Vor Johann Pingel, Richter zu Telgte (Telget) name
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Telgte U Stadt Telgte Urkunden, 12
Telgte U Stadt Telgte Urkunden Stadt Telgte Urkunden
Stadt Telgte Urkunden
1479 November 12
Regest: Vor Johann Pingel, Richter zu Telgte (Telget) namens des Fürstbischofs Heinrich von Schwarzburg zu Münster (Munster), Administrators der Kirche zu Bremen, verkaufen Johann Drughe, zeitiger Pförtner des Emstores (Emesportener), und seine Frau Mette an Sweder Schenckel und Arnd Elkynck, Vorsteher des Armensiechenhauses auf der Hülle (uppe der Hulle) vor Telgte eine erbliche Jahresrente nach Satzungs— recht der Stadt Münster in Höhe von drei Schilling zu Münster gängiger Pfennige für viereinhalb Mark, deren Empfang sie quittieren. Die Rente ist jährlich in Telgte am 24. Juni (uppe sunte Johannes dach baptista to myddenzomer) aus ihrem Haus binnen Telgte zu liefern. Dieses liegt vor dem Emstor (Emesporten) zwischen den Häusern Heinrich Sechtelmans einerseits und des Schulten Haus. Mit den Verkäufern bürgen Johann Ketelar gnt. Wicker und Johann Stopenberch zum bestimmten Termin die unverzügliche Zahlung der Rente und gewährleisten, daß das pflichtige Haus frei und unbelastet ist mit Ausnahme von zwei Schillingen, die jährlich von der Hausstätte entrichtet werden. Siegelankündigung des Richters mit seinem eigenen Siegel. Zeugen: Johannes ton Mersche, Derick Affhuppe und Hermann Alebrant.
Ausf.—Perg. 30 cm x 14 cm; anh. Sg. Durchm. 25 mm; Bild (undeutlich): Tuchschere schrägrechts von 2 Rosen beseitet. — Vgl. Westf. Sg. IV, Tf. 163,1 1. — leicht beschädigt, Umschrift unleserlich.
Rückvermerk: Johann Druge III ß. — (15. Jh.) Canon, welcher vom Schmidt Dobbing am Armenfonds zu Telgte zu entrichten ist. Betrag: 3 Silbergroschen, 3 Pfennige. (19. Jh.)
Rückvermerk: Johann Druge III ß. — (15. Jh.) Canon, welcher vom Schmidt Dobbing am Armenfonds zu Telgte zu entrichten ist. Betrag: 3 Silbergroschen, 3 Pfennige. (19. Jh.)
Urkunden
Datum: feria sexta post festum Martini episcopi
Rechtsstatus: Schenkung;Depositum;Amtliche Abgabe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:00 MEZ