Goswin de Tyell, Dekan der Xantener Kirche, schenkt mit Zustimmung des Kapitels der Xantener Kirche zu seinem und seiner Eltern Seelenheil dem Altar des heiligen Apostels Thomas, der heiligen Maria Magdalena, des heiligen Abts Antonius und des heiligen Märtyrers Dionysius in der Xantener Kirche zum Unterhalt eines Ewigvikars, der diesen Altar bedient, als Dos aus seinen Gütern folgende Jahrrenten: 18 Schilling Xantener Pagaments, fällig an St. Viktor [10. Oktober] aus Haus und Hofstatt des Johann gen. Degen, 4 Mark Kölner Pagaments aus demselben Haus an St. Martin [11. November], 2 Mark kölnisch aus Haus und Hofstatt des Johann de Ponte in der Niederstraße an St. Viktor, 18 Schilling Xantener Pagaments aus Haus und Hofstatt des Dietrich angen Einde an St. Viktor, 1 Mark Xantener Pagaments aus Scheuer und Garten der + Mynnekyen an St. Martin, dasselbe aus dem Hof gen. anden Einde bei den hecke an St. Viktor, dasselbe aus dem Hof des + Jakob vanden Aepe und der ganzen Hofstatt an St. Viktor, 5 Schilling Xantener Pagaments aus dem Garten der + Swena Hukers in den Kradenpohl an St. Viktor, 2 Mark Xantener Pagaments aus den Häusern und Hofstätten des gen. Ridder und der Stina Kokins; ferner verschiedene Stücke Ackerland, die freies Eigen sind, die Goswin von Dietrich de Curia gekauft hat und die jetzt Nolde in der Schueren bebaut, gelegen im Kirchspiel Xanten, 10 Maltersaat groß. Goswin und das Kapitel haben vereinbart, dass der Präsenzmeister dem Altarrektor die täglichen Austeilungen reicht wie einem anderen Vikar oder Chorgenossen, wenn er den Chor aufsucht. Solange Goswin lebt, kann er den Altar bei Vakanz einer geeigneten Person übertragen, die Priester ist oder binnen einem Jahr zum Priester geweiht wird. Nach Goswins Tod soll der Thesaurar den Altar übertragen. Der Altarrektor soll von den Feldfrüchten zu Ehren der heiligen Wunden Jesu Christi an jedem Freitag der Woche nach Ostern Brot im Wert von 5 Pfennigen Xantener Pagaments unter den Armen austeilen. - Ankündigung der Siegels Goswins und des Kapitels. Datum 1385 in vigilia b. Nycolai episcopi.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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