1.29 Familienpapiere der Familien Kleinknecht und Herrmann (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, J 50/1.29
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Sammlungen >> Familienpapiere und genealogische Sammlungen >> Sammlung von Familienpapieren >> J 50 1. Papiere einzelner Familien
Überlieferungsgeschichte
Die Unterlagen wurden 1994 von Frau Dr. Rose Kleinknecht-Herrmann, Ludwigsburg, Elbinger Str. 19, dem Hauptstaatsarchiv übergeben.
Inhalt und Bewertung
Der Hauptteil (Bü 383-390) besteht aus familiengeschichtlichen Aufzeichnungen von Hedwig Herzog, verw. Kleinknecht geb. Bilfinger (1885-1982). Sie geben Einblick in das Leben und Milieu von Familien des gebildeten Bürgertums einiger Landstädte im Nordosten Württembergs besonders in der zweiten Hälfte des 19. und den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Der Text ist in gutem Stil geschrieben und weithin reizvoll zu lesen.
Das erste Heft (Bü 383) ist den Eltern der Autorin gewidmet, dem Kameralverwalter Bilfinger in Gaildorf und Schwäbisch Hall und seiner Frau Johanna. Das zweite Heft (Bü 384) erinnert an die Vorfahren des ersten Ehemanns von Hedwig, an die Familie Kleinknecht vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Der Schwiegervater Hedwigs war Schultheiß in Fichtenberg und Gaildorf. Die Hefte 3-5 (Bü 385-387) gelten dem ersten Ehemann Ludwig Kleinknecht selbst (1876-1917): das dritte (Bü 385) seiner beruflichen Laufbahn bis zur Tätigkeit als Rektor des Progymnasiums in Öhringen, da vierte (Bü 386) der Zeit seiner militärischen Ausbildung als "Landsturmpflichtiger" in Mergentheim und das fünfte (Bü 387) den Monaten von seiner Vermisstmeldung in der Schlacht bei Arras bis zur endgültigen Todesnachricht. Das sechste Heft (Bü 388) berichtet über das Ende des Zweiten Weltkriegs in Ellwangen, über die Besetzung und die frühe Nachkriegszeit. Das siebte Heft (Bü 389) ist dem bekannten Vorfahren des ersten Ehemanns, Johann Gottfried Pahl (1768-1839), gewidmet. Angeschlossen sind Feldpostbriefe, die Hedwig, inzwischen verheiratete Herzog, von ihrem Sohn Wolfgang während des Zweiten Weltkriegs und aus der Gefangenschaft erhielt (Bü 390-395). Der übrige Teil der Unterlagen stammt von Rose Kleinknecht-Herrmann, der Ehefrau von Wolfgang Kleinknecht, und ihren Eltern, Pfarrer Adolf Herrmann (1890-1956) und Gertrud geb. Elsässer (1897-1986). Es sind einerseits Feldpostbriefe (Bü 396-397), Ansichtskarten, Fotos und ein Poesiealbum der Mutter Getrud, größtenteils aus der Zeit des Ersten Weltkriegs (Bü 398-400), andererseits eine Lebensbeschreibung Rose Kleinknecht-Herrmanns über ihren Vater und Hinweise über Maßnahmen der Gestapo im Dritten Reich gegen ihren Vater wegen kritischer Äußerungen in Predigten (Bü 401-402).
Dem Bestand beigefügt ist ein skizzierter Stammbaum der Familie.
Bearbeiter: Prof. Dr. H.-M. Maurer, Dr. P. Bohl, O. Kreie
Die Unterlagen wurden 1994 von Frau Dr. Rose Kleinknecht-Herrmann, Ludwigsburg, Elbinger Str. 19, dem Hauptstaatsarchiv übergeben.
Inhalt und Bewertung
Der Hauptteil (Bü 383-390) besteht aus familiengeschichtlichen Aufzeichnungen von Hedwig Herzog, verw. Kleinknecht geb. Bilfinger (1885-1982). Sie geben Einblick in das Leben und Milieu von Familien des gebildeten Bürgertums einiger Landstädte im Nordosten Württembergs besonders in der zweiten Hälfte des 19. und den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Der Text ist in gutem Stil geschrieben und weithin reizvoll zu lesen.
Das erste Heft (Bü 383) ist den Eltern der Autorin gewidmet, dem Kameralverwalter Bilfinger in Gaildorf und Schwäbisch Hall und seiner Frau Johanna. Das zweite Heft (Bü 384) erinnert an die Vorfahren des ersten Ehemanns von Hedwig, an die Familie Kleinknecht vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Der Schwiegervater Hedwigs war Schultheiß in Fichtenberg und Gaildorf. Die Hefte 3-5 (Bü 385-387) gelten dem ersten Ehemann Ludwig Kleinknecht selbst (1876-1917): das dritte (Bü 385) seiner beruflichen Laufbahn bis zur Tätigkeit als Rektor des Progymnasiums in Öhringen, da vierte (Bü 386) der Zeit seiner militärischen Ausbildung als "Landsturmpflichtiger" in Mergentheim und das fünfte (Bü 387) den Monaten von seiner Vermisstmeldung in der Schlacht bei Arras bis zur endgültigen Todesnachricht. Das sechste Heft (Bü 388) berichtet über das Ende des Zweiten Weltkriegs in Ellwangen, über die Besetzung und die frühe Nachkriegszeit. Das siebte Heft (Bü 389) ist dem bekannten Vorfahren des ersten Ehemanns, Johann Gottfried Pahl (1768-1839), gewidmet. Angeschlossen sind Feldpostbriefe, die Hedwig, inzwischen verheiratete Herzog, von ihrem Sohn Wolfgang während des Zweiten Weltkriegs und aus der Gefangenschaft erhielt (Bü 390-395). Der übrige Teil der Unterlagen stammt von Rose Kleinknecht-Herrmann, der Ehefrau von Wolfgang Kleinknecht, und ihren Eltern, Pfarrer Adolf Herrmann (1890-1956) und Gertrud geb. Elsässer (1897-1986). Es sind einerseits Feldpostbriefe (Bü 396-397), Ansichtskarten, Fotos und ein Poesiealbum der Mutter Getrud, größtenteils aus der Zeit des Ersten Weltkriegs (Bü 398-400), andererseits eine Lebensbeschreibung Rose Kleinknecht-Herrmanns über ihren Vater und Hinweise über Maßnahmen der Gestapo im Dritten Reich gegen ihren Vater wegen kritischer Äußerungen in Predigten (Bü 401-402).
Dem Bestand beigefügt ist ein skizzierter Stammbaum der Familie.
Bearbeiter: Prof. Dr. H.-M. Maurer, Dr. P. Bohl, O. Kreie
0,5 lfd m
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ
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