Bürgermeister und Rat der Stadt Lemgo versprechen, die dem Jungfrauenkloster in ihrer Stadt von dem Edelherrn Simon (I.) zur Lippe, seiner Frau Alheyde und Bürgermeistern und Rat beider Städte Lemgo verliehenen und vor ihnen in lateinischer Sprache verlesenen und übersetzten (ghedudet) Privilegien halten zu wollen. Sie bestätigen, von Priorin Elizabeth Sutmersen, Subpriorin Cunegundis Tappe und Dechantin Hilgundis van dem Rede 50 Goldgulden erhalten zu haben, als sie sie um eine Hilfe von 200 Goldgulden baten. Damals [im Juni 1447] lag Herr Dietrich von Moers, Erzbischof zu Köln und Verwalter des Stifts Paderborn, mit Heeresmacht vor Lemgo und bedrohte Christen, Juden und Heiden an Leben, Gut und ewiger Seligkeit. Er zwang den Rat, mit hohen Kosten die Gefahr von der Stadt und dem Kloster abzuwenden. Die Aussteller verzichten nun auf weitere Ansprüche an das Kloster. Das Stadtsiegel wird angekündigt. 1449 ipso die beati Viti martiris.