Tausch. Gottfried, Graf von Huyn, Landcomthur, Dietrich Stephan von Reuschenberg zu Bernsheimb, Wilhelm von Quadt zu Sankt Petersvouren, Wilhelm von Newhoff zu Sierstorff, Heinrich Schenck von Nideggen zu Gruthrade und Feucht, Emundt Gottfried von Bocholtz in den jungen Biessen zu Cöllen, Johann Franz von Lutzerode zu Ordingen und Holt, Ambrosius von Virmundt zu Beckenforst, Comthure, Hermann Fabritius, Pastor zu Sankt Andries zu Lüttich, Kapitular der Deutschordensballei Biesen, schließen mit dem Abt Franz Scheffer, Matthias Schriba, Prior, Johannes Schleusgen, Kellner, und dem Konvente von Heisterbach folgenden Tauschvertrag ab: Die Commende Ramersdorf hat in der Nähe des Bellinghauserhofes Güter, aus denen sie, da die Wohnhäuser seit dem Jahre 1577 verfallen und spurlos verschwunden sind, nur noch jährlich 2 Malter Roggen und 2 Malter Hafer einnimmt, trotzdem aber an Erbrenten dem Herzog von Jülich-Berg vier Viertelfuder Hafer und dem Propst zu Oberpleis sieben Viertel Hafer nebst zwei Hühnern zu entrichten hat. Die Commende hat auch an die Abtei Heisterbach von einigen Ländereien an ”der Dürrenbach“ zu Dollendorf jährlich 1 ½ Ohm Pachtwein zu zahlen. Gegen Verzicht auf diesen Pachtwein erhält Heisterbach die beim Bellinghauserhofe gelegenen ritterfreien Güter der Commende unter der Bedingung, dass die Abtei die genannte Erbpacht an den Probst zu Oberpleis und jährlich Martini (November 11) ein malter Roggen an die Commende Ramersdorf liefere. Es siegeln das Deutschordenskapitel der Ballei Biesen und der Konvent von Heisterbach.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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