Graf Philipp II. von Nassau-Saarbrücken-Weilburg bekundet, dass er als "frunt und furmonder" seines Neffen (vettern) Johann Ludwig von Nassau-Saarbrücken, Sohn von Philipps Bruder Johann III. von Nassau-Saarbrücken (+), und mit Zustimmung der zu Saarbrücken und der Grafschaft gehörenden Mannen, dem Kurfürsten Philipp von der Pfalz die Hälfte an Schloss Homburg im Westrich auf Wiederkauf verkauft hat und ihn in Gemeinschaft gesetzt hat, um eine Jahrgülte von 160 Gulden von Gerlach Mönch von Buseck (Monch von Busseck) zu lösen. Damit doppelte Kosten für das Gesinde zu Homburg vermieden werden, haben sich beide Parteien dahin geeinigt, dass der Aussteller als Vormund aus seinen Gefällen zu Saarbrücken und St. Johann jährlich 100 Gulden zu Sonntag Laetare an den Pfalzgrafen zahlen und an dessen Landschreiber zu Alzey gegen Quittung ausrichten soll. Graf Philipp setzt dafür zu Bürgen den Johann von Helmstatt, Amtmann zu Saarbrücken und St. Johann, den dortigen Schultheißen Philipp von Clotten, den dortigen Rentmeister Peter von Bischofsheim, sowie die Bürger und Gemeinden der Städte Saarbrücken und St. Johann. Darüber hinaus setzt er beide Städte mit dem Schloss Homburg zu Unterpfand. Es folgen weitere Bestimmungen u. a. zum Zinsversäumnis und zum Einlager mit je drei vom Rat und vier aus der Gemeinde der beiden Städte in eine Herberge nach Kaiserslautern, Worms oder Kreuznach, zur Pfändung der Unterpfande, zur Gültigkeit der Urkunde bei Schäden oder durch Anfertigung eines Vidimus sowie zur Ablösung der Gülte mit 2.000 Gulden unter vierteljährlicher Ankündigung und der Ausrichtung der Summe nach Worms, Kaiserslautern oder Kreuznach.
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Graf Philipp II. von Nassau-Saarbrücken-Weilburg bekundet, dass er als "frunt und furmonder" seines Neffen (vettern) Johann Ludwig von Nassau-Saarbrücken, Sohn von Philipps Bruder Johann III. von Nassau-Saarbrücken (+), und mit Zustimmung der zu Saarbrücken und der Grafschaft gehörenden Mannen, dem Kurfürsten Philipp von der Pfalz die Hälfte an Schloss Homburg im Westrich auf Wiederkauf verkauft hat und ihn in Gemeinschaft gesetzt hat, um eine Jahrgülte von 160 Gulden von Gerlach Mönch von Buseck (Monch von Busseck) zu lösen. Damit doppelte Kosten für das Gesinde zu Homburg vermieden werden, haben sich beide Parteien dahin geeinigt, dass der Aussteller als Vormund aus seinen Gefällen zu Saarbrücken und St. Johann jährlich 100 Gulden zu Sonntag Laetare an den Pfalzgrafen zahlen und an dessen Landschreiber zu Alzey gegen Quittung ausrichten soll. Graf Philipp setzt dafür zu Bürgen den Johann von Helmstatt, Amtmann zu Saarbrücken und St. Johann, den dortigen Schultheißen Philipp von Clotten, den dortigen Rentmeister Peter von Bischofsheim, sowie die Bürger und Gemeinden der Städte Saarbrücken und St. Johann. Darüber hinaus setzt er beide Städte mit dem Schloss Homburg zu Unterpfand. Es folgen weitere Bestimmungen u. a. zum Zinsversäumnis und zum Einlager mit je drei vom Rat und vier aus der Gemeinde der beiden Städte in eine Herberge nach Kaiserslautern, Worms oder Kreuznach, zur Pfändung der Unterpfande, zur Gültigkeit der Urkunde bei Schäden oder durch Anfertigung eines Vidimus sowie zur Ablösung der Gülte mit 2.000 Gulden unter vierteljährlicher Ankündigung und der Ausrichtung der Summe nach Worms, Kaiserslautern oder Kreuznach.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 816, 344
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam I (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1482 März 11 (uff montag nach dem sontag occuli)
fol. 179v-182v
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Siegler: Graf Philipp II. von Nassau-Saarbrücken-Weilburg; Johann von Helmstatt, Amtmann zu Saarbrücken und St. Johann; Philipp von Clotten, Schultheiß zu Saarbrücken und St. Johann (auch für den Rentmeister Peter von Bischofsheim); Stadt Saarbrücken; Stadt St. Johann
Siegler: Graf Philipp II. von Nassau-Saarbrücken-Weilburg; Johann von Helmstatt, Amtmann zu Saarbrücken und St. Johann; Philipp von Clotten, Schultheiß zu Saarbrücken und St. Johann (auch für den Rentmeister Peter von Bischofsheim); Stadt Saarbrücken; Stadt St. Johann
Kopfregest: "Wie grave Johann Ludwigs von Nassauw furmunder pfaltzgrave Philipsen i c gulden gult uff den nutzen des slos Hohemburg zu kauff geben han".
Clotten, Philipp von; Schultheiß zu Saarbrücken und St. Johann, erw. 1481
Helmstatt, Johann; Sohn des Jakob, Amtmann zu Saarbrücken und St. Johann, erw. 1481, 1496
Mönch von Buseck, Gerlach; erw. 1481
Bad Kreuznach KH
Homburg HOM; Schloss
Kaiserslautern KL
Saarbrücken SB
Saarbrücken SB; Grafschaft
St. Johann : Saarbrücken SB
Worms WO
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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