Die Grafen Ludwig und Konrad von Helfenstein [Ruine bei Geislingen a. d. Steige/Lkr. Göppingen], Söhne des verstorbenen Grafen Ulrich des Älteren von Helfenstein, verkaufen für sich, ihre Brüder Friedrich, Ulrich und Wilhelm sowie alle ihre Geschwister und Erben dem Abt Johann [Hug] und dem Konvent des Benediktinerklosters Blaubeuren [Alb-Donau-Kreis] das Dorf Nellingen [Alb-Donau-Kreis] mit allen Besitzungen, Einkünften, Leibeigenen und Gerechtsamen, die ihnen dort zustehen. Dazu gehören insbesondere das Gut, auf dem derzeit Ulrich ("Vtz") Kalteisen und Ulrich Ram sitzen, Kirchsatz und Widum der Kirche in Nellingen mit den zugehörigen Zehnten in Nellingen und anderen Orten, die Mühle in Ditzenbach [heute Bad Ditzenbach/Lkr. Göppingen], der Heuzehnt in Widderstall ("Witterstall") [Gde. Merklingen/Alb-Donau-Kreis] sowie die Güter, die die Jungfrauen Berta von Nellingen und ihre Nichte Adelheid von Essingen [Ostalbkreis] von ihnen als Leibgeding innehaben. Dafür haben sie von den Käufern 7200 Pfund Heller erhalten. Die Verkäufer übernehmen daher die Gewährleistung für den Verkauf und verpflichten sich, dass ihre derzeit noch minderjährigen Brüder Friedrich, Ulrich und Wilhelm nach Erreichen der Volljährigkeit diesem Verkauf urkundlich zustimmen werden. Dafür stellen sie Bürgen mit der Verpflichtung zum Einlager in Ulm, Giengen [a. d. Brenz/Lkr. Heidenheim] oder Ehingen [Alb-Donau-Kreis].

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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