Konstanz, Fürstbistum: Urkunden der bischöflichen Behörden betr. württembergische Orte (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 466
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 >> Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien >> Konstanz, Fürstentum
1298-1785
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält Urkunden betreffend württembergische Orte (in chronologischer Folge), die anläßlich der im Staatsarchiv Ludwigsburg in den Jahren 1955-1959 durchgeführten Neuordnung der Bestände B 466-468, H 62-63 und H 64-65 aus diesen herausgenommen wurden.
1. Bestandsgeschichte: Der vorliegende Urkundenbestand ist ein künstlicher, durch Selektierung geschaffener Archivkörper. Nach Aufhebung des Fürstbistums Konstanz durch den Reichsdeputationshauptschluss (1803) und der Diözese durch die Errichtung der oberrheinischen Kirchenprovinz fielen die Akten des Fürstbistums den Ländern zu, unter die das Territorium und der Diözesensprengel von Konstanz aufgeteilt wurden. An Baden, dem der größte Teil des herrschaftlichen Territoriums mit Konstanz und der Residenz Meersburg zugesprochen wurde, gelangte der Hauptteil der Konstanzer Bestände. Die badische Archivverwaltung übergab ihrerseits in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts die Akten der rein kirchlichen Verwaltung an das erzbischöfliche Archiv zu Freiburg. Die Württemberg betreffenden Akten, die Ruckgaber, der Registrator des katholischen Kirchenrats zu Stuttgart, im Spätjahr 1826 im Archiv zu Konstanz aussortierte und in drei Gruppen gliederte, wurden 1827 nach Stuttgart transportiert. Dort verblieben die Gruppen 1 und 3, trotz der geringeren Faszikelzahl ungefähr vier Fünftel der gesamten Aktenübernahme. Der Rest, die zweite Gruppe, wurde anfangs Januar 1829 dem Generalvikariat Rottenburg zugestellt. Beim Kirchenrat wurden die Konstanzer Akten mit Kirchenakten anderer Provenienzen (Vorderösterreichische Regierung, Grafschaft Hohenberg, Kommende Altshausen, Stift Ellwangen, Augsburger, Würzburger, Wormser und Speyrer Bistumsakten u.a.) vereinigt.
2. Zur Bearbeitung des Bestands: Diese "Archivalakten" des Katholischen Kirchenrats, die von 1885 an bis 1937 in mehreren Ablieferungen an die staatliche Archivverwaltung gelangten, bildeten den umfangreicheren Mischbestand H 64/65 sowie den bestand H 62-63 im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Einzelne Akten kamen auf nicht mehr feststellbarem Weg nach Ludwigsburg und wurden dort in den beständen B 466 - 468 verzeichnet. Die schon beim Kirchenrat begonnene Regestierung der in den Akten steckenden Urkunden wurde im Hauptstaatsarchiv Stuttgart fortgeführt. Dabei wurden die Pergamenturkunden aus der Zeit vor 1300 ausgesondert und dem Urkundenselekt Wirtembergisches Urkundenbuch eingegliedert. Daneben wurden aber auch zahlreiche Pergament- und Papierurkunden aus der Zeit nach 1300 den Akten entnommen und in andere Bestände eingereiht. Bei der im Staatsarchiv Ludwigsburg in den Jahren 1955 - 1959 durchgeführten Neuordnung der Mischbestände H 64/65, H 62 - 63 und der Bestände B 466 - 468 wurden die einzelnen Konstanzer Provenienzen herausgeschält. Die jetzt noch in den Akten steckenden Pergament- und Papierurkunden wurden dabei selektiert. Der vorliegende Urkundenbestand umfasst nur die anlässlich der Neuordnung der Konstanzer Bestände festgestellten und selektierten Urkunden. Bei Nachforschungen sind auch Repertorien B 466 a (Regierung), B 467 (Generalvikariat) und B 467 a (Offizialat) heranzuziehen. Entsprechend der Geschichte des Konstanzer Archivs sind bei grundsätzlichen Forschungen die Konstanzer Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, des erzbischöflichen Archivs Freiburg und der bischöflichen Archive Rottenburg, Basel und Chur zu berücksichtigen. Der Bestand wurde in den Jahren 1955/56 von Archivrat Dr. Schwanke kursorisch aufgenommen und im Spätjahr 1959 durch den Unterzeichneten regestiert. Die 97 Urkunden des Bestands sind in der Hauptsache Pergamenturkunden. Ludwigsburg, Februar 1960. Dr. B. Ottnad Die Retrokonversion des Findbuchs bzw. die Umformung der maschinenschriftlichen Vorlage für die internetgerechte Präsentation dieses Bestands des Hauptstaatsarchivs Stuttgart sowie die Überarbeitung der Indexangaben wurde von Frau Zijada Kulic unter Anleitung von Dr. Franz Moegle-Hofacker im Oktober 2007 abgeschlossen.
97 Urkunden
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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