Kabinettsregistratur Oldenburg (Bestand)
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NLA OL, Best. 31
Nds. Landesarchiv, Abt. Oldenburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliches Archivgut, Ältere Bestände >> 1.3 Zentrale Behörden
1774-1868
Enthält: Amtsbücher 1774-1869 (186); Reichssachen/Deutscher Bund 1774-1869 (168); Großherzogliches Haus 1815-1868 (205); Auswärtige Angelegenheiten (u.a. Konsulate, Gesandtschaften) 1810-1879 (756); Behörden (Organisation und Personal) 1774-1880 (2319): u.a. Regierung 1789-1880 (837), Provisorische Regierung (1813/14) 1813-1817 (27), Generaldirektion des Armenwesens/Generalarmeninspektion 1801-1859 (347), Staatsministerium 1809-1869 (333), Haus-und Centralarchiv 1836-1869 (29), Landesbibliothek 1834-1869 (28); Katasterverwaltung 1830-1869 (36); Baukommission für die Stadt Oldenburg 1841-1857 (17); zentrale Kassen 1830-1869 (57); Landstände/Landtag 1848-1858 (38); Kommunalbehörden 1819-1869 (157); Hoheitssachen (u.a. Orden/Ehrenzeichen) 1814-1891 (372); Gnadensachen der Regierung 1774-1869 (308); Kirchensachen 1774-1889 (1434), u.a. evangelisch-lutherische und katholische Kirchensachen (u.a. Kommission zur Wahrnehmung der römisch-katholischen geistlichen Angelegenheiten), lutherische und katholische Schulsachen; Lehnsachen 1774-1857 (110); Militärsachen 1774-1868 (226); Einquartierungssachen 1814-1857 (11); Finanzsachen 1773-1870 (763); Stempelpapiersachen 1775-1892 (330); Witwen-, Waisen- und Leibrentenkassen 1802-1848 (139); Kassen- und Rechnungswesen 1851-1877 (38); Münzsachen 1829-1869 (34); Zollsachen (1638) 1774-1897 (816); Postsachen (auch Telegrafensachen) 1774-1869 (238); allgemeine Kammersachen 1774-1869 (395); einzelne Kammersachen 1774-1864 (429); Gnadensachen der Kammer 1774-1868 (855); Bausachen (Hochbau) 1774-1870 (397); Pachtsachen 1774-1876 (1147); Jagd- und Forstsachen 1774-1876 (1147); Ausweisungssachen 1774-1858 (304); Abzugssachen 1774-1796 (152); Ökonomische Sachen (Landwirtschaft, An- und Verkauf, Landesvermessung, Maßnahmen) 1744-1868 (172); Deich-, Siel- und Schlengensachen 1774-1858 (328); Handels- und Gewerbeangelegenheiten (auch Schifffahrt) 1774-1869 (698); Schifffahrt 1850-1878 (221); Eisenbahnen 1857-1871 (71); Wege- und Wasserbau 2829-2873 (369).
Beschreibung: Best. 31 Kabinettsregistratur Oldenburg
Zeit: (1638) 1773-1897 (1934)
Geschichte des Bestandsbildners: Nachdem die alte Grafschaft Oldenburg-Delmenhorst 1774 zum Herzogtum Holstein-Oldenburg erhoben und dem Fürstbischof Friedrich August von Lübeck aus der jüngeren Linie des Hauses Holstein-Gottorf übertragen war, blieb die Residenz zunächst in Eutin. Sein Nachfolger, der für seinen kranken Vetter Peter Friedrich Wilhelm regierende Administrator Herzog Peter Friedrich Ludwig, machte Oldenburg zum Mittelpunkt. Er erhielt 1803 das Bistum Lübeck infolge des Reichsdeputationshauptschlusses als weltliches Fürstentum und dazu vom säkularisierten Bistum Münster die Ämter Vechta und Cloppenburg (vgl. Best. 110 und Best. 111) sowie vom Kurfürstentum Hannover das Amt Wildeshausen (vgl. Best. 105 und 106). Am 22. Januar 1811 wurde das Herzogtum dem Kaiserreich Frankreich einverleibt (vgl. Best. 82 ff.), obwohl der Herzog am 14. Oktober 1808 dem Rheinbund beigetreten war. Die oldenburgische Verwaltung trat mit Wirkung vom 1. Oktober 1814 wieder in Kraft, zugleich wurde eine tiefgreifende Verwaltungsreform durchgeführt (vgl. Best. 70). Durch Artikel 34 des Wiener Kongresses vom 9. Juni 1815 wurde Oldenburg zum Großherzogtum erhoben. Den Titel Großherzog nahm aber erst Herzog Paul Friedrich August bei seiner Thronbesteigung am 21. Mai 1829 an. Die in russischem Auftrage verwaltete Herrschaft Jever (vgl. Best. 90) wurde 1818 von Zar Alexander an Oldenburg abgetreten. Die Streitigkeiten mit Hannover wegen des gemeinsamen Besitzes eines Teiles des Amtes Vechta und einiger Absplisse wurden 1817 beigelegt. Im Jahre 1826 trat der Graf von Galen die Herrlichkeit Dinklage (vgl. Best. 114) an Oldenburg ab, und 1854 erwarb es von dem Grafen Bentinck die Herrschaft Varel-Kniphausen. Dem standen Gebietsabtretungen an Preußen 1854 und 1864 (Jadegebiet) gegenüber.
Bestandsgeschichte: Für das Herzogtum Oldenburg waren folgende Schränke, die die Akten chronologisch und dann sachlich ordneten, maßgeblich (vgl. dazu das Bestandvorwort zu Best. 30):
Schrank 2 (1774-1788) Schrank 12 (1821-1830)
Schrank 4 (1789-1800) Schrank 13 (1830-1858)
Schrank 6 (1801-1811) Schrank 15 (1859-1868)
Schrank 9 (1813-1820) Anhang
Unter den Amtsbüchern sind auch die Berichte der Bundestagsgesandten und Reskripte der Regierung.
Die Schranknummern spiegeln sich noch immer in der Signatur wider (direkt nach Best. 31 folgt nach dem Bindestrich die alte Schranknummer).
Findmittel: Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Beschreibung: Best. 31 Kabinettsregistratur Oldenburg
Zeit: (1638) 1773-1897 (1934)
Geschichte des Bestandsbildners: Nachdem die alte Grafschaft Oldenburg-Delmenhorst 1774 zum Herzogtum Holstein-Oldenburg erhoben und dem Fürstbischof Friedrich August von Lübeck aus der jüngeren Linie des Hauses Holstein-Gottorf übertragen war, blieb die Residenz zunächst in Eutin. Sein Nachfolger, der für seinen kranken Vetter Peter Friedrich Wilhelm regierende Administrator Herzog Peter Friedrich Ludwig, machte Oldenburg zum Mittelpunkt. Er erhielt 1803 das Bistum Lübeck infolge des Reichsdeputationshauptschlusses als weltliches Fürstentum und dazu vom säkularisierten Bistum Münster die Ämter Vechta und Cloppenburg (vgl. Best. 110 und Best. 111) sowie vom Kurfürstentum Hannover das Amt Wildeshausen (vgl. Best. 105 und 106). Am 22. Januar 1811 wurde das Herzogtum dem Kaiserreich Frankreich einverleibt (vgl. Best. 82 ff.), obwohl der Herzog am 14. Oktober 1808 dem Rheinbund beigetreten war. Die oldenburgische Verwaltung trat mit Wirkung vom 1. Oktober 1814 wieder in Kraft, zugleich wurde eine tiefgreifende Verwaltungsreform durchgeführt (vgl. Best. 70). Durch Artikel 34 des Wiener Kongresses vom 9. Juni 1815 wurde Oldenburg zum Großherzogtum erhoben. Den Titel Großherzog nahm aber erst Herzog Paul Friedrich August bei seiner Thronbesteigung am 21. Mai 1829 an. Die in russischem Auftrage verwaltete Herrschaft Jever (vgl. Best. 90) wurde 1818 von Zar Alexander an Oldenburg abgetreten. Die Streitigkeiten mit Hannover wegen des gemeinsamen Besitzes eines Teiles des Amtes Vechta und einiger Absplisse wurden 1817 beigelegt. Im Jahre 1826 trat der Graf von Galen die Herrlichkeit Dinklage (vgl. Best. 114) an Oldenburg ab, und 1854 erwarb es von dem Grafen Bentinck die Herrschaft Varel-Kniphausen. Dem standen Gebietsabtretungen an Preußen 1854 und 1864 (Jadegebiet) gegenüber.
Bestandsgeschichte: Für das Herzogtum Oldenburg waren folgende Schränke, die die Akten chronologisch und dann sachlich ordneten, maßgeblich (vgl. dazu das Bestandvorwort zu Best. 30):
Schrank 2 (1774-1788) Schrank 12 (1821-1830)
Schrank 4 (1789-1800) Schrank 13 (1830-1858)
Schrank 6 (1801-1811) Schrank 15 (1859-1868)
Schrank 9 (1813-1820) Anhang
Unter den Amtsbüchern sind auch die Berichte der Bundestagsgesandten und Reskripte der Regierung.
Die Schranknummern spiegeln sich noch immer in der Signatur wider (direkt nach Best. 31 folgt nach dem Bindestrich die alte Schranknummer).
Findmittel: Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
260,5; 16348 Verzeichnungseinheiten
Bestand
Literatur: Christian Ludwig Runde, Oldenburgische Chronik, Oldenburg 1862; Georg Sello, Die territoriale Entwicklung des Herzogtums Oldenburg, Göttingen 1917; Albecht Eckhardt/Heinrich Schmidt (Hg.), Geschichte des Landes Oldenburg, 4. Aufl. Oldenburg 1993, S. 333-548.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 10:42 AM CEST