C 90 Ortsarchiv Unterjesingen. Älterer Teil (Bestand)
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C 90
Stadtarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> C: Ortsarchive
1447-1980
Form und Inhalt: Das Archiv der Gemeinde Unterjesingen lag seit der Zeit des Zweiten Weltkrieges, wo es von der Rathausbühne geborgen wurde, in verschiedenen Räumen des dortigen Rathauses und war bei dieser Bergungsaktion völlig in Unordnung geraten. Da es bei weitem das reichhaltigste Gemeindearchiv der in die Universitätsstadt Tübingen eingegliederten Stadtteile ist, wurde seine Verzeichnung und Ordnung als vordringlich erachtet. Ordnungsarbeiten an Ort und Stelle waren wegen der räumlichen Verhältnisse völlig unmöglich, weshalb das Stadtarchiv die Bestände zunächst nach Tübingen verlagerte. […]
Die Ordnungsarbeiten wurden in den Jahren 1974 und 1975 durch die Herren Kurt Maier und Eckart Teichert, der schließlich auch das Findbuch anlegte, durchgeführt. Da ein älterer Aktenplan nicht zur Verfügung stand und die nur gelegentlich feststellbaren älteren Signaturen eine Rekonstruktion des ehemaligen Ordnungszustandes nicht mehr erlaubten, mußte ein allgemeines Ordnungsschema gewählt werden.
Dem Findbuch werden die Regesten der in Unterjesingen erhaltenen Urkunden vorangestellt, die bereits 1970 von Kreisarchivar Wilhelm Böhringer angelegt worden sind. Einzelne neuzeitliche Bestände befinden sich noch in den Verwaltungsräumen des Rathauses Unterjesingen. Darüber hat der Archivangestellte Kurt Moser zwei Verzeichnisse angelegt, in denen die nicht mit Signaturen gekennzeichneten Bestände einerseits und andererseits die nach dem Flattich-Aktenplan abgelegten Akten verzeichnet sind. […]
Tübingen, im November 1975
Jürgen Sydow
Der Bestand enthält die älteren Urkunden, Akten und Bände der früher selbständigen Gemeinde Unterjesingen (seit 1971 Stadtteil von Tübingen).
Die Archivalien waren auf der Bühne der Verwaltungsstelle untergebracht. Durch unsachgemäße Baumaßnahmen und die ungeeignete Unterbringung wurden die Archivalien stark verschmutzt. Im Jahr 2010 fand eine Begutachtung durch Restauratoren statt, bei der außer der Verschmutzung ein teilweiser Schimmelbefall festgestellt wurde. Von April 2014 bis Oktober 2015 war der gesamte Bestand C 90 und C 95 (72 m Archivalien und ca. 21 m Altregistratur) zur Reinigung und Sterilisation in der Werkstatt für Buch- und Papierrestaurierung Raum. Im Oktober 2015 wurden die gereinigten Archivalien im Magazin Weilheim des Stadtarchivs untergebracht.
Die Urkunden U 1 bis U 24 befanden sich bis 2016 im Kassenschrank (Panzerschrank) im Sozialraum der Verwaltungsstelle. Nach einer Prüfung auf Vollzähligkeit und Verpackung in Archivkartons wurden sie im September 2019 nach den Bänden (B) in den Bestand eingereiht.
Die im ursprünglichen Findbuch verzeichnete Gemeindebibliothek (S. 76ff) wurde beim Umzug der Archivalien im Jahr 2014 nicht mehr aufgefunden. Vermutlich wurden die Druckschriften kassiert. Auch eine Nachfrage in der Verwaltungsstelle brachte keine Klärung. Nur das "Dienstbuch für Fr. Braitmaier, 1913-1927" Signatur H 74 ist erhalten geblieben.
Im November 2014 wurde ein Band Inventuren und Teilungen der Jahre 1805 bis 1807 aus Privatbesitz erworben und dem Bestand unter der Signatur C 90/B 1804a.
Weitere Inventuren von 1762 bis 1820 befinden sich im Hauptstaatsarchiv Stuttgart Bestand A 580.
In der Verwaltungsstelle Unterjesingen wurde am 27. August 2020 ein Umschlag mit fünf Schriftstücken anonym eingeworfen. Es handelt sich um vier Urkunden auf Pergament teilweise mit anhängendem Siegel sowie eine Urkundenabschrift auf Papier. Die Urkunden wurden im Stadtarchiv überprüft. Es wurde festgestellt, dass es sich um Urkunden aus dem Ortsarchiv bzw. der Verwaltungsstelle Unterjesingen handelt. Die Urkunden sind erfasst im "Repertorium über sämtliche in der Gemeinderegistratur befindlichen Akten, angelegt 1884" (C 90/ B 1834), S. 15, Gerichtslade. Bei der Verzeichnung des Bestandes C 90 im Jahr 1975 waren die Originale nicht vorhanden und konnten deshalb im Findbuch nicht berücksichtigt werden. Es handelt sich um folgende Stücke: Nr. 4. Urkunde von 1521: Signatur neu C 90/U 25; Nr. 11 Urkunde von 1478 = C 90/U 5; Nr. 16 Urkunde von 1535 = C 90/U 11; Nr. 16 Abschrift auf Papier = Abschrift von C 90/U 11; Nr. 24 Urkunde von 1588 = C 90/ U 18; Die Schriftstücke wurden dem Bestand C 90/Urkunden zugefügt.
Die Ordnungsarbeiten wurden in den Jahren 1974 und 1975 durch die Herren Kurt Maier und Eckart Teichert, der schließlich auch das Findbuch anlegte, durchgeführt. Da ein älterer Aktenplan nicht zur Verfügung stand und die nur gelegentlich feststellbaren älteren Signaturen eine Rekonstruktion des ehemaligen Ordnungszustandes nicht mehr erlaubten, mußte ein allgemeines Ordnungsschema gewählt werden.
Dem Findbuch werden die Regesten der in Unterjesingen erhaltenen Urkunden vorangestellt, die bereits 1970 von Kreisarchivar Wilhelm Böhringer angelegt worden sind. Einzelne neuzeitliche Bestände befinden sich noch in den Verwaltungsräumen des Rathauses Unterjesingen. Darüber hat der Archivangestellte Kurt Moser zwei Verzeichnisse angelegt, in denen die nicht mit Signaturen gekennzeichneten Bestände einerseits und andererseits die nach dem Flattich-Aktenplan abgelegten Akten verzeichnet sind. […]
Tübingen, im November 1975
Jürgen Sydow
Der Bestand enthält die älteren Urkunden, Akten und Bände der früher selbständigen Gemeinde Unterjesingen (seit 1971 Stadtteil von Tübingen).
Die Archivalien waren auf der Bühne der Verwaltungsstelle untergebracht. Durch unsachgemäße Baumaßnahmen und die ungeeignete Unterbringung wurden die Archivalien stark verschmutzt. Im Jahr 2010 fand eine Begutachtung durch Restauratoren statt, bei der außer der Verschmutzung ein teilweiser Schimmelbefall festgestellt wurde. Von April 2014 bis Oktober 2015 war der gesamte Bestand C 90 und C 95 (72 m Archivalien und ca. 21 m Altregistratur) zur Reinigung und Sterilisation in der Werkstatt für Buch- und Papierrestaurierung Raum. Im Oktober 2015 wurden die gereinigten Archivalien im Magazin Weilheim des Stadtarchivs untergebracht.
Die Urkunden U 1 bis U 24 befanden sich bis 2016 im Kassenschrank (Panzerschrank) im Sozialraum der Verwaltungsstelle. Nach einer Prüfung auf Vollzähligkeit und Verpackung in Archivkartons wurden sie im September 2019 nach den Bänden (B) in den Bestand eingereiht.
Die im ursprünglichen Findbuch verzeichnete Gemeindebibliothek (S. 76ff) wurde beim Umzug der Archivalien im Jahr 2014 nicht mehr aufgefunden. Vermutlich wurden die Druckschriften kassiert. Auch eine Nachfrage in der Verwaltungsstelle brachte keine Klärung. Nur das "Dienstbuch für Fr. Braitmaier, 1913-1927" Signatur H 74 ist erhalten geblieben.
Im November 2014 wurde ein Band Inventuren und Teilungen der Jahre 1805 bis 1807 aus Privatbesitz erworben und dem Bestand unter der Signatur C 90/B 1804a.
Weitere Inventuren von 1762 bis 1820 befinden sich im Hauptstaatsarchiv Stuttgart Bestand A 580.
In der Verwaltungsstelle Unterjesingen wurde am 27. August 2020 ein Umschlag mit fünf Schriftstücken anonym eingeworfen. Es handelt sich um vier Urkunden auf Pergament teilweise mit anhängendem Siegel sowie eine Urkundenabschrift auf Papier. Die Urkunden wurden im Stadtarchiv überprüft. Es wurde festgestellt, dass es sich um Urkunden aus dem Ortsarchiv bzw. der Verwaltungsstelle Unterjesingen handelt. Die Urkunden sind erfasst im "Repertorium über sämtliche in der Gemeinderegistratur befindlichen Akten, angelegt 1884" (C 90/ B 1834), S. 15, Gerichtslade. Bei der Verzeichnung des Bestandes C 90 im Jahr 1975 waren die Originale nicht vorhanden und konnten deshalb im Findbuch nicht berücksichtigt werden. Es handelt sich um folgende Stücke: Nr. 4. Urkunde von 1521: Signatur neu C 90/U 25; Nr. 11 Urkunde von 1478 = C 90/U 5; Nr. 16 Urkunde von 1535 = C 90/U 11; Nr. 16 Abschrift auf Papier = Abschrift von C 90/U 11; Nr. 24 Urkunde von 1588 = C 90/ U 18; Die Schriftstücke wurden dem Bestand C 90/Urkunden zugefügt.
Ortsverwaltung Unterjesingen
45 lfd. m
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.04.2025, 08:21 MESZ