K 17 - Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv (Archivtektonik) >> K - Kammern
1904-1974
Die Industrie- und Handelskammer für das ehemalige Fürstentum und den heutigen Kreis Lippe geht auf zwei Handels- und Gewerbevereine zurück. Der Handels- und Gewerbeverein zu Detmold entstand 1878 und dehnte 1889 seine Zuständigkeit auf ganz Lippe aus. Er wurde ein Jahr später als Lippischer Handels- und Gewerbeverein von der Regierung als Vertreter der Handel- und Gewerbetreibenden des gesamten Fürstentums anerkannt. Der Handels- und Industrieverein zu Lemgo bestand von 1878 bis 1893. Der Handels- und Gewerbeverein drängte in den 1890er Jahren darauf, eine Handelskammer nach preußischem Muster für Lippe zu errichten. Aber erst mit dem lippischen Handelskammer-Gesetz vom 17.3.1904 wurde dieses Ziel erreicht. Am 29. Dezember 1904 konstituierte sich die "Handelskammer für das Fürstentum Lippe". Ihr erster Vorsitzender wurde der Buchhändler Kommerzienrat Hans Hinrichs, ihm folgte von 1913 bis 1928 Leberecht Hoffmann, Generaldirektor der Hoffmann''s Stärkefabriken AG in Bad Salzuflen. Von April 1943 bis August 1945 war die Detmolder Kammer eine Zweigstelle der Wirtschaftskammer Bielefeld im Bereich der Gauwirtschaftskammer Westfalen-Nord. Zwischen August 1945 und März 1947 erstreckte sich der Kammerbezirk auch auf Schaumburg-Lippe. Nach dem Anschluß Lippes an Nordrhein-Westfalen traten die alten Bezirksgrenzen wieder in Kraft. 5 m Protokolle der Versammlungen und der Ausschüsse 1904-1954 (22); Rundschreiben der Kammer an Vollversammlungsmitglieder 1947-1952 (1); Ausschüsse der Kammer 1945-1964 (2); Mitgliedsbeiträge 1946-1961 (4); Kammerbibliothek, -registratur und -archiv 1946-1961 (1); Veranstaltungen der Kammer 1945-1956 (2); Kreis junger Unternehmer 1949-1963 (1); Beschreibung des Kammerbezirks 1943-1961 (4); Tischtennismannschaft der IHK 1949-1951 (1); Kammergebäude 1945-1953 (2). Anschluß von Lippe an Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen 1945-1953 (5); Industrie- und Handelskammern (allg.) 1945-1960 (5); Bundeswirtschaftsrat 1950-1953 (1); Wirtschaftskammern 1946-1949 (2); Kammerrecht 1951-1953 (3); Gewerkschaften und Kammern 1949-1950 (1); Berichte der Geschäftsführung 1953-1956 (1); Industrieberichterstattung und Lageberichte 1945-1963 (3); lippische Wirtschaftsstatistik 1946-1955 (2); Arbeitsstättenzählung 1950 (1); Industrieausschuß des Landes Lippe 1945 (2); Wirtschaftsausschüsse 1947-1949 (1); Kreditausschüsse 1950-1956 (3); Firmenjubiläen 1946-1961 (2); Wiedergutmachungen, Rückerstattungen, Kriegsfolgengesetz 1947-1969 (6); Demontagen, Requisitionen, Kriegsfolgen 1945-1952 (4); Schiedsgerichtsverfahren 1952-1956 (2); Abgrenzung Handwerk/Industrie 1946-1960 (1); Handelsregister und Handwerk 1950-1962 (2); Außenwerbung 1950-1956 (2); Rabatt- und Zugabewesen 1949-1955 (1); Energieversorgung 1950-1958 (2); Straßenbau und -verkehr 1949-1963 (6); Kanalisierung der Oberweser 1954-1964 (1); lippische Landesschau 1947 (1); Anträge zum Einzelhandelsschutzgesetz 1933-1957 (12); Anträge nach dem Gesetz über die Berufsausübung im Einzelhandel 1957-1971 (3); Einzelhandel 1949-1963 (2); Berufsbildung 1953-1962 (1).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ