Arisierung jüdischen Vermögens
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B 1, (B 1 ), Nr. 61
B 1
B 1 >> Arisierung jüdischen Vermögens
1938-1939
Enthält: v. a.: Anwesenheitsliste einer Besprechung am 2.12.1938 von Vertretern der Städte, des Kreises, der Industrie- und Handelskammer und der NSDAP [in Steinheim]; Verzeichnis jüdischen Besitzes; Kaufverträge, Übernahmeverfahren, Entscheidungen über die Weiterführung von Geschäften, Abwicklungsverfahren und Liquidation (v. a.: Marta Ransohoff, Rottenstein, Alma Löwendorf, Moses Marienthal, Pauline Frankenberg, Meta Grünewald in Nieheim; Karl Kleinstraß in Vörden; Judenberg in Bergheim; Stein in Lügde; Johanna Eisenstein, Synagogengemeinde Steinheim in Steinheim; Seligmann Buxbaum in Beverungen; Max Israelsohn in Höxter; Firma und Geschäftshaus der Karl/Carl und Kurt Herzfeld in Steinheim, Marktstraße Nr.6, durch Ludwig Blume; Möbel und Hausrat der Minna Schlesinger in Albaxen; Holzwarenfabrik des Ernst Rose, Beverungen durch Kurt Schulze; Wohn- und Geschäftshaus sowie Warenlager und Ladeneinrichtung der Firma des Isaak (gen. Julius) und Josef Ikenberg in Nieheim, Wasserstraße Nr.78, durch August Diekjobst; Geschäft des Robert Dalberg in Brakel, Hanekampstraße Nr.9 durch Franz Priggert; Grundstück Schaumberg durch Willy Koch; 130 Morgen Land mit Lagerhaus und bebautem Hofraum des Josef und des Isaak (gen. Julius) Ikenberg in Nieheim durch die ”Bäuerliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft Nieheim“; Grundstück und Gebäude des Dr. Ernst Grünwald in Pömbsen (Flur 8, Parzelle 36) durch Johannes Mikus; Garten der Berta Himmelstern (geb. Stern) durch Eheleute Karl Benkel und Maria Benkel (geb. Rempe); Lebensmittelgeschäft der Karla Pins in Fürstenau durch Heinrich Schmitz; Verkaufstelle Netheim in Ottbergen durch Frau Finzel; Manufakturwaren- und Kolonialwarengeschäft sowie Lagerbestände des David Schlesinger in Albaxen durch Wilhelm Rabbe; Grundstück des Dr. Ernst Grünwald an Johannes Versen; landwirtschaftliche Nutzfläche der Rosa Cohen durch August Dohmann; Grundstück mit Gewerbefläche des Isidor Königsthal in Herstelle durch Cornelius Kleinschmidt; Grundstücksverkauf Meyer/Zenker mit Haus und Nebengebäude)
Darin: Schwarz-Weiß Fotographie des Geschäftshauses H. Wüstefeld (Inhaber: C. Kleinschmidt) in Herstelle [vor 1940]
Darin: Schwarz-Weiß Fotographie des Geschäftshauses H. Wüstefeld (Inhaber: C. Kleinschmidt) in Herstelle [vor 1940]
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:24 MEZ