Anerkenntnis der Rechte der Abtei Steinfeld am Mechtelhof bei Frohnrath seitens Heinrichs von Scheuren in seinem Testament vom 11. Oktober 1527. Vor dem päpstlichen Notar Johannes de Nouo Castro , Kleriker der Diözese Trier, erschien Johann von Ahrweiler, Abt von Steinfeld, und legte folgendes Testament vor: Am 11. Oktober 1527 (1527 uff den 11. tag sent Remeiß monadt) gegen drei Uhr nachmittags ließ Heinrich von Scheuren (Schuyren) seinen Pastor Herrn Potentin von Dünnwald, Regent der Kirche von Sistig, zu sich rufen und machte in Gegenwart der Zeugen Theiß von Gillenberg (Geilenberch), Daem von Scheuren (Schuyren), Johann, Peters Sohn von Scheuren (Schuyren), und Sunne, Heinrichs Frau, sein Testament: 1. Er bittet um Begräbnis auf dem Steinfelder Friedhof (uff der herren kirchoff) . Dafür vermacht er Steinfeld sein bestes Pferd genannt das Junge und bittet um Einschreibung in die Bruderschaft. Weiter vermacht er Steinfeld eine seiner besten Kühe, wofür die Kanoniker ihm ein christliches Leichenbegängnis ausrichten sollen, wie es üblich ist, und seinem Bruder Gerhart die 3 Malter Hafer erlassen sollen, die er ihnen schuldig ist. - 2. Er vermacht der Kirche von Sistig ein Schaf, desgleichen uff unser lieben frauven walt ein schaeff. - 3. Er ist Steinfeld 1 Gulden schuldig, zu dem am 11. November noch 1 Malter Hafer dazukommt. Er bittet, dafür 1 Malter Spelz und 1 Malter Hafer anzunehmen. - 4. Lentz auf Ganckfort ist ihm 20 Albus schuldig. - 5. Er soll den Kindern der Schwester seiner ersten Frau (vorfrauven) einen Morgen Spelz auf dem Feld und 3 Malter Hafer in der Scheune geben. - 6. Heinrich gab dem Pfarrer anlässlich seiner Heirat ein Geschenk (?), das dieser jedoch nicht annahm, sondern den Brautleuten zurückgab. - 7. Heinrich bekundet angesichts seines Alters und seiner Krankheit folgendes: Sein Bruder Thiis hat einen Streit (irthumb) mit den Herren von Steinfeld wegen des Lands genannt der Monich gut uff der Mechtelloff, das man jetzt nennt in der Cleinen Wiißheit. Er hat von seinem Vater gehört, dass er die Belehnung in Steinfeld geholt hat und dass das Gut zu Steinfeld gehört. Und wenn die Zeit der Belehnung bzw. jairzale um ist, können die Herren mit dem Gut machen, was sie wollen. Dies hat auch sein Bruder Gerhart bekundet, der auch seine Belehnung in Steinfeld geholt hat, was auch seinem Bruder Thiis bekannt ist. Heinrich bittet den Pastor und Theis von Gillenberg, seinen Bruder Thiis entsprechend zu unterweisen. - Diese Sachen sind gescheet in dem wiedhumbhoiff ader pastorien zue Sleiden. Zeugen: Junker Reinart von Boulich (Bu-), Amtmann zur Hardt Thonis von Dalbenden, Rentmeister zu Schleiden, Johann Schinder von Marmagen, Daem Zinck von Sistig und Lentz Bodden zu Schleiden. Unterschrift und Signet des Notars Johann de Nouo Castro.