Untersuchung des Hofrats Johann Melchior Weißensee (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 48/15
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Auslesebestände über die Landesverwaltung, Kabinett und Hofbehörden >> Rechtsprechung und Polizei >> Politische Kriminalprozesse
1731-1758
1. Die Untersuchung Weißensees: Johann Melchior Weißensee war der Sohn des Fichtenberger Pfarrers, einem Ort südlich von Schwäbisch Hall, und kam damit aus dem Limpurgischen nach Württemberg. 1707 wurde er in die Verwaltung der Hofküche aufgenommen. Er begann seine Karriere als Küchenschreiber, wurde 1711 Kontrolleur in der Hofküche und 1714/15 Küchenmeister, Hofkammerrat und Hofrat. Außerdem war er zwischen 1724 und 1732 Bebenhausener Pfleger in Stuttgart. Bereits vor 1713 hatte er Maria Margareta Rösslin geheiratet, eine Pfarrerstochter aus Mönsheim, 1747 heiratete er Sabina Rosina Wagner, eine Pfarrerstochter aus Schömberg bei Calw. Seine zweite Ehefrau überlebte ihn und starb 1773 in Stuttgart. Weißensee spielte am Hof Herzog Eberhard Ludwigs keine unbedeutende Rolle und konnte über verschiedene Admodiationen zwischen 1726 und 1729 zusätzlich zu seinen Ämtern bei Hof an Gewicht gewinnen. 1731 wurde er auf eine Denunziation des Cannstatter Vogts Johann Friedrich Rampacher verhaftet und bis 1734 auf den Festungen Hohenneuffen und Hohenasperg festgehalten Die Untersuchung, der er sich in diesen Jahren unterwerfen musste, scheint kein Ergebnis gehabt zu haben. Unter Herzog Karl Alexander erhielt er seine Hofämter zurück und machte bei der Rentkammer größere Rückstandsforderungen geltend, weswegen eine eigene Liquidationsdeputation eingerichtet wurde. Weißensee verließ später Württemberg und wurde pfälzischer Hofgerichtsrat. Er starb im Februar 1748. Seine Witwe traf 1754 einen Vergleich mit Württemberg, wonach sie gegen eine jährliche Pension auf alle weiteren Forderungen verzichtete.
2. Zur Bestandsgeschichte: Bei dem vorliegenden Bestand handelt es sich um keine geschlossene Überlieferung der Untersuchungskommission gegen den Hofrat Weißensee. Vielmehr sind die Akten der Untersuchung eher bruchstückhaft erhalten. Außerdem sind im Bestand einige Unterlagen zum Vergleich der Witwe Weißensees mit Württemberg enthalten. Der Bestand wurde bereits 1770 formiert und kam 1829 über das Archiv des Innern ins Staatsarchiv. Verzeichnet wurde er noch im Archiv des Innern von Gottlieb Uhl. 2010 wurde der Weißensee-Bestand neu verzeichnet und in Scope aufgenommen. Dabei wurde die Formierung der drei Büschel beibehalten. Oktober 2010 Joachim Brüser
2. Zur Bestandsgeschichte: Bei dem vorliegenden Bestand handelt es sich um keine geschlossene Überlieferung der Untersuchungskommission gegen den Hofrat Weißensee. Vielmehr sind die Akten der Untersuchung eher bruchstückhaft erhalten. Außerdem sind im Bestand einige Unterlagen zum Vergleich der Witwe Weißensees mit Württemberg enthalten. Der Bestand wurde bereits 1770 formiert und kam 1829 über das Archiv des Innern ins Staatsarchiv. Verzeichnet wurde er noch im Archiv des Innern von Gottlieb Uhl. 2010 wurde der Weißensee-Bestand neu verzeichnet und in Scope aufgenommen. Dabei wurde die Formierung der drei Büschel beibehalten. Oktober 2010 Joachim Brüser
3 Büschel (0,2 lfd. m)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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