Schreiben von Martha Stallmann aus Minden und Bückeburg an ihren Bruder Oswald Stallmann
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Stadt Minden WN 27 Nachlass Oswald Stallmann, Nr. 58
Stadt Minden WN 27 Nachlass Oswald Stallmann Nachlass Oswald Stallmann
Nachlass Oswald Stallmann
1917
Enthält u.a.: Sorgen um Ausbildung für Paul Stallmann, 12. März 1917, 23. März 1917, 12. Apr. 1917; "Wünsche Dir alles Gute sei nur nicht so wagehalsig, und nicht unnütz das Leben aufs Spiel setzen. [...] Wir haben nun endlich Paulas [Grab]Denkmal bestellt, sie bekommt aber einen anderen [Stein], denn den wir zuerst ausgesucht hatten, ist nicht gene[h]migt. Haben nun einen anderen bestellt.", 12. März 1917; "Hast Du nicht einige Briefschaften vermißt, einige Briefe von Marta u. mir? Und auch ein paar Photographien von Dir? Ich habe sie, es waren Briefe aus letzter Zeit vom 18.6. u. 30.6. geschrieben. Ich erhielt sie gestern Abend von einem Gefreiten des Inf. Reg. 15, der sie in einem Unterstand gefunden hatte. Du hast sie wohl beim Verlassen des Grabens vergessen, wo der Gefreite sie fand. Eigentlich sehr freundl. von dem Menschen, daß er sich die Mühe gemacht hatte, dieselben uns zu schicken. Muß mich darum noch bei dem bedanken.", 14. Juli 1917; Aufenthalt Oswald Stallmanns im Lazarett in Northeim wegen Verwundung, 19. Juli 1917; Verletzung Oswald Stallmanns am Knie, 28. Juli 1917; "Habe heute Morgen an Dich ein Paket mit Obst abgeschickt, was du hoffentlich am Sonntag erhalten wirst. Das Paket Keks hat Marta gespendet und die Marmelade ist von Mutter. Laß Dir alles gut munden, ebenfalls die Schokolade, die Du wohl lange nicht gegessen hast. Zufällig hatte ich noch welche und der Schokolade ist es ja gleich, wer sie ißt. Meinst Du nicht auch? [...] Schon Dich man noch und drücke Dich, wo Du kannst. Es wäre schade, wenn das Glas entzwei ginge, hatte es noch mit Wellpappe umbunden. Hebe das Glas auf und auch den Bindfaden, der ist noch Friedensware. Wir bekommen solchen nicht mehr.", 23. Aug. 1917
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:57 MEZ
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