Die Bewegung im Landkommissariat Homburg, Untersuchungsakten und Beweisstücke
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Best. J 1 Nr. 243
J 1 Oberlandesgericht Zweibrücken, Akten
Oberlandesgericht Zweibrücken, Akten >> 10 Prozessakten und -urteile >> 10.02 Verhandlungen über den Aufstand in der Pfalz in den Jahren 1848/49 >> 10.02.12 Revolutionäre Bewegung im Kanton Homburg >> Die Bewegung im Landkommissariat Homburg, Untersuchungsakten und Beweisstücke
1848-01-01/1849-12-31
Enthält: Die Bewegung im Kanton Waldmohr; Anzeigen, Anträge, Korrespondenzen, Berichte, insbesondere der Bürgermeisterämter (Bl. 1 - 149), darunter Hausdurchsuchungen bei den Mitgliedern des Kantonalausschusses, dem Gerichtsboten Veit Zöller von Waldmohr, dem Konrad Kötz, Ziegler und Ökonom auf der Ziegelhütte, Gemeinde Limbach; dem Friedrich Gustav Holtzbacher, Gerber zu Altenkirchen; dem Theobald Pfeiffer, Müller auf der Hutschmühle, Gemeinde Sand; Karl Zimmermann junior, Gerber zu Münchweiler und Friedrich Niergarth, ohne Gewerbe, Schönenberg; Vorführungs- und Verwahrungsbefehle gegen dieselben (Bl. 4 - 20); "Belege" zur Tätigkeit des Landesausschusses (Bl. 150 - 156); desgleichen zur provisorischen Regierung (Bl. 157 - 161); zu Zivilkommissär Witt in Homburg (Bl. 162 - 171); zu Militärkommissär Ehlert in Homburg (172 - 183); zu den Militärkommissären G. Techow, Kuchenbäcker, F. Beust, Schimmelpfennig; desgleichen zu dem Legionär Strobel, zu Rob. Neumann, J. H. Kraut, R. Lorenz, Hauptmann J. (oder F.?) Moos und L. Gross (Bl. 184 - 205); desgleichen zum Kantonalausschuß, darunter ein Schreiben an den Pfarrer Ebert zu Kübelberg wegen Widersetzlichkeit gegen die neue Ordnung (Bl. 206 - 218); Kassenbeschlagnahmungen (Bl. 219 - 235); Zwangsanlehen (Bl. 236 - 242); Erhebung von Steuern und Gemeindegeldern (Bl. 243 - 256); Requisitionen von Pferden, Waffen, Montur etc. (Bl. 257 - 268); Organisation der Volkswehr (Bl. 269 - 312); Korrespondenzen der Rekrutierungskommission (Bl. 312 - 357); Sitzungsprotokolle und Aktenstücke des Kantonalausschusses (Bl. 358 - 428); Wochenanzeigen der Salzfaktorei Waldmohr über empfangenes und verkauftes Speisesalz und Viehsalz in der Zeit vom Oktober 1848 bis Juni 1849 (Bl. 429 - 569)
darin: Bekanntmachung. Gemeinderatswahlen, Hg.: Zivilkommissär Witt; Homburg, 2. Juni 1849, Druck 1 S. (Bl. 168, 2. Ex. Bl. 169); Geleitschein. Aussteller: Das Platzkommando Neustadt; Neustadt a.d.H., 15. Juni 1849; Vordruck mit handschriftlichen Ergänzungen 1 S., 35 x 22 cm (Bl. 203); Protokoll. (Protokoll über die Versammlung zu Kaiserslautern am 16. Mai 1849) , Hg.: Wilh. Sauerbeck, Braun, Pletsch; (Kaiserslautern 1849); Druck 1 S. 37 x 24 cm (Bl. 155); Soldaten! Deutsche Brüder! (Aufforderung, sich für die "deutsche Sache" einzusetzen, den Eid auf die Reichsverfasung abzulegen, gegen den Starrsinn und die Verblendung des Königs von Preußen zu kämpfen), Hg.: Der Landesausschuß für Verteidigung und Durchführung der Reichsverfassung, N. Schmitt, H. Didier, Hepp, Culmann, Greiner; o.D. (1849), lithogr. vervielf. 1 S., 15 x 24 cm (Bl. 154)
darin: Bekanntmachung. Gemeinderatswahlen, Hg.: Zivilkommissär Witt; Homburg, 2. Juni 1849, Druck 1 S. (Bl. 168, 2. Ex. Bl. 169); Geleitschein. Aussteller: Das Platzkommando Neustadt; Neustadt a.d.H., 15. Juni 1849; Vordruck mit handschriftlichen Ergänzungen 1 S., 35 x 22 cm (Bl. 203); Protokoll. (Protokoll über die Versammlung zu Kaiserslautern am 16. Mai 1849) , Hg.: Wilh. Sauerbeck, Braun, Pletsch; (Kaiserslautern 1849); Druck 1 S. 37 x 24 cm (Bl. 155); Soldaten! Deutsche Brüder! (Aufforderung, sich für die "deutsche Sache" einzusetzen, den Eid auf die Reichsverfasung abzulegen, gegen den Starrsinn und die Verblendung des Königs von Preußen zu kämpfen), Hg.: Der Landesausschuß für Verteidigung und Durchführung der Reichsverfassung, N. Schmitt, H. Didier, Hepp, Culmann, Greiner; o.D. (1849), lithogr. vervielf. 1 S., 15 x 24 cm (Bl. 154)
Oberlandesgericht Zweibrücken
569 Bl.
Sachakte
Hinweis: Im Lokal des Kantonalausschusses zu Waldmohr waren laut Aktenrotulus ursprünglich folgende Bestandteile vorhanden, die jedoch im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen sein dürften: Druckschriften; verschiedene Reklamationen, um vom Militärdienst zurückgestellt oder gänzlich befreit zu werden; verschiedene Tabellen über die wehrfähige Mannschaft der einzelnen Gemeinden des Kantons Waldmohr; Akten des Volksvereins Waldmohr, darunter Schriftwechsel, Beschlüsse und Protokolle der März- bzw. Volksvereine zu Altenkirchen, Börsborn, Breitenbach, Dunzweiler, Gries, Münchweiler, Sand, Schönenberg, Thierberg, Waldmohr; Verzeichnis der im Kanton Waldmohr bestehenden Volksvereine; Rechnungswesen derselben; Mitgliederverzeichnisse der Zweigvereine zu Gries, Sand; Schriftwechsel des Kantonalausschusses des Volksvereins zu Waldmohr, u.a. mit dem geschäftsführenden Ausschuss des Kantonalausschusses des Volksvereins in Frankenthal, dem Märzverein in München, dem Vorstand des Zentralmärzvereins in Frankfurt a.M., Chr. Dingler, Gelden, Dr. Hepp, Holtzbacher, Notar Werner, Schüler und Trautwein in Neustadt a.d.H.; Petitionen an die Nationalversammlung in Frankfurt a.M.; Schreiben an die Majorität der bayerischen Volkskammer aus den G-meinden Dittweiler, Dunzweiler, Jägersburg, Niederwiesen und Steinbach; desgleichen an das bayerische Gesamtstaatsministerium aus den Gemeinden Gries und Niederwiesen
Die Digitalisierung wurde gefördert durch die Deutsche Digitale Bibliothek aus Mitteln des Programms „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.04.2025, 13:45 MESZ
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