Ludowicus, Bischof zu Münster, trennt mit Einverständnis des Domdechanten Godfridi, des Thesaurars Bernhardi de Ravensberghe und des ganzen Domkapitels, sowie des Priesters Johannes dicti Specht, Domvikars, die Vikarie des Alten Chors, worüber der Thesaurar die Kollation hat, und die Vikarie b. Mariae virg. am westlichen Eingang der Domkirche, die Johannes Specht bisher als ein Beneficium besessen hatte. Alle Einkünfte werden der Vikarie des Alten Chors zugelegt. Die Vikarie b. Mariae virg. wird durch eine Stiftung des Hermannus dictus Scuotelman, Bürgers zu Münster, mit neuen Einkünften ausgestattet. Als Vikar des Altars wird Wilhelmus, Sohn des Stifters, eingesetzt. Stirbt dieser, bevor er Priester wird, soll ein anderer Sohn Hermanns folgen. Bis zur Volljährigkeit Wilhelms soll ein geeigneter Priester den Altar verwalten und 5 Messen wöchentlich lesen. Die gestifteten Güter sind: das Haus Somershove im Kirchspiel Altenberge (Oldenberghe), Bauerschaft Entrup (Ennincthorpe), das Haus Haselhus bei Appelhülsen (Appenhulse) im Kirchspiel Senden (Sendene), ferner das sogenannte "Bosenseler lant" im Kirchspiel Nottuln (Nuotlon) von 13 Molt münst. Maßes und andere Äcker vor der Ägidiipforte der Stadt Münster prope patibulum und iuxta vicum dictum Devessteghe von 3 Molt 6 Scheffel Saat münst. Maßes. Aus dem Land vor der Ägidiipforte soll der jeweilige Rektor des Altars dem Johanni Specht und seinen Nachfolgern in der Vikarie jährlich auf Martini 8 sol. münst. Denare geben. Siegelankündigung des Bischofs, des Thesaurars, des Domkapitels und Johannes Spechts. crastino decollationis beati Johannis baptiste

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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