Kaspar von Büdingen (Bu-) genannt Reiprecht, Propst des Klosters Allendorf (Aldendorff) unter dem Frankenstein, Äbtissin Katharina von Kohlhausen (Kolhusen), Priorin Gertrud Hesseberg (Hespergyn) und der Konvent des Klosters bekunden: ihre Vorgängerinnen hatten vor etlichen Jahren in einer Notsituation Korn-, Hafer- und Pfenniggülten, Obleien, Fischweide, Holz, Acker, Wiesen und Gericht über Hals und Hand zu Wolfsburg (Wolffesberg) sowie die wüsten Dörfern Unkeroda (Unkenrode), Nenzelsdorf (Nentzelsdorff) und Strofurt (Stroffurt) mit dem gehegten Holz zwischen Eckardtshausen (Ockershusen) und Nenzelsdorf sowie die Fronwiesen und das Wasser zu Unkeroda nach Ausweis der einschlägigen Urkunden an Dekan und Kapitel des Stifts St. Marien zu Eisenach (Isenach) verkauft. Diese haben jetzt die Rückgabe angekündigt. Da die Aussteller aber den Rückkauf nicht tätigen können, gestatten sie Hermann von Reckerode und seine Frau Margarete, jetzt zum Neuenhof (Nowenhoff) wohnhaft, die Auslösung mit 450 Gulden entsprechend der Verkaufsurkunde; ihr Rückkaufrecht bleibt vorbehalten. Den Inhabern steht es offen, zugehörige Äcker und Wiesen bei Dritten zu lösen; die Rückkaufsumme wird entsprechend erhöht. Vermittler und Zeugen: Heinrich Lippolt, Pfarrer zu Gumpelstadt (-stat) und Kaplan der Aussteller, der Schultheiß Berthold Clein und Johann Zinck, beide Ratsgenossen und Bürger zu Salzungen (Saltz-). Es siegeln Propst und Konvent.