Reichsstadt Reutlingen (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 201
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 >> Reichsstädte einschließlich der geistlichen Niederlassungen in der Reichsstadt
1289-1803, 1842
Inhalt und Bewertung
Die Stadt fiel 1802 an Württemberg. Der Bestand enthält Achivalien, die hauptsächlich Lotter 1827 im reichsstädtischen Archiv, in der Registratur der Kirchen- und Schulpflege, der Armen- und Waisenpflege sowie im Archiv des Reutlinger Spitals ausgehoben hat.
Reutlinger Archivalien auch in A 435 (Gomaringen) und A 392 (Pfullingen W) sowie H 53 (Schwäbischer Bund).
1. Vorwort: Der hier vorliegende Bestand B 201 beinhaltet in der Hauptsache Archivalien, die von Archivrat Lotter 1827 aus dem reichsstädtischen Archiv, der Registratur der Kirchen- und Schulpflege, der Armen- und Waisenpflege sowie dem Archiv des Reutlinger Spitals ausgehoben wurden. R. Krauß fertigte 1895 ein handschriftliches Repertorium an. Die Bearbeitung der Titelaufnahmen (in Scope) erfolgte 2015/2016 durch Marion Zausch und Gabriele Löffler. Im Laufe der Jahre erlebte der Bestand einige Umwälzungen: Zunächst wurden die ursprünglichen Büschel aufgelöst und die Schriftstücke als Urkunden weitergeführt, 61 kamen dabei direkt zu Bestand H 51 ( U 225, 392, 393, 443, 499, 501, 536, 631, 645, 685, 693, 710, 730, 738, 743, 770, 777, 801, 807, 821, 834, 883, 888, 900, 906, 909, 920, 925, 931, 938, 942, 948, 951, 967, 975, 977, 982, 986, 990, 1018, 1020, 1023, 1028, 1045, 1059, 1060, 1090, 1095, 1105, 1123, 1126, 1133, 1160, 1167, 1177,1188, 1210, 1217, 1319, 1340, 1341). Später dann fand in einzelnen Fällen (B 201 U 74, U 171, U 193-220, U 230, U 231, U 247, U 262, U 263, U 294) eine Rückführung und damit verbundene Neubildung von Büscheln (Bü 1-14) statt, da es sich in den entsprechenden Fällen von der Schriftgutart her um Akten und nicht Urkunden handelte. Bei der aktuellen Bearbeitung des Bestandes wurde dieses Verfahren bei 11 Archivalien (B 201 U 177, U 180a u. b, U 185, U 192, U 233, U 239, U 245, U 299, U 341, U 480) wiederholt, was sich in der Entstehung der Büschel 16 bis 24 niederschlägt. Eines dieser Schriftstücke ( U 233) wurde aufgrund des Inhalts Büschel 12 zugeordnet. Bei Büschel 15 handelt es sich um einen nicht näher klassifizierten Nachtrag in dem obenerwähnten Archivrepertorium, Büschel 15a stammt aus Bestand A 288. Die hier aufgenommenen Urkunden aus H 52 sowie das Lagerbuch aus H 197 gehörten ursprünglich ebenfalls zu Bestand 201. Die Neuverpackung erfolgte durch Peter Burkhardt. Der Bestand umfasst nunmehr 542 Urkunden und 28 Büschel in 7 lfd. m und ist vollständig sicherungsverfilmt. Bei den Büscheln liegt natürlich ein besonderes Augenmerk auf den Reformationsakten (Bü 6-11). Hier wurde allerdings von einer genaueren Verzeichnung abgesehen, da im Stadtarchiv Reutlingen fast zeitgleich ein Projekt zur Neuaufnahme dieser Akten anlief. Es wird daher, was den Inhalt der entsprechenden Unterlagen betrifft, auf die Online-Findmittel (Bestand A 1) des Stadtarchivs verwiesen. Weitere Unterlagen zur Reichsstadt Reutlingen liegen u.a. in folgenden Beständen vor: A 44 Urfehden A 147 Reichsstädte: Reutlingen A 157 Lehenleute A 206 Oberrat: Ältere Ämterakten A 208 Oberrat: Reichsstädte A 211 Oberrat: Allgemeine Akten A 213 Oberrat: Jüngere Ämterakten A 227 Oberrat: Forst, Wald und Jagd A 228 Oberrat: Handwerker A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 392 Pfullingen W A 435 + L Stabsamt Gomaringen A 468 Geistliche Zins- und Haischbücher A 469 I Adelberg Urkunden A 474 Bebenhausen A 495 Königsbronn A 511 Offenhausen A 602 Württembergische Regesten B 201 L Reichsstadt Reutlingen (Abgabe StAL) H 14 Diplomatare H 51 Kaiserselekt H 52 Bemalte Urkunden H 52 a Archivalien aus dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg H 53 Schwäbischer Bund H 101/49 Weltliche Lagerbücher: Oberamt Pfullingen H 101/58 dito: Oberamt Urach H 102/8 Geistliche Lagerbücher: Kloster Bebenhausen H 102/12 dito: Kloster Blaubeuren H 107/18 Forstlagerbücher: Tübingen und Schönbuch H 107/19 dito: Urach H 197 Lagerbücher von Reichsstädten: Reutlingen H 226 Lagerbücher der Klöster und Stifte, Buchstabe I ¿ K H 228 dito, Buchstabe M
Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Stuttgart, März 2016 Gabriele Löffler
2. Abkürzungen:
AR Archivrepertorium
aufgedr. aufgedrückt
Bd. Band
betr. betreffend
Bl. Blatt
Bü Büschel
bzw. beziehungsweise
entspr. entsprechend
etc. et cetera
evtl. eventuell
f./ff. folgende
fl. Florentiner, Gulden
hl. heilig
gen. genannt
jährl. jährlich
Jh. Jahrhundert
kal. kalendas
lfd. laufend
rhein. rheinisch
s. siehe
S. Seite
sel. selig
sog. sogenannt
St. Sankt
tt Pfund
U Urkunde
unbegl. unbeglaubigt
v.a. vor allem
vgl. vergleiche
542 Urkunden, 28 Büschel (7,00 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ