Es wird bekundet, dass Erhard von Ramberg (Ramburg), Burggraf zu Alzey, Niklas Brechtel, Landschreiber zu Neustadt, und Werner Lebkuch (Lepkuch), Keller zu Dirmstein, den Hof zu Dirmstein, der Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz zusteht, in dessen Auftrag mit allem Zubehör für 16 Jahre an Hensel Erbe um jährlich 82 Malter Korn verliehen haben. Hensel soll, beginnend mit Mariä Lichtmess [02.02.] dieses Jahres, das Korn zwischen den Marienfesten [assumptio und nativitas, 15.08 und 08.09.] an den Speicher zu Dirmstein reichen. Ehe der Hofmann mit der Ernte beginnt, soll er dem Keller zur Ausrichtung der Korngülte Bürgen setzen. Der Hofmann soll Hof, Gebäude, Ställe mit Sticken und Zäunen neu verkleiden "was er mit der hant gereichen mag" und in gutem Bau halten. Würde es Not, "zu decken oder swellen zu underziehen", soll Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz die Kosten übernehmen, der Hofmann den Werkleuten die Kost stellen. Zu den vier Terminen, bei denen man Holz in das Schloss führt, mag der Hofmann einen Wagen mit Holz zu seinem Hof für die genannten Ausbesserungen führen. Der Hofmann soll zwei Mannsmahd von der Abgabe des Öhmd befreite Wiesen in der "Radgassen" erhalten und für den Keller jährlich ½ Morgen Rebgarten und 1 Morgen Krautgarten versehen (selben). Es folgen weitere Bestimmungen zur Atzung, zum Verbot des Verkaufs oder Verbrennens von Stroh, zur Instandhaltung des Guts sowie zum Düngen eines Morgens seiner Äcker.