerte Informationen:
- Daten zum Bruderrat/ zur Bekennenden Kirche (Organisation, wichtige Personen, Hinweise auf Publikationen)
- Daten zur Evangelischen Kirche (von Kurhessen und Waldeck), v. a. 1933 bis 1945
(Martin Hein (Hg.), Kirche im Widerspruch (...), Darmstadt 1996)
1933
27.5. Ernennung Friedrich von Bodelschwinghs (Bethel) zum künftigen Reichsbischof
24.6. Einsetzung von Landgerichtsrat Dr. August Jäger (Wiesbaden) zum Staatskommissar für die evangelischen Landeskirchen in Preußen durch Kultusminister Bernhard Rust; Rücktrittserklärung von Bodelschwinghs
26.6. Ernennung von Stadtrat Dr. Wilhelm Paulmann (Kassel) zum Bevollmächtigten für die Evangelische Landeskirchen in Hessen-Kassel und von Waldeck und Pyrmont durch Staatskommissar Dr. Jäger
11.7. Verabschiedung der Verfassung der "Deutschen Evangelischen Kirche"
23.7. Kirchenwahlen in Deutschland
9.9. Gesuch der drei Landespfarrer Heinrich Möller (Kassel), Otto Dettmering (Marburg) und Karl Fuchs (Hanau) um Versetzung in den Ruhestand
11.9. Gründung des Pfarrernotbundes durch Martin Niemöller (Berlin)
12.9. Konstituierende Sitzung des neugewählten Landeskirchentages und Einsetzung einer "Einstweiligen kirchenleitung " unter dem Vorsitz von Metropolitan a. D. D. Theodor Dithmar (Homberg)
21.9. Aufruf Martin Niemöllers (Berlin) an alle Pfarrer zum Beitritt in einen Pfarrernotbund
27.9. Wahl Ludwig Müllers zum Reichsbischof auf der Nationalsynode der Deutschen Evangelischen Kirche in Wittenberg
20.10. Konstituierende Sitzung des Pfarrernotbundes in Berlin und Bildung eines "Bruderrates" als Leitungsgremium
9.11. Konstituierende Tagung des "Bruderbundes Kurhessischer Pfarrer" und Wahl D. Karl Bernhard Ritters (Marburg) zum "Landesführer"
1934
22.1. Ernenennung von Amtsgerichtsrat Dr. Heinrich Happel (Korbach) zum Bevollmächtigten für die evangelische Landeskirche von Waldeck und Pyrmont
12.4. Einsetzung von August Jäger zum "Rechtswalter" der Deutschen Evangelichen Kirchen; Beginn der Eingliederungen
14.5. Einspruch durch das Kultusministerium gegen eine mögliche Bischofskandidatur und -wahl D. Merzyns
29.-31.5. Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche in Wuppertal-Barmen
9.6. Trennung der "Selbständigen Deutschen Christen" von der "Glaubensbewegung Deutsche Christen" auf einer Kundgebung in Kassel
12.6. Tagung des Landeskirchentags und Zusammenschluß der evangelischen Landeskirchen Waldeck (ohne Pyrmont) und Hessen-Kassel zur Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck
29.6. Erneute Tagung des Landeskirchentags und -trotz Beschlußunfähigkeit - Wahl von Pfarrer Karl Theys (Kassel) zum Landesbischof sowie Beschluß über die Eingliederung der Landeskirche in die Reichskirche
3.7. Bestellung von Vizepräsident Dr. Johannes Richter (Hannover) zum Bevollmächtigten für die Evangelische Landeskirche von Kurhessen-Waldeck durch Staatskommissar Dr. Jäger
9.7. Verbot der öffentlichen Erörterung des "Kirchenstreites" durch Reichsinnenminister Wilhelm Frick
(...)
- Hinweise auf Parallelbestände: Nachlässe von Personen im Landeskirchlichen Archiv; Überlieferung des Landeskirchenamtes 1933-1945
- Vollständige Namen der Einzelpersonen
Die Provenienzen im einzelnen:
Rudolf Maurer, Pfarramt Hermannrode
Ernst-Heinz und Barbara Bachmann
Georg Blendin, Wachenbuchen (1974-1956; DC)
Paul Blesse, Kassel (1903-1991; BK)
Karl Dehnhard
Disselnkötter
Theodor Dithmar (1863-1948; Vorsitzender der EKL)
Fenner
Francke, Hombressen
Friedrich Hammann, Rotenburg (1893-1975, BK)
Wilhelm Handwerk, Gelnhausen (1901-1978; BK)
Friedrich Happich (1883-1951)
Bernhard Heppe (1897-1945; BK)
Karl Hilmes, Ulfen (BK)
Fritz Laabs, Ziegenhain (1895-1967; BK)
Kurt Rebermann (1898-1975)
Ruetz, Niederdünzebach
Scheffer, Hersfeld-Friedewald
Gottfried Schmidmann, Marburg (1874-1954; BK)
Schmoll, Gottsbüren
Heinz Martin Siebert, Burghaun (1905-1991)
Hans Slenczka (nach 1945) (1903; BK)
Vockenberg, Sebbeterode
Weise, Trendelburg
Karl Wessendorft, Bergen (1889-1978; BK)
Hermann Wepler, Eschwege (1878-1955; NSDAP)
Wilhelm Wibbeling, Langendiebach (1891-1966; BK)
Wiegand, Trendelburg
Manfred Wintzer, Eschwege (1902-1982; BK)
Wilhelm Wittekindt, Berge (1898-1970; BK)
Hans Zimmermann, Mottgers (1896-1966; BK)
Archiv der Landeskirche Kurhessen-Waldeck
Landeskirchenamt Kassel
Bruderbund/ BK Kurhessen-Waldeck (Marburger Geschäftsstelle, Pfarrer Heppe)
Bruderrat bzw. Arbeitskreis Bekennende Kirche NACH 1945
Deutsche Evangelische Kirche, Berlin (nur Kopien)
Reichskirchenausschuß Berlin (nur Kopien, 1935)
Kirchenbundesamt Berlin (1918-1942)
Forschungsprojekt GHK Kassel, Prof. Krause-Vilmar
Internierungslager Ziegenhain
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.