5/12 [Teil 3, Nr. 7-11]: Cancellariat und Propstei: Ersuchen der Universität an Andreas Burckhardt und Johann Friedrich Jäger, Jurisconsulti und württembergische Geheime Räte derzeit zu Regensburg, um Hilfe zur Wiedererlangung der Propsteigefälle nach dem Tod des Propstes von Metzenhausen. Ernennung des Hugo Eberhard Cratz (Kratz), Graf zu Scharfenstein, Freiherr zu Riesenberg, Dompropst zu Worms, Domsinger zu Mainz, zum Propst. Dessen Vollmacht für P. Ludwig Luz, Superior der SJ zu Tübingen (1636). Ersuchen der Universität an den kaiserlichen Rat Dr. iur. Wilhelm Bydenbach bzw. an Dr. Andreas Burkhardt, derzeit zu Wien, um Hilfe zur Erhaltung der Privilegien der Universität und Nichtübertragung des Kanzleramtes an den Propst. Antwort des Dr. Joh[ann] Georg Scherer.
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5/12 [Teil 3, Nr. 7-11]: Cancellariat und Propstei: Ersuchen der Universität an Andreas Burckhardt und Johann Friedrich Jäger, Jurisconsulti und württembergische Geheime Räte derzeit zu Regensburg, um Hilfe zur Wiedererlangung der Propsteigefälle nach dem Tod des Propstes von Metzenhausen. Ernennung des Hugo Eberhard Cratz (Kratz), Graf zu Scharfenstein, Freiherr zu Riesenberg, Dompropst zu Worms, Domsinger zu Mainz, zum Propst. Dessen Vollmacht für P. Ludwig Luz, Superior der SJ zu Tübingen (1636). Ersuchen der Universität an den kaiserlichen Rat Dr. iur. Wilhelm Bydenbach bzw. an Dr. Andreas Burkhardt, derzeit zu Wien, um Hilfe zur Erhaltung der Privilegien der Universität und Nichtübertragung des Kanzleramtes an den Propst. Antwort des Dr. Joh[ann] Georg Scherer.
UAT 5/ Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I)
Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I) >> 5. Kanzellariat und Propstei (1534-1721) >> Cancellariat und Propstei, Bd. II: Staat, Competenz, Gefälle
1636-1637
Enthält: Bl. 101-102v: Universität an Andreas Burkhard und Joh. Friedr. Jäger, württ. Geh. Rat, z. Zt. in Regensburg, 28.12.1636 (n. St.): Laut Anlage (Nr. 2) befahl die Regierung in St. am 18.3. den seit seit 5 Jahren zum Tübinger Propst bestellten Wilh. v. Metzenhausen einzuführen; nun berichtet aber Prof. med. Karl Bardili (M 22710), v. Metzenhausen sei gestorben; Bitte, der Universität vor einer neuen Vergebung der Propstei zur Inkorporierung der Propsteigefälle zu verhelfen, möglichst mit Unterstützung der Kursächs. Räte, oder aber ihre gegenteilige Meinung zu schreiben; Entwurf.; Bl. 103-103v: Kaiser Ferdinand II. (Ph. v. Stralendorff) an Statthalter und Räte des Herzogtums Württemberg, Regensburg 14.12.1636: Hugo Eberhard Kratz, Graf zu Scharpffenstein, Domppropst zu Worms wird wegen seiner erlittenen Verfolgungen zum Propst von Tübingen bestellt und ist sofort einzusetzen; Bl. 103v-104v: Hugo Eberhard Kratz zu Scharpffenstein bestellt P. Ludw. Luz, Superior der Societas Jesu zu Tübingen, zu seinem Stellvertreter und Gewalthaber in der Propstei Tübingen, Regensburg 16.12.1636; beides Abschriften, beglaubigt von Rektor Martin Neuffer und Univ.Notar Dan. Sturm, 10.1.1637.; Bl. 106-107v: Universität an Wilh. Bidembach, kaiserl. Reichshofrat (Pf. 1207), Tübingen 7.1.1637: Sie überschickt die beil. 2 Abschriften (Nr. 8); gestern aber befahl der kgl. Oberrat Dr.iur. Joh. Christoph Walch (M 18613) in Gegenwart des bair. Kommandanten Wolfg. Pöllkhover nicht nur die Einsetzung des Grafen Scharffenstein und seines Vikars P. Ludw. Luz in die Propstei sondern auch in das Kanzleramt mit allen Petinenzen und seine Aufnahme in den Senat trotz Bittens der Universität, ihren Auftrag nicht zu überschreiten; daher Bitte, der Universität zu raten und zu helfen, dass sie vor weiteren Neuerungen verschont bleibe; Entw.; Bl. 107v: gleiche Schreiben gingen an Dr. Andr. Burckhard und Dr. Joh. Wolfg. Jäger.; Bl. 108-110v: Universität an D. Wilh. Bidembach, 7.1.1637 (abgeschr. 11.1.): Die Universität leidet seit 2 1/2 Jahren unter Contributionen und Quartiergeldern, auch wirklicher Einquartierung; in 2 Jahren starben 10 Professoren an Kummer; da das ganze Einkommen der Universität vom Feldbau herkommt, die Dörfer zum Teil unbewohnt, die Felder allgemein wegen Pferdemangels unbebaut sind, kann auch seiner Mutter über das im Herbst gelieferte hinaus nichts gegeben werden; daher Bitte, sich der Universität anzunehmen, besonders dass der Kaiser ihre Privilegien bestätige; Entwurf.; Bl. 111-112v: Universität an D. Andr. Burkhard, württ. Geh. Rat, z. Zt. Wien, 21.4.1637 (n. St.) Bitte um Rat, ob es unzeitig wäre, sich jetzt mit einem Bericht über die Propstei an den Kaiser zu wenden; Entwurf v.a. Hd., erweitert.; Bl. 113-114v: Joh. Georg Scherer an Rektor Joh. Martin Neuffer, Regensburg, 10.2.1637 (n. St.): Nur wenn v. Scharffensteins Vikar das Kanzleramt übertragen wird, ist beim Kaiser auf den Prager Nebenprozess zu verweisen, der der Universität ihre Privilegien garantiert; Petschaft.
Akte
Jäger, Johann Friedrich (1596-1656)
Metzenhausen, Johann Wilhelm von (gest. 1636)
Burckhard, Andreas (1594-1651)
Luz SJ, P. Ludwig (17. Jh.)
Cratz Graf von Scharfenstein, Hugo Eberhard (gest. 1663)
Jäger, Johann Friedrich (1596-1656)
Luz SJ, P. Ludwig (17. Jh.)
Bidembach, Wilhelm (1587/89-1655)
Burckhard, Andreas (1594-1651)
Jäger, Johann Friedrich (1596-1656)
Scherer, Johann Georg (geb. um 1600)
Cancellariat und Propstei, Bd. II: Staat, Competenz, Gefälle
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Gemeinfrei
17.12.2025, 09:39 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Eberhard Karls Universität Tübingen, UB - Universitätsarchiv
- Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik)
- B Akademische Zentralorgane (Tektonik)
- Bc Verwaltungsorgane (Universitätsverwaltung) (Tektonik)
- Bc 2 Universitätssekretariat (Tektonik)
- Ältere Universitätsregistratur (15.-19. Jh.) (Tektonik)
- Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I) (Bestand)
- 5. Kanzellariat und Propstei (1534-1721) (Gliederung)
- Cancellariat und Propstei, Bd. II: Staat, Competenz, Gefälle (Archivale)
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